Flankierende Maßnahmen

Flankierende Maßnahmen

Um adäquater auf die Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten eingehen bzw. bei geringer Gesundheitskompetenz unterstützen zu können, sollte die Kommunikationskompetenz der Gesundheitsprofessionen in Versorgungsorganisationen gefördert werden. Neben dem Kommunikationstraining sollten flankierende Maßnahmen mit dem Ziel verwendet werden, die organisationale Gesundheitskompetenz über die Schulung des Personals hinaus zu stärken.

Im  PIKoG-Projekt wurden daher folgende flankierende Maßnahmen partizipativ mit Mitarbeitenden der teilnehmenden Kliniken entwickelt und implementiert:

Poster und Handzettel

Es wurden Poster zu verschiedenen Gesprächstechniken entwickelt und auf den Stationen der teilnehmenden Kliniken implementiert. Die Handzettel fassen die wichtigsten Aspekte verschiedener Gesprächstechniken zusammen und wurden an die Mitarbeitenden der teilnehmenden Kliniken verteilt. Das Format der Handzettel entspricht einer Visitenkarte und kann daher griffbereit in der Kittel- bzw. Kasacktasche verstaut werden.

Türschilder

Um Gesprächsorte zu kennzeichnen und Störungen während eines Gespräches mit Patientinnen und Patienten zu minimieren, wurden drei verschiedene Türschilder entwickelt und den Mitarbeitenden der teilnehmenden Kliniken zur Verfügung gestellt.

Die Türschilder werden nach Gesprächsanlass ausgewählt und können vor einem Gespräch gut sichtbar an der Türklinike befestigt werden.

Flyer

Gute Gesundheitsinformationen zu finden, ist häufig eine besondere Herausforderung für Patientinnen und Patienten. Um die Suche nach guten Gesundheitsinformationen zu erleichtern, können Patientinnen und Patienten den Flyer "Gesundheitsinformationen-verstehen,abwägen,entscheiden" vom IQWIG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) zur Hilfe nehmen. Der Flyer ist sowohl in den Wartebereichen der teilnehmenden Kliniken als auch unter gesundheitsinformation.de zu finden.

Ebenfalls haben wir den Flyer "Liegt Ihnen was auf der Zunge" mit Unterstützung des IQWIGs (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) entwickelt und implementiert. Da es bei einem Arztgespräch hektisch sein kann und Gespräche oft kurz sind, beinhaltet der Flyer mögliche Fragen, die bei einem Arztbesuch wichtig sein können. Denn vorher die wichtigsten Fragen festzuhalten, hilft Antworten zu bekommen. Insgesamt ist eine Frageliste mit acht  Frage zur Erkrankung und Behandlung zusammengestellt worden. Diesen Flyer mit einem Notizblock erhalten die Patientinnen und Patienten der teilnehmenden Kliniken vor Ort. Der Originalflyer ist unter gesundheitsinformation.de zu finden.

(Stand: 11.11.2021)