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Differenzverhältnisse  – Schriftenreihe des Centers for Migration, Education and Cultural Studies (CMC) an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Historische und gesellschaftliche Prozesse führen zur Herstellung von Unterschieden und Unterscheidungen, die in unterschiedlicher Weise macht- und bedeutungsvoll werden können. Dabei geht es auch um soziale Kategorisierungen und um soziale Konstruktionen von Großgruppen (etwa um Vorstellungen und Praxisformen zu sozialer Klasse/Schicht, Ethnie/Nation/Kultur, Geschlecht/Sexualität, Behinderung/Beeinträchtigung oder Generation/Alter), und meist sind die Einteilungen entlang solcher Unterschiede für die davon betroffenen Menschen mit Benachteiligungen und Einschränkungen bzw. – gewissermaßen auf der jeweils ‚anderen Seite‘ – mit Privilegien verbunden.

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Die Beiträge der Schriftenreihe beziehen sich auf solche Differenzverhältnisse und thematisieren sie kritisch aus unterschiedlichen Perspektiven: Texte aus den Erziehungs- und Bildungswissenschaften (z. B. Sozialpädagogik, Migrationspädagogik), den Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften (z. B. Anglistik/Amerikanistik, Germanistik/Deutsch als Zweitsprache, Materielle Kultur) oder den Sportwissenschaften, wobei interdisziplinäre Verbindungen und transdisziplinäre Überschreitungen vielfach vorkommen und sich als weiterführend erweisen.

Herausgegeben wird die Reihe von Angela Janssen und Rudolf Leiprecht (Diversitätsbewusste Sozialpädagogik), Martin Butler (Amerikanistik), Karen Ellwanger (Materielle Kultur) und Ulrike Koopmann (Migration und Bildung).

Differenzverhältnisse

Diaspora – Religion – Politik Die Rolle der Religion und Politik bei der Identitätsentwicklung von Muslim*innen in einer mediatisierten und globalisierten Migrationsgesellschaft.

Abdulkadir Coban (Hrsg)
Differenzverhältnisse, 12
BIS-Verlag, Oldenburg 2022
ISBN 978-3-8142-2401-5

Abstract

Längst ist die Diskussion über Menschen mit sog. „Migrationshintergrund“ nicht mehr auf ihre Herkunft oder den Grund der Migration begrenzt. Die Religion und die damit zusammenhängenden Aus- und Eingrenzungsdynamiken nehmen den Fokus des Diskurses ein. Ob die Religion der jeweiligen Gruppe eine integrationsfördernde oder -behindernde Funktion in ihrer Eingliederung in die Mehrheitsgesellschaft ausübe steht immer wieder zur Debatte, ob diese dazu gehöre oder nicht, ist als Frage Anlass für hitzige politische Auseinandersetzungen. In Hinblick auf die Bürger*innen mit muslimischer Religionszugehörigkeit haben die Diskussionen insbesondere nach dem 11. September 2001 eine neue Dynamik gewonnen. Zum einen erlebten/erleben viele Länder, darunter auch europäische, den Aufstieg religiösextremistischer Gruppierungen mit – vermeintlich – islamistischer Prägung. Zum anderen wurde eine anti-muslimische Diskriminierung salonfähiger. Vor diesem Hintergrund befasst sich das vorliegende Buch mit dem Zusammenhang von Religion, Diaspora und Bildung und gibt Einblicke anhand Interpretationen von Untersuchungen sowie tiefgreifender Analyse aktueller politischen Ereignisse.“

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Scham in der diskriminierungskritischen Bildungsarbeit.

Mia Adrian
Differenzverhältnisse, 11
BIS-Verlag, Oldenburg 2022
ISBN 978-3-8142-2398-8

Abstract

Scham ist höchst ambivalent, meist unsichtbar und gesellschaftlich tabuisiert. Als unangenehm erlebte emotionale Reaktion geht sie mit dem Bewusstwerden eines eigenen Scheiterns an normativen Vorstellungen einher. Damit wird sie bedeutsam für die Gestaltung gesellschaftlicher Zusammenhänge, für soziale Interaktionen, die Entwicklung des eigenen moralischen Selbst und den Schutz der eigenen Würde. Sie ist ebenso Bestandteil emotionaler Erfahrungen im Kontext von Diskriminierung als auch pädagogische Einflussgröße und Gegenstand von Lern- und Entwicklungsprozessen. Die vorliegende qualitative Studie widmet sich diesem Zusammenhang und untersucht die Bedeutung von Scham für Lehr-Lernprozesse in der diskriminierungskritischen Bildungsarbeit. Mit den Phänomenen Diskriminierungsscham, Privilegierungsscham und Beschämung werden unterschiedliche Facetten von Scham, ihre Anlässe, Erscheinungsformen, Bedingungen, Wirkungsweisen und darauf bezogene Handlungsstrategien beleuchtet. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse dienen als Grundlage zur Formulierung von Vorschlägen für eine transformative und schamsensible Bildungspraxis, welche die "Risiken" der Scham kennt und ihre "Potentiale" im Sinne einer kritisch-emanzipatorischen Bildung zu fördern weiß.

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Klassismus im Studium der Pädagogik und Sozialen Arbeit

Mathilda Rieck
Differenzverhältnisse, 10
BIS-Verlag, Oldenburg 2021

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Differenzerfahrungen im Bildungssystem

Nico Noltemeyer
Differenzverhältnisse, 9
BIS-Verlag, Oldenburg 2021
ISBN 978-3-8142-2395-7

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Der NSU-Komplex

Lucia Bruns
Differenzverhältnisse, 8
BIS-Verlag, Oldenburg 2019
ISBN 978-3-8142-2381-0

Abstract

Die vorliegende Untersuchung fragt nach den Deutungen der Rolle der akzeptierenden Jugendarbeit mit rechten Jugendcliquen im NSU-Komplex innerhalb der Sozialen Arbeit. Die folgenden Unterkapitel legen für diese Auseinandersetzung ein begriffliches, theoretisches und konzeptionelles Fundament. Im ersten Unterkapitel wird auf den Begriff des NSU-Komplexes eingegangen, der einen basalen Stellenwert in der Betrachtung einnehmen wird. Außerdem wird ein Verständnis darüber benötigt, was unter dem Ansatz der akzeptierenden Jugendarbeit mit rechten Jugendcliquen verstanden wird. Dafür werden im zweiten Unterkapitel zunächst Heitmeyers Theo¬retisierungen über rechtsextreme Orientierungen und Gewalt dargelegt, die er in dem Desintegrations-Theorem sowie seinen Thesen zu Modernisierung und Individualisierung erläutert hat. Das Desintegrations-Theorem bildet die soziologische Grundlage des Ansatzes der akzeptierenden Jugendarbeit (vgl. Reimers 2013: 36; vgl. Hammerbacher 2015: 43). Das dritte Unterkapitel geht näher auf die akzeptierende Jugendarbeit mit rechten Jugendcliquen nach Franz Josef Krafeld ein, da dieser als „theoretische[r] Kopf“ (Hammerbacher 2015: 43) jenes Ansatzes gilt. Im darauffolgenden vierten Unterkapitel wird die Umsetzung der akzeptierenden Jugendarbeit im AgAG veranschaulicht. Die akzeptierende Jugendarbeit und dessen Modifikation in Ostdeutschland im Rahmen des AgAG war nicht unumstritten, sondern bildete den Gegenstand einer zeitgenössischen Fachdebatte in den 1990er Jahren, die im fünften und letzten Unterkapitel dargestellt wird.

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Im Gehäuse ‚extremistischer‘ Inhalte

Christian Pfeil (Hrsg.)                         
Differenzverhältnisse, 7
BIS-Verlag, Oldenburg
ISBN 978-3-8142-2388-9

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Junge Männer in der Migrationsgesellschaft

Hrsg.:  Leiprecht/ Langerfeldt
Differenzverhältnisse, 6
BIS-Verlag, Oldenburg 2019
ISBN 978-3-8142-2380-3

Abstract

Der vorliegende Band berichtet über unser Forschungsprojekt zu Männlichkeit, Diskriminierung und Diversitätsbewusstsein. Befragt haben wir männliche Jugendliche bzw. junge Männer in der Migrationsgesellschaft; sowohl mit als auch ohne sog. ‚Migrationshintergrund‘. Das Projekt wurde in der Tradition quantitativer Sozialforschung durchgeführt, wobei wir versucht haben, sowohl methodisch als auch in der Ergebnispräsentation etwas andere Wege zu gehen. Auch unsere Ergebnisse bestätigen, dass die Befragten mit einem sog. ‚Migrationshintergrund‘ in Bezug auf Diskriminierungserfahrungen im Durchschnitt einen deutlich anderen Möglichkeitsraum haben als männliche Jugendliche/junge Männer ohne ‚Migrationshintergrund‘: Bei fast der Hälfte der Befragten mit Migrationshintergrund‘ wird deutlich, dass sie im Alltag diskriminierende Situationen erleben, Erfahrungen, die die Befragten ohne ‚Migrationshintergrund‘ nur in Ausnahmefällen machen. Beim Vergleich unserer Daten zu männlichen Befragten mit ‚Migrationshintergrund‘ mit uns zur Verfügung gestellten Daten zu weiblichen Jugendlichen/jungen Frauen mit ‚Migrationshintergrund‘ zeigt sich, dass männliche Jugendliche/junge Männer in einem größeren Umfang als weibliche Jugendliche/junge Frauen deutlich machen, diskriminierende Situationen erlebt zu haben. Zudem zeigt sich bei den männlichen Befragten, dass die Verhältnisse in Bezug auf Männlichkeitskonstruktionen komplexer und uneinheitlicher sind, als dies gemeinhin angenommen wird. Insgesamt fordern unsere Ergebnisse dazu heraus, genauer und differenzierter hinzuschauen, und sie liefern eine Vielfalt an Material, um unzulässigen Verallgemeinerungen entgegenzutreten.

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Kontaktstudium als Anerkennungsraum

Hrsg.:  Gereke/Walther/Schulz-Kaempf/Leiprecht
Differenzverhältnisse, 5
BIS-Verlag, Oldenburg 2019
ISBN 978-3-8142-2376-6

Abstract

Dieser Band berichtet von der Geschichte und Aktualität einer universitären Weiterbildung,die sich – im Kontext von (sozial-)pädagogischen Themenfeldern und Inhalten – an Geflüchtete und Migrierte richtet, neun bis zehn Monate umfasst und seit 2004 nahezu jedes Jahr vom Oldenburger Institut für Pädagogik angeboten wird. Aufbauend auf diese Weiterbildung Kontaktstudium wurde zudem ein Bachelorstudiengang entwickelt, der heute den Namen Pädagogisches Handeln in der Migrationsgesellschaft (PHM) trägt und nicht wie üblicherweise drei Jahre umfasst, sondern auf zwei Jahre angelegt ist. Dabei werden Vorqualifikationen im Bereich der Erziehungswissenschaft/Pädagogik aus dem Studium im Herkunftsland oder andere Leistungen, z. B. aus der Weiterbildung Kontaktstudium,anerkannt. Die Angebote zielen insgesamt auf eine stärkere migrationsgesellschaftliche Öffnung der Universität Oldenburg und anderer Hochschulen. Beide Elemente – also Weiterbildung und Studiengang – werden zudem als spezifische Möglichkeitsräume gesehen, in denen Anerkennung in besonderer Weise erfahrbar werden soll und über die „Brücken“ gebaut sowie Türen geöffnet werden sollen zu neuen und „alten“ Berufs-, Bildungs- und Lebenswegen.

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[BIS intern]   (Stand: 20.07.2022)