Forschung

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Forschungsprojekte

Makroplastik

Die zunehmende Verschmutzung der Meere mit langlebigem Plastikmüll ist ein globales Problem mit tiefgreifenden Auswirkungen auf die Meeresökosysteme. Niedersachsens Küsten und Inselstrände sind von diesen Entwicklungen besonders betroffen. Ein interdisziplinäres Konsortium der Universität Oldenburg, bestehend aus physikalischen Ozeanographen, Geoökologen und Umweltplanern, wird diese Problematik umfassend aufgreifen, mit dem Ziel eine solide wissenschaftliche Grundlage der Quellen, Verteilungswege und Anreicherungsgebiete zu erarbeiten.

Weitere Informationen erhalten Sie über die Projektseite und über die Info-Seite.

Neophyta

Der globale Handels- und Reiseverkehr erleichtert es immer mehr Pflanzenarten, neue Lebensräume zu erschließen. Viele dieser so genannten Neophyten sind harmlos, richten keine Schäden an und fügen sich problemlos in die bestehende Umwelt ein. Verdrängen diese Arten einheimische Arten oder verändern die Lebensräume, so dass andere Arten beeinträchtigt werden, werden sie als invasiv bezeichnet.  

Als stark angepasste Arten der Lebensräume Strand, Düne oder Salzwiese sind die Pflanzen der Ostfriesischen Inseln möglicherweise besonders gefährdet von solchen Lebensraumveränderungen bis hin zum völligen Lebensraumverlust. Das Vorkommen invasiver Neophyten ist dort seit den 2000er Jahren bekannt und dokumentiert. Unser Forschungsprojekt widmet sich der Frage inwieweit sich invasive Neophyten auf die Biodiversität und Stabilität der Ökosysteme auswirken und versucht neue Wege für das Management von invasiven Arten aufzuzeigen.

Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Projektseite.

Seegraswiesen

In einen Kooperationsprojekt mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN-Betriebsstelle Oldenburg/Brake) erfolgen die Arbeiten zum Thema „Seegras unter Stress – Standort- und Habitatanalyse zur Ermittlung des Resilienz-Potenzials“ (SeeUS).

Seegräser (Zostera noltei und Zostera marina) eignen sich aufgrund ihrer besonderen Bedeutung im Ökosystem Wattenmeer und ihrer Sensibilität gegenüber Umweltbelastungen als sehr guter Bewertungsparameter gemäß der EU-Wasserrahmenrichtlinie. Zur Erfassung und Bewertung der niedersächsischen Seegrasvorkommen werden alle 6 Jahre Gesamtkartierungen im Wattenmeer durchgeführt. Der Vergleich von 2019 zum Jahr 2013 ergab einen Rückgang der Gesamtfläche der Seegraswiesen von ca. 75%; der Rückgang dichter besiedelter Flächen erreichte sogar um ca. 85%. Da die Einflussgrößen, die zu diesem starken Rückgang führten, zurzeit nicht genauer eingegrenzt werden können, ist zum besseren Verständnis des Rückgangs und seiner Ursachen die Durchführung wissenschaftlicher Untersuchungen dringend erforderlich. Das Projekt hat das Ziel, die Standorteigenschaften und Umweltbelastungen an ausgesuchten Seegraswiesen-Standorten an der niedersächsischen Küste zu erfassen sowie die Vitalität der Seegräser im Gelände und im Labor zu bestimmen. 

Weitere Informationen erhalten Sie demnächst auf unserer Projektseite.

 

(Stand: 26.08.2021)