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Der "Müllkoffer"

Die Idee

Anfang 2018 wurde unser interdisziplinäres Forschungsprojekt “Makroplastik in der südlichen Nordsee” für den regionalen Preis “Frieslands Helden der Heimat” (verliehen von der Gertrud und Hellmut Barthel Stiftung in Varel) vorgeschlagen. Um die Nominierung anzunehmen, sollte man einen in sich geschlossenen Projektplan vorweisen, für dessen Umsetzung das etwaige Preisgeld genutzt werden würde.

Seit Beginn des Forschungsprojekts (2016) hatte uns eine Vielzahl Einladungen zu öffentlichen Veranstaltungen erreicht, bei denen wir Jung und Alt Informationen zur Verschmutzung der Meere mit Plastikmüll vermittelten – in Form von Vorträgen, Podiumsdiskussionen oder auch interaktiven Info-Ständen. Da wir aus Zeitgründen gar nicht alle Einladungen annehmen konnten, und uns bewusst war, dass das Projekt in 2020 enden würde, entstand der Wunsch, etwas Nachhaltiges zu hinterlassen. Da immer wieder auch Schulen und Umweltorganisationen im Rahmen von Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche an uns herangetreten waren, lag es nahe, den Fokus auf die jüngere Generation zu legen. So formte sich unsere Idee, ein Sammelsurium an wissenschaftlich fundierten Materialien zum Thema Meeresmüll zusammenzustellen, inklusive Experimenten, Spielen und Anregungen für Exkursionen. Dieses Material sollte vor allem Lehrer*innen als Basis zur Gestaltung ihres Unterrichts dienen. Unsere Idee nannte sich Projekt „Müllkoffer“. Um den direkten Bezug zur Region Friesland zu schaffen, konnten wir den Mellumrat e.V. als Partner gewinnen; das Lernlabor Wattenmeer der universitätseigenen Biologiedidaktik sollte wiederum die pädagogisch-didaktische Ausarbeitung des Materials unterstützten.

Die Umsetzung

Mit diesem Konzept erhielten wir im Juni 2018 den 2. Preis in der Kategorie „Umweltschutz“ und somit EUR 5,000 zur Verwirklichung des Projekts „Müllkoffer“. Kurz zuvor hatten wir die frischgebackene Abiturientin Mayra Lenz eingestellt, die ein „Freiwilliges wissenschaftliches Jahr“ (2018-19) in unserem Forschungsprojekt absolvieren wollte. Ihr vertrauten wir die Aufgabe an, einen Prototyp des „Müllkoffers“ zusammenzustellen und zu testen, was sie bis zum Abschluss ihres FWJs vorbildlich meisterte. Dieser Prototyp wurde auf Basis des erhaltenen Feedbacks nachträglich überarbeitet und ergänzt, sowie von einem auf sieben „Müllkoffer“-Exemplare erweitert.

Das Ziel

Die fertige Aktionsbox „Müllkoffer“ widmet sich der Aufklärung von Kindern und Jugendlichen über die Plastikproblematik im Meer, um einen nachhaltigen Umgang mit dieser Thematik zu fördern. Dabei soll Plastik nicht verteufelt werden! Es ist ein genialer Wertstoff, der in vielerlei Hinsicht zu unserem modernen Lebensstandard beiträgt. Dennoch ist die Verschmutzung unserer Umwelt mit Müll, insbesondere mit Plastik, ein wachsendes Problem unserer Zeit und mit vielen weiteren Aspekten wie z.B. unserem generellen Verhältnis zur Natur oder unserem Kauf- und Konsumverhalten verbunden. Die Kinder und Jugendlichen sollen nach der Bearbeitung der Aufgaben und Experimente besser informiert sein, und die Erkenntnis gewinnen, dass ihr Handeln als Konsument und Mitbürger einen Einfluss hat und etwas bewirken kann.

Zum Schluss

Der Verleih erfolgt kostenlos und wird mit der jeweiligen Organisation abgesprochen. Die Ausleihe und Rückgabe muss selbständig organisiert werden und erfolgt ausschließlich auf Kosten der/des Ausleihenden.

Bei Schaden oder Verlust der enthaltenen Gegenstände, oder bei der Notwendigkeit des Wiederauffüllens wird darum gebeten, dies der verleihenden Organisation mitzuteilen, damit aus den restlichen Projektgeldern für Ersatz gesorgt wird.

Die bisherige Resonanz auf das Bildungsangebot ist überwältigend positiv, was wiederum das große, öffentliche Interesse an der Thematik Meeresmüll sowie die Notwendigkeit von Aufklärungs- und Bildungsmaßnahmen widerspiegelt. Wir sind gespannt, wie es sich in Zukunft weiterentwickeln wird…

ICB855v1M-Wertbmajsster (sibet.dbjlriexmyilinger@uol.deliaq+) (Stand: 10.03.2020)