Andreas Tilch

Andreas Tilch, M.A.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter

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Andreas Tilch

Kurzvita

  • Dez. 2020 – Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Pädagogik, Arbeitsbereich: Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Pädagogik und Didaktik des Elementar- und Primarbereichs
  • 01.08.2019 – 09.08.2020 wissenschaftliche Hilfskraft im „European Master in Migration and Intercultural Relations“ am Institut für Amerikanistik, Anglistik und Cultural Studies an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
  • 31.03.2020 Lehrbeauftragter am Institut für Pädagogik, Fachgruppe „Migration und Bildung“ im Modul „Pädagogik in Differenzverhältnissen“ (Seminartitel: „Die Pädagogik, die Differenz und Ich. Selbstverortung in Differenzverhältnissen)
  • 15.10 – 31.11 Lehrbeauftragter am Institut für Pädagogik der Fachgruppe „Migration und Bildung“ im Modul „Praktikumsnachbesprechung“
  • 09.09 – 23.09.2019 Lehrbeauftragter des Instituts für Amerikanistik, Anglistik und Cultural Studies im „European Master in Migration and Intercultural Relations“ (Modultitel: „Introdruction to Migration Studies: Studying Global Migrations in the 21st Century“)

Master:

  • Okt.2016 – Aug.2019 Master of Arts in Erziehungs- und Bildungswissenschaften mit dem Schwerpunkt „Migration und Bildung“ an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (Note: 1,3) (Masterarbeit: „Migrationspädagogische Professionalität als Haltung“, betreut von Prof. Dr. Paul Mecheril und Dr. Ulrike Lingen-Ali, Note: 1,15)
  • 01.07.2018 – 15.06.2019 studentisch Hilfskraft: Organisation der Vortragsreihe "Terrorismus. Bedingungen, Diskurse und die Frage der Vorsorge" (zusammen mit Prof. Katharina Al-Shamery, Prof. Martin Butler, Prof. Paul Mecheril)
  • Jan. – März.2018 Studium am Goldsmiths College der University of London (Studiengang: Race, Media and Social Justice)
  • 08.01. – 23.03.2018: Praktikum am Lehrstuhl von Prof. Dr. Angela McRobbie im Department of Media & Communication am Goldsmiths College der University of London
  • Sept. – Dez.2017 Studium an der University of Eastern Finland (Studiengang: Border Crossings)
  • 01.04.2017 – 31.03.2018 Forschungsstudierender im DFG Graduiertenkolleg „Selbst-Bildungen. Praktiken der Subjektivierung“ (Sprecher: Prof. Dr. Thomas Alkemeyer)

Bachelor:

  • Okt.2013 – Sept.2016: Vollfachbachelor Pädagogik, mit dem Schwerpunkt „Migration und Bildung“ an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (Note: 1,3) (Bachelorarbeit: „Rassismuskritik als transformatorisches Bildungsvorhaben“, betreut von Prof. Dr. Paul Mecheril und Noelia Streicher, Note: 1,0)15.10.2019
  • Juli.2016 – fortlaufend Beteiligung an der Arbeitsgemeinschaft zur Erarbeitung eines gewalttheoretischen Kodierparadigmas (Prof. Dr. Gesa Lindemann, Prof. Dr. Paul Mecheril, Jonas Barth, Tina Schröter, Johanna Fröhlich, Andreas Tilch)
  • 09.2014 – 06.2015 studentische Hilfskraft im Forschungsprojekt „Migrationsgesellschaftlich relevante Repräsentationen im Schulbuch und deren Relevanz für das schulische Geschehen“ (Leitung: Prof. Dr. Paul Mecheril)
  • 22.08. – 17.10.2014 Praktikum im Begleitprogramm von Nelecom (Neue Lernkultur in Kommunen) in Erfurt. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Gerald Hüther (Universität Göttingen)

Arbeitsschwerpunkte

  • Migration und Bildung/ Migration und Schule
  • Rassismuskritische Schulpädagogik
  • Psychoanalytische Migrationspädagogik
  • Differenz-, Macht- und Herrschaftsverhältnisse
  • Subjektivierungstheorie
  • Theorien der Abwehr und des Unbewussten
  • Professionalitätstheorie
  • Gewalttheorie

Aktuelle Forschungsprojekte

Dissertationsprojekt:

"Das dominanzkulturelle Unbewusste. Eine abwehrtheoretische Analyse in pädagogischen Feldern der Migrationsgesellschaft" (Arbeitstitel Promotionsprojekt)

In meiner Arbeit gehe ich davon aus, dass für eine den migrationsgesellschaftlichen Bedingungen gerechter werdende rassismuskritische pädagogische Praxis von Professionellen ein (selbst-)kritischer Umgang mit der (eigenen) Involviertheit in Differenz- und Machtverhältnisse von zentraler Bedeutung ist. Empirische Forschungen haben jedoch wiederholt auf eine "Abwehrhaltung" gegenüber einem solchen Umgang hingewiesen und aufgezeigt, wie diese sowohl professionelles Handeln als auch eine den Klient*innen gerecht werdende Betreuung verhindert. In meiner Arbeit werde ich aus einer psychoanalytisch informierten und subjektivierungstheoretischen Perspektive ein Blick auf Abwehrreaktionen von Lehrkräften an öffentlichen Schulen gegenüber ihrer Involviertheit in dominanzkulturelle migrationsgesellschaftliche Verhältnisse werfen und damit sowohl die subjektive als auch die gesellschaftliche Funktion von Abwehrmechanismen und ihrer Unbewusstmachung analysieren.

Erstbetreuer: Prof. Dr. Paul Mecheril

 

Forschungsprojekt: PROMIG

Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt Professionalisierung für die Migrationsgesellschaft (ProMig). Das Projekt untersucht und dokumentiert die Kompetenzentwicklung von Lehrer/innen und sozialpädagogischen Fachkräften (Schulsozialarbeiter/innen, Fachkräften aus Ganztagsschulen), die an einer neu konzipierten Fortbildungsreihe teilnehmen. Die Fortbildung trägt den Titel Diversitätsreflexives und diskriminierungskritisches Kompetenztraining für Lehrkräfte und sozialpädagogische Fachkräfte der Schule in der Migrationsgesellschaft“ und wurde vom Oldenburger Fortbildungszentrum (OFZ) in Kooperation mit der Stadt Oldenburg (Amt für Zuwanderung und Integration) entwickelt und wird vom niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) unterstützt und finanziert.

Die konzeptionelle und inhaltliche Ausrichtung der Fortbildung knüpft an ein gesellschaftspolitisch und schulpädagogisch hoch aktuelles und relevantes Thema an. Es wird ein Professionalisierungsansatz verfolgt, der migrationsgesellschaftliche pädagogische Professionalität von Lehrkräften und sozialpädagogischen Fachkräften an Schulen als reflexive und diskriminierungskritische Professionalität (vgl. etwa Heinemann/Mecheril 2018; Messerschmidt 2011/2016) fasst und diese nicht auf das Einüben von Umgangsweisen mit Schüler/innen bzw. Eltern mit sogenanntem ,Migrationshintergrund‘ reduziert. Vielmehr wird eine Perspektivverschiebung vorgenommen, die sich weniger auf vermeintliche Besonderheiten einer spezifischen Zielgruppe richtet, sondern vielmehr die Strukturen und Praktiken der Bedeutungsproduktion, in denen ‚Andere‘ zu ‚Anderen‘ gemacht werden, in den Blick nimmt und institutionalisierte Handlungsroutinen befragt, um letztlich auch eine migrationsgesellschaftliche Schulentwicklung zu ermöglichen.

Leitung: Dr. Anja Steinbach

 

Publikationen

  • Barth, Jonas; Fröhlich, Johanna; Lindemann, Gesa; Mecheril, Paul; Schröter, Tina & Tilch, Andreas (2021). Wie Gewalt untersuchen? Ein Kodierschema für einen reflexiven Gewaltbegriff [72 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 22(1), Art. 9, https://doi.org/10.17169/fqs-22.1.3470
  • Tilch, Andreas (2020). "Wie wäre es eine rassismuskritische Haltung einzunehmen?" In: Bücken, S., Streicher, N, Velho, Astride, Mecheril, P. (Hg.): Migrationsgesellschaftliche Diskriminierungsverhältnisse als Gegenstand und strukturierende Größe in Bildungssettings (S.167-182). Wiesbaden: VS-Verlag  https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-658-28821-1_9
  • Tilch, Andreas (2018). "Wer Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache hat, [...] hat einen riesigen Nachteil". Über gesellschaftliche Teilhabe unter Bedingungen von Linguizismus und Kapitalismus. In: Dirim, İnci/ Köck, Johannes/ Springsits, Birgit (Hg.): Dil Irkçılığı_Linguizismus_ Linguicsm. Sprache(n) und Diskriminierung in (Hoch-)Schule und Gesellschaft. Linguizismuskritik als international-interdisziplinäre Perspektive. (S.346-367). Istanbul: Yeni İnsan

Publikationen in Vorbereitung

  • Mecheril, P.; Rangger, M.; Tilch, A. (2021). "Migrationsgesellschaftliche Öffnung von Organisationen" In: Mecheril, P.; Rangger, M. (Hg.). Handeln in Organisationen der Migrationsgesellschaft. Differenz- und machttheoretische Reflexionen einer praxisorientierten Fortbildungsreihe. VS-Verlag (im Druck)
  • Tilch, A. (2021). Das migrationsgesellschaftliche Unbewusste in der Lehrer*innenprofessionalität – Eine Abwehrtheoretische Suchbewegung. In: Ivanova-Chessex, O., Shure, S., Steinbach, A. (Hg.). Lehrer*innenbildung – (Re-)Visionen für die Migrationsgesellschaft. Beltz Verlag (in Vorbereitung)

Vorträge und Workshops

  • 23.10.2019 Vortrag auf der Tagung „Opening Universities to Roma and Roma Issues" an der University of South Bohemia, mit dem Titel „Why nationalist need „Roma“ – A short note from the perspective of Critical Race Theory“)
  • 18.09.2019 Vortrag auf der Jahrestagung der „Kommission Qualitative Bildungs- und Biographieforschung der Sektion II „Allgemeine Erziehungswissenschaft“ der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft“ an der Friedrich Alexander Universität Erlangen-Nürnberg mit dem Tagungstitel „Haltung“ (Titel des Vortrags: „(Migrations-)pädagogische Professionalität als kritisch-rekonstruktive Haltung“)
  • 14.05.2019 Vortrag in der Vorlesung von Dr. Ulrike Koopmann („Subjekt und Subjektivierung. Spannungsfelder pädagogischer Professionalität“), mit dem Titel „Wie wäre es, eine migrationspädagogische Haltung einzunehmen?“
  • 17.06.2015 Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe „Wissenschaft und Verantwortung“ im „Center for Migration, Education and Cultural Studies“ mit dem Titel: „Verantwortung als sekundäres Verpflichtungsverhältnis“
  • 11.06.2015 Moderation des Tagungsworkshops „„Rasse", „Kultur", Rassismus und globale Ungleichheiten im Schulbuch“ mit Irina Grünheid

Mitgliedschaften

(Stand: 27.01.2021)