Altes Testament und Biblische Archäologie
Team
Lehrstuhlinhaber:
Wissenschaftliche Mitarbeitende:
Wissenschaftliche Mitarbeitende in (Drittmittel-)Forschungsprojekten und Fellows
- Dr. Kishiya Hidaka (SNF Mobility Grant)
- Dr. Jordan Davis (AnHuNav)
- Dr. Nitsan Shalom (Gerda Henkel Stiftung)
- Dr. Yair Segev (Gerda Henkel Stiftung)
- Fabian Shehu (Schwarz Fellowship)
- Mareike Duin (Promotionsprojekt)
- Dr. Gad Barnea (Senior Research Fellow "Hebrew Bible and Digital Humanities")
Sekretariat:
Lehrbeauftragte:
Carl von Ossietzky-Gastdozenturen am Lehrstuhl:
- Dr. Gad Barnea, University of Haifa (Israel) (Wintersemester 2023/24)
- Dr. Nitsan Shalom (Sommersemester 2026)
Studentische Hilfskräfte:

Presse und Öffentlichkeitsarbeit
- Pressemitteilung der EKD: Benedikt Hensel zum Direktor des Deutschen Ev. Instituts für Altertumswissenschaft Jerusalem berufen
Pressemitteilungen der UOL zum Alten Testament und Prof. Dr. B. Hensel
- Instagram-Kanal des Alten Testaments in Oldenburg: https://www.instagram.com/unioldb.at.
- Pressemitteilung zur Grabungsleitung von Prof. Dr. B. Hensel der UOL vom 18. Juli 2023
- Bericht über die Grabung und Summer School 2023 in der MoX (18. Juli 2023)
Altes Testament und Biblische Archäologie
Das Alte Testament stellt den ersten, umfangreicheren Teil der christlichen Bibel dar. Die ursprünglich Hebräisch verfassten Schriften bilden die Grundlage und den Mittelpunkt des Faches. Den Studierenden wird Kenntnis und Zugang zum Verständnis der bedeutendsten Texte und Themen dieser Schriftensammlung vermittelt, zudem wird die Geschichte Israels und Judahs sowie des antiken Judentums in ihren historischen, religionsgeschichtlichen und kulturgeschichtlichen Kontexten erschlossen.
Da das Alte Testament insgesamt über einen Zeitraum von rund tausend Jahren entstanden ist und auch die meisten Einzelschriften einen längeren Entstehungsprozess durchlaufen haben, erfolgt deren sachgerechte Erschließung in historischer Perspektive: Die Studierenden werden mit historisch-kritischen Methoden vertraut gemacht, um die Texte als Produkte ihrer Zeit verstehen zu lernen, die unter bestimmten historisch-politischen, sozialen und religionsgeschichtlichen Bedingungen verfasst sowie von der Umwelt geprägt oder in kritischer Auseinandersetzung mit dieser geschrieben wurden.
Neben das historisch-kritische Instrumentarium treten auch biblisch-archäologische, historische, religions- und kulturgeschichtliche sowie literaturwissenschaftliche Ansätze zur Texterschließung und das hermeneutische Interesse an der bleibenden Bedeutung des Alten Testamentes.
Ziel der Beschäftigung mit den kanonischen Schriften des Alten Testamentes ist es wahrzunehmen, dass und wie die Verfasser ihre Welt und Geschichte theologisch deuten und dabei unterschiedliche theologische Stimmen in diesem Schrifttum zu erkennen. Auf dieser Grundlage lässt sich dann ein gegenwärtiges Verständnis und eine aktuelle Relevanz der Texte reflektieren, insbesondere im Blick auf den Religionsunterricht.
Der hebräische Kanon bildet einerseits die Grundlage jüdischen Glaubens, so dass die Beschäftigung mit ihm eine Verbindung hin zu jüdischen Auslegungstraditionen und zur Judaistik herstellt. Andererseits waren die ins Griechische übersetzten Schriften die Bibel des frühen Christentums, so dass das Alte Testament als Traditionshintergrund vielfach ein vertieftes Verständnis des Neuen Testamentes eröffnet.
Forschungsprofil
Forschungsschwerpunkte
Im Zentrum der Forschung von Benedikt Hensel stehen neben der literaturgeschichtlichen Erforschung des Alten Testaments drei zentrale und über internationale Projekte intensiv bearbeitete Forschungsbereiche:
- Die Digitale Biblische Archäologie und Digitale Altertumswissenschaften des östlichen Mittelmeerraums, welche die Biblische Archäologie, die digitale Kulturerbeforschung (eCultural Heritage and Advanced Technologies) und die Digitale Archäologie und Altertumswissenschaften der Südlevante umfassen (Projekte und Forschungen werden gebündelt in DAO – Digitale Altertumswissenschaften Oldenburg | Digital Ancient Studies Oldenburg an der UOL)
- Die Geschichte und Religionsgeschichte Israels und des antiken Judentums (hier geht es zur entsprechenden Forschung) im Kontext der altorientalischen und antiken Welt. Merkmal der Oldenburger Forschungen sind dabei a) der historische Schwerpunkt auf der Erforschung der Pluralität und regionalen Vielfalt des antiken Judentums (ab dem 6. Jh.v.Chr.) in Kombination, b) mit einem konsequenten methodologischen Zugang über die Materialität und Archäologie des antiken Judentums.
- Die Theologie und Hermeneutik der Hebräischen Bibel und des Alten Testaments (hier geht es zur entsprechenden Forschung).
Forschungsexpertise
- Biblische Archäologie, (digitale) Altertumswissenschaften des östlichen Mittelmeerraums, digitale Kulturerbe-Forschung und die digitale Archäologie in der Südlevante
- Religionsgeschichte und Geschichte Israels (Schwerpunkt 8.-1. Jh.v.Chr.)
- Geschichte und Identitätskonstrutkionen des entstehenden/frühen Judentums (persische und hellenistische Zeit) im Kontext antiker Kulturen
- Literaturgeschichte des Alten Testaments, im Speziellen des Penta-/Hexateuchs und des DtrG
- Theologie des Alten Testaments, biblische Theologie und (gesamt-)biblische Hermeneutik
- Kulturgeschichtliche, – wissenschaftliche und -anthropologische Ansätze
- Transjordanien und sein Einfluss auf die Südlevante
- Methodologische Reflexion literaturgeschichtlicher und archäologischer Ansätze
- (Reichs-)Aramäische, hebräische und griechische Epigraphik
Forschung: Projekte
Laufende internationale Forschungsprojekte
- Forschungsprojekt „AnHuNav – Animal and Human Navigation in the Ancient Southern Levant: An Interdisciplinary Project on Spatial Perception, Route Formation, and Orientation between Environmental Knowledge and Textual Tradition (Iron Age to Roman Imperial Period)” (seit 2026)
- Forschungsprojekt „Hazor digital (Digitale Archäologie)” (seit 2024)
- Forschungsprojekt „Resettlement of Ruins and Memories in the Making. A Case Study on Hazor and the Shaping of Early Israelite Identities during the Iron Age” (Gerda Henkel-gefördertes Projekt im „Lost Cities“-Schwerpunkt; Projektleitung Benedikt Hensel; Projektpartner: The Hebrew University of Jerusalem) (seit 2024)
- Forschungsprojekt „Hazor Excavations - Israels größte archäologische Ausgrabung” (Co-Director; interdisziplinäres und internationael Großprojekt mit der Hebrew University of Jerusalem, Israel) (seit 2023)
Buchprojekte
Derzeitige Buchprojekte im Bereich Biblischen Archäologie und Antikes Judentum von Benedikt Hensel (Monographien):
- Archäologischer Reiseführer zum Alten Israel, Kröner Verlag: Stuttgart
- Archäologie der Südlevante. Studienbuch zur biblischen Archäologie von der Eisenzeit bis in die
hellenistische Epoche (Neue Theologische Grundrisse), Mohr Siebeck: Tübingen - Lehrbuch zum Antiken Judentum, de Gruyter Studium (gemeinsam mit Stefan Beyerle)
Aktuelles
Benedikt Hensel zum Direktor des Deutschen Ev. Instituts für Altertumswissenschaft Jerusalem berufen
Oldenburger Professor für Altes Testament tritt das Amt in Jerusalem zum 1. Januar 2027 an!
Benedikt Hensel ist zum neuen Direktor des Deutschen Evangelischen Instituts für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes (DEI) in Jerusalem berufen worden. Hensel ist seit 2022 Universitätsprofessor für Altes Testament an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Er tritt sein neues Amt zum Jahresbeginn 2027 an und übernimmt damit die Leitung und Verwaltung des Instituts in Jerusalem. Einen entsprechenden Beschluss des Verwaltungsrates des DEI hat der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in seiner jüngsten Sitzung bekräftigt. Hier geht es zur EKD Pressemitteilung.





