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Prof. Dr. Michael Feldhaus

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SEAS – Health One

Häusliche Intensivpflege: aktuelle Herausforderungen für Familien und Pflegedienste

(SEAS – H1 ist ein Subprojekt des von der Universität Oldenburg gegründeten und geförderten SEAS – Projekts)

Die Lebenserwartung hat sich in Deutschland in den letzten Jahrzehnten stetig erhöht. Mit dieser Entwicklung geht allerdings auch einher, dass (chronische) Erkrankungen zunehmen und immer mehr Menschen pflegebedürftig werden. Durch den Einsatz ambulanter Pflegedienste und durch die Entwicklung unterstützender Pflegetechnologien hat auch die häusliche Intensivpflege an Bedeutung gewonnen. Einen besonders hohen pflegerischen und technischen Betreuungsbedarf weisen invasiv beatmete Patientinnen und Patienten auf, deren Anteil ebenfalls in den letzten Jahren zugenommen hat. Die Pflege von Beatmungspatientinnen und -patienten stellt je nach Krankheitsverlauf sehr hohe Anforderungen an die Familienangehörigen, die professionellen Pflegedienste und an den Einsatz von Pflegetechnologien (z.B. Beatmungs- und Kommunikationstechnologien). Der bisherige Forschungsstand zeigt, dass sich nur wenige Studien mit der Lebensqualität und der sozialen Situation von Beatmungspatientinnen und -patienten und ihren Familien befassen.

Die vorliegende Studie untersucht die Pflegesituation und die soziale Einbettung von beatmeten Patientinnen und Patienten:

  • Wie organisieren Familien in der häuslichen Intensivpflege den familialen Alltag?
  • Wie gestalten Eltern und ihre (erwachsenen) Kinder das Familienleben?
  • Wie erfolgt die außerhäusliche soziale Einbettung der Familienmitglieder?
  • Wie gestaltet sich das Zusammenspiel mit den Pflegediensten und dem Pflegepersonal?
  • Welche Technologien kommen zur Unterstützung zum Einsatz und wo liegen weitere Bedarfe?
  • Welche aktuellen Herausforderungen und Barrieren ergeben sich für die häusliche Intensivpflege und deren Familien?

Mittels eines ethnografischen Forschungsansatzes sollen diese Forschungsfragen beantwortet werden. Hierzu erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit der Abteilung „Assistenzsysteme und Medizintechnik“ des Departments für Versorgungsforschung der Universität Oldenburg.

(Stand: 30.04.2021)