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Konflikte zwischen Ökologie und Urbanität

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Norbert Gestring, Hartwig Heine, Rüdiger Mautz, Hans-Norbert Mayer, Walter Siebel:
Ökologie und urbane Lebensweise. Braunschweig/Wiesbaden 1997 (Vieweg)

Daß der ökologische Umbau bei jedem einzelnen beginnen müsse, ist ebenso leicht gesagt wie schwierig zu befolgen. Gründe für die Kluft zwischen Umweltbewußtsein und Handeln gibt es viele - ein wesentlicher Grund liegt darin, daß ökologischer Umbau mit Verhaltenszumutungen verbunden ist, die in Widerspruch geraten können zu zentralen Zielen der Politik ebenso wie zu Emanzipationsversprechen der städtischen Lebensweise: dem Ziel sozialer Gerechtigkeit, dem Leitbild Eigenheim, den Wünschen nach individueller Autonomie sowie nach Entlastung der Arbeit.
In diesem Buch wird untersucht, welche Verhaltensanforderungen mit ökologischen Maßnahmen für die Bewohner verbunden sind, welche guten Gründe die Menschen haben, sich gegen den eigentlich gutgeheißenen ökologischen Umbau zu wehren, aber auch: an welche Interessen und Vorstellungen vom richtigen Leben das Projekt Ökologischer Umbau anknüpfen könnte.
Alle reden von der Notwendigkeit eines ökologischen Umbaus. Aber es gibt auch Widerstände, nicht nur weil er gegen die bisherige Logik ökonomischen Wachstums verstößt, sondern auch, weil die in den zurückliegenden 150 Jahren industrieller Urbanisierung erlernten Lebensweisen sich ändern müssen. Wie läßt sich, was nach gängiger Auffassung nicht miteinander vereinbar scheint, miteinander versöhnen: Ökologie und Stadt?

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Fk. I qfGesd+dd6chqqäftslcstkuelle (norberfyt.gestring@uol.deibk) (Stand: 07.11.2019)