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PD Dr. Anna Levke Brütt

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Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fakultät VI - Medizin und Gesundheitswissenschaften
Department für Versorgungsforschung
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Campus Haarentor
Gebäude V04
Ammerländer Heerstraße 140
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forMP

Identifizierung und Priorisierung von Forschungsthemen durch Menschen mit Paraplegie, Angehörigen und Versorgenden (forMP)

Patient*innen werden in der Versorgungsforschung nicht mehr nur als Leistungsempfänger*innen gesehen, sondern zunehmend als Expert*innen für ihre Lebenssituation einbezogen. Eine erste zentrale Entscheidung für die Gestaltung der Versorgungsforschung ist die Bestimmung des Forschungsbedarfs. Dabei haben die Sichtweisen und Präferenzen Betroffener bislang jedoch nur wenig Berücksichtigung gefunden. Die James Lind Alliance (JLA) aus Großbritannien hat eine Methodik etabliert, die vorsieht, dass Wissenschaftler*innen gemeinsam mit Betroffenen, ihren Angehörigen und Behandelnden Forschungsbedarfe bestimmen. International wurden bereits zahlreiche Projekte mit dieser Methodik zu unterschiedlichen Gesundheitsproblemen durchgeführt. Unter Beteiligung von Menschen mit einer Querschnittlähmung wurden in Deutschland bislang noch keine Forschungsprioritäten entwickelt. Das Projekt forMP zielt darauf ab, in Anlehnung an JLA-Methodik gemeinsam mit Menschen mit einer unfallbedingten Querschnittlähmung, ihren Angehörigen und den Behandelnden Forschungsthemen zu identifizieren und zu priorisieren. Diese Personengruppen weisen einen engen Bezug zur Versorgungsrealität auf und die aus ihrer Sicht relevanten Themen könnten bisher unerkannte Versorgungsdefizite aufdecken. Die Durchführung der Studie begann im Oktober 2018 mit Gründung der Projektgruppe unter Beteiligung einer Person mit Querschnittlähmung. In diesem Rahmen wurde eine Online-Befragung zur Identifizierung von Forschungsthemen konzipiert und von Dezember 2018 bis März 2019 durchgeführt. Darin haben 52 Personen 140 Forschungsthemen mitgeteilt, die im Anschluss von der Projektgruppe zu 40 Forschungsfragen zusammengefasst wurden. Im nächsten Schritt wird geprüft, ob sich diese Forschungsfragen bereits anhand des Forschungsstandes beantworten lassen. Die unbeantworteten Fragen werden voraussichtlich ab November 2019 in einer zweiten Online-Umfrage von Betroffenen, Angehörigen und Behandelnden hinsichtlich ihrer Relevanz bewertet. Aus den Ergebnissen wird schließlich eine Top 10 Liste unbeantworteter Forschungsfragen aus Sicht der Befragten entwickelt.

Webmasternbdzj (davdmpidx3io.sassf7s@uol.dexh) (Stand: 21.08.2020)