Doktorand / Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Michael Röhrdanz

HTC

Niedersachsen macht Kohle - Innovationsverbund zur Hydrothermalen Karbonisierung (HTC)

BildBioenergetische Verfahren rücken seit etwa einem Jahrzehnt in den Fokus der Umweltforschung. Neben der Herstellung von Biogas stehen vor allem Verfahren der Kohlenstoff-Speicherung im Vordergrund wie bspw. die Pyrolyse oder HTC mit dem Ziel der Herstellung von Biokohle. Unter dem Gesichtspunkt von Nachhaltigkeit, Ökologie und möglichen Nutzungskonflikten in der Landwirtschaft wird im Rahmen des Projekts Landschaftspflegematerial verschiedener nordwestdeutscher Moorgrünland-Standorte als Ausgangssubstrat für das Verfahren verwendet.

Die HTC ist ein thermochemisches Verfahren, das innerhalb weniger Stunden aus nahezu jeder Biomasse Biokohle entstehen lässt. Bei Temperaturen um 200 °C und einem Druck von etwa 20 bar entstehen in dem leicht exothermen Prozess bei kurzen Reaktionszeiten humus- oder torfähnliche Produkte, bei längeren Zeiten (bis zu 12 Stunden) Produkte, die Braunkohle sehr ähnlich sind.

Das Forschungsprojekt wird unter der Beteiligung von sechs niedersächsischen Hochschulen, sowie zahlreichen Kooperationspartnern aus der Wirtschaft durchgeführt.

Finanzierung: Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)

Laufzeit: 01.04.2011 bis 31.10.2014

Weitere Infos zu diesem Projekt finden Sie hier.

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(Stand: 21.08.2020)