Sandra Eilts
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Institut für Germanistik (» Postanschrift)
Sandra Eilts
- Medialität & Materialität von Literatur
- Romantik
- Kinder- und Jugendliteratur
- Michael Ende-Forschung
- Erzähltheorie
Lebenslauf
seit Okt. 2022: wiss. Mitarbeiterin am Institut für Germanistik, Bereich Kinder- und
Jugendliteratur, Oldenburg
Apr. 2022 – Dez. 2022: wiss. Mitarbeiterin im Projekt DiOLL, Oldenburg
Apr. 2021 – Apr. 2022: Volontariat bei Brill Deutschland GmbH, Paderborn
Apr. 2019 – Dez. 2021: Fachmaster Germanistik, Universität Oldenburg
Okt. 2015 – Apr. 2019: Zwei-Fächer-Bachelor: Anglistik/Germanistik, Universität Oldenburg
Forschungsinteressen
Dissertationsprojekt
Michael Endes buchbasierte Poetik und seine Werkpolitik
Das Dissertationsvorhaben geht von der Beobachtung aus, dass diverse Texte Michael Endes ihren Fluchtpunkt im schriftlichen Erzählen haben. Insbesondere seine Romane scheinen explizit auf das Medium Buch hin konzipiert zu sein, was sich unter anderem in der materialen und typographischen Gestaltung der Bücher niederschlägt. Die Einbindung materialer Aspekte als narrative Mittel wird als Ausdruck einer buchbasierten Poetik Michael Endes gedeutet. Dafür greift die Dissertation aktuelle Entwicklungen in der Medialität- und Materialitätsforschung auf: Ausgehend von dem Konzept der ‚Schriftbildlichkeit‘ (Krämer), das die ikonische Dimension von Schrift hervorhebt, sowie dem Konzept der ‚Buchhaftigkeit‘ (Boyken) werden die narrativen Funktionspotenziale der Zwei- und Dreidimensionalität der Ende’schen Texte untersucht. Das Analysekorpus umfasst dabei sowohl Endes erfolgreiche Kinder- und Jugendromane als auch Texte, als deren Zielgruppe Erwachsene angenommen werden und, soweit möglich, unveröffentlichte und fragmentarische Entwürfe. Anhand der literarischen Texte lassen sich jedoch nicht nur poetologische Überlegungen entwickeln, sondern sie lassen sich auch als Ergebnis einer ‚Werkpolitik‘ (Martus) deuten. Anhand von Endes Korrespondenz mit dem Verlag werde ich herausarbeiten, wie Ende aktiv Einfluss auf alle Aspekte der Materialität seiner Texte nimmt und wie er seine zunehmend gefestigtere Stellung als erfolgreicher Autor nutzt, um seine Poetik gegenüber dem Verlag durchzusetzen.
Lehrveranstaltungen
Wintersemester 2025 / 2026
Publikationen
„Literaturkritik“. In: Michael Ende-Handbuch, hg. von Thomas Boyken, Anna Braun & Thomas Scholz (in Vorbereitung).
„Das Schnurpsenbuch (1969)“. In: Michael Ende-Handbuch, hg. von Thomas Boyken, Anna Braun & Thomas Scholz (in Vorbereitung).
Vorträge
„Spiel oder Strategie? Buchmediales Erzählen bei Michael Ende.“ Workshop: Medienreflexionen und reflexive Medialität. Februar 2024, Delmenhorst
„‚Ich schließe mit diesem Buch ganz bewusst an die Vorstellungen der Romantik an‘ – Romantikbezüge in Michael Endes Poetik und Werkpolitik am Beispiel von Momo (1973)“. Workshop: Kinder- und Jugendliteratur und ihre Didaktik: Workshop und Kolloquium. Juni 2024, Hamburg