Forschung

Forschung

Unsere Forschung widmet sich aktuellen Fragestellungen im Spannungsfeld von Sprache, Kommunikation und dem Schriftspracherwerb unter sonder- und inklusionspädagogischer Perspektive. Schwerpunkte liegen u. a. auf der:

  • sprachlich-kommunikativen Entwicklung und Beeinträchtigung der Sprache und Kommunikation
  • Diagnose und Förderung der Early Literacy als Vorbereitung auf den späteren Schriftspracherwerb
  • Bedeutung des didaktischen Konzepts der Multiliteracies in der inklusiven Bildung
  • Resilienzförderung nach Risikogeburt (u.a. mit Fokus auf die Sprachentwicklung und exekutive Funktionen)
  • Gestaltung feinfühliger und responsiver sprachlich-kommunikativer Interaktionen zwischen Lehrkräften und Lernenden
  • Inklusiven Didaktik und Unterrichtsentwicklung
  • Diagnostik und Förderkonzepten in heterogenen Lerngruppen
  • Professionalisierung pädagogischer Fachkräfte
  • institutionellen und strukturellen Bedingungen inklusiver Bildung

Dabei arbeiten wir sowohl qualitativ als auch quantitativ, theoriegeleitet und praxisbezogen sowie in enger Kooperation mit nationalem und internationalem Partner*innen.

Laufende Forschungsprojekte

Risikogeburt und Resilienz - 2see2act2gether

Interdisziplinäres Forschungsprojekt im Rahmen des Clusters "Programme für Exzellenz"

Kooperationspartner

Fakultät VI: 

Medizin und Gesundheitswissenschaften, Department für Humanmedizin, Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin und Profilinitative „Zentrum früher Entwicklung”, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Universitätsklinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Fakultät I:

Bildungs- und Sozialwissenschaften, Carl von Ossietzky 

Institut für Sozialwissenschaften

Außeruniversitäre Kooperationspartner

Max Planck Institut für Psychiatrie München

Klinik für Radiologie, Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München

Hochschule für Musik Saarland

Bremer Initiative zur Stärkung  

Finanzierung

Land Niedersachsen (MWK)

VolkswagenStiftung

Laufzeit

01.10.2025 - 30.09.2029

Projektbeschreibung

Mit den gestiegenen Überlebenschancen durch die verbesserte neonatale Versorgung haben die Risiken für physische, kognitive, sprachliche, motorische und sozio-emotionale Entwicklungsauffälligkeiten nach einer Frühgeburt zugenommen. Die individuelle Variabilität frühkindlicher Entwicklungsverläufe wird maßgeblich durch die Fähigkeit des Kindes zur lernenden Auseinandersetzung mit Umweltreizen beeinflusst. Resilienz entsteht durch eine positive Anpassung an herausfordernde Lebenssituationen (Masten et al., 2023). Die positiven Effekte des Einsatzes von alltagsnahen, elementaren musikpädagogischen Interventionen auf die Regulationsfähigkeiten Frühgeborener im Kontext der Neugeborenenintensivstation sowie unmittelbar nach der Entlassung aus dem Krankenhaus konnten erfolgreich nachgewiesen werden (Bieleninik, 2016; Clemencic-Jones et al., 2024). Allerdings fehlen Forschungsbefunde in diesem Kollektiv im Vorschulalter. 

Ziele der interdisziplinären Studie „2see2act2gether” sind somit, 

i) Resilienz in einem Kollektiv Risikogeborener im Vorschulalter messbar zu machen, und 

ii) die Effekte ganzheitlicher Fördermaßnahmen auf die Ausprägung resilienzrelevanter Kompetenzen zu evaluieren, wie die Sprach- und Aufmerksamkeitsentwicklung. 

Neben den üblichen standardisierten psychologischen Entwicklungstestungen werden Marker der Hormonregulation, epigenetische Profile und bildgebende Verfahren erhoben. 

Weitere Informationen finden Sie unter dem folgenden Link: uol.de/aktuelles/feature/interdisziplinaritaet-setzt-impulse/risikogeburt-und-resilienz

Abgeschlossene Forschungsprojekte

Erzähl- und Lesekompetenz erfassen und fördern – Entwicklung einer digitalen Prozessdiagnostik mit integriertem adaptiven Förderkonzept für den Elementar- und Primarbereich (EuLe-F)

Kooperationspartner

Institut für Sonderpädagogische Entwicklungsförderung und Rehabilitation, Universität Rostock

Finanzierung

BMBF, Rahmenprogramm empirische Bildungsforschung, Förderbezogene Diagnostik in der inklusiven Bildung (InkBi 2)

Laufzeit

01.09.2021 – 31.08.2024

Projektbeschreibung

Im Rahmen des BMBF-geförderten Verbundprojektes EuLe-F der C. v. O. Universität Oldenburg (Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik) mit der Universität Rostock (ISER) wird das Verfahren EuLe 4-5 (Meindl & Jungmann, 2019a) digitalisiert und zu einem prozessdiagnostischen Instrument der Erzähl- und Lesekompetenzen im Übergang vom Kindergarten in die Grundschule weiterentwickelt. Darauf aufbauend werden adaptive Fördermöglichkeiten für die Bereiche Erzählkompetenzen, Schriftwissen, Wortbewusstheit, Schriftbewusstheit und Buchstabenkenntnis konzipiert. Projektziel ist die Verbesserung der diagnosegeleiteten, evidenzbasierten Literacyförderung im Elementar- und Primarbereich. Die förderdiagnostischen Materialien werden unter Berücksichtigung der Einschätzungen der pädagogischen Fach- und Lehrkräfte optimiert und in den Bildungsinstitutionen implementiert. Dieser Prozess wird durch formative Evaluation begleitet. Zudem wird im Rahmen der summativen Evaluation überprüft, inwiefern die Kinder in ihren frühen literalen Kompetenzen von der adaptiven Förderdiagnostik profitieren.

Webseite des Projekts EuLe-F

EuLe-F Fördermaterialien

Inklusive Lehr- und Lernsettings im Sachunterricht (ILLSU)

Kooperationspartner

Institut für Pädagogik (Prof. Dr. Maja Brückmann), Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik (Prof. Dr. Anna-Maria Hintz), C.v.O. Universität Oldenburg

Finanzierung

Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Hochschulpakt 2020, Förderprogramm: Innovative Lehr- und Lernkonzepte: Innovation Plus

Laufzeit

01.10.2021 bis zum 30.09.2022

Projektmitarbeiterinnen

  • Lisa Federkeil (Schwerpunkt: Unterstützte Kommunikation und Sprachsensibler Unterricht)
  • Madeleine Morhardt (Schwerpunkt: Strukturierung von Lernangeboten)

Projektbeschreibung

Ziel des Projekts „Inklusive Lehr- und Lernsettings im Sachunterricht“ (ILLSU) ist es, das Modul isb243 „Inklusive Lehr-Lernsettings gestalten und evaluieren“ gemeinsam für Studierende der Sonderpädagogik und des Sachunterrichts zu entwickeln und zu evaluieren, um Studierende zukünftig besser auf den Unterricht in inklusiven Lernsettings vorzubereiten.

Im Fokus steht die Entwicklung eines innovativen Lehrkonzepts, welches das Fach Sachunterricht unter inklusionsbezogenen Blickwickeln stärkt und die Ausbildung professioneller Handlungskompetenzen der Studierenden forschungsbasiert, prozess- und produktorientiert begleitet. Um zukünftig den Bedarfen möglichst aller Schülerinnen und Schüler (SuS) einer Lerngruppe auch bei hoher Diversität professionell begegnen zu können, sollen u.a. Foki auf die Strukturierung von Lernangeboten durch gemeinsame Grundwerte und darauf aufbauende Gruppen- und Gesprächsregeln, Classroom Management in Anlehnung an den Positive Behavior Support (Carr et al., 2002) sowie relevante Methoden zur Gestaltung eines sprachsensiblen (Leisen, 2013), sprachförderlichen bzw. sprachheilpädagogischen Fachunterrichts (Reber & Schönauer-Schneider, 2019) bis hin zum Einsatz von Unterstützter Kommunikation (UK) und digitaler Medien (Willke, 2014) im Rahmenkonzept des Scaffoldings (Gibbons, 2002) gelegt werden.

(Stand: 09.05.2026)  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p98403
Zum Seitananfang scrollen Scroll to the top of the page