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Prof. Dr. med. Tania Zieschang

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Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fakultät VI - Medizin und Gesundheitswissenschaften
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Projekte

Abgeschlossene Projekte

ConVideo

Anwendungsbedingungen einer videobasierten Physiotherapie bei älteren Menschen im Rahmen der COVID-19 Pandemie- „ConVideo“

Ältere Menschen gehören zur Risikogruppe für einen schweren Verlauf von Covid-19 und sind daher angehalten ihr soziales Leben und auch ihre Aktivitäten des täglichen Lebens außerhalb der eigenen Wohnung möglichst stark einzuschränken. Die Reduzierung der Alltagsaktivtäten birgt die Gefahr einer Abnahme von Muskelkraft und einer Verschlechterung der funktionellen Fähigkeiten des Patienten. Obwohl gerade in so einer Situation durch Physiotherapie gezielt gegengesteuert werden könnte, meiden viele ältere Patient*innen den Kontakt zur Physiotherapie, um eine Infektion auf dem Weg zur Praxis oder in der Praxis zu verhindern.

Durch einen aktuellen Beschluss der Kassenverbände auf Bundesebene und des GKV-Spitzenverbands, besteht die Möglichkeit, Physiotherapie als Videobehandlung durchzuführen. Die Möglichkeit und Bereitschaft, älterer Menschen diese Therapieform in Anspruch zu nehmen und mögliche Barrieren sind noch nicht bekannt. Dasselbe gilt für die technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen für die Durchführung dieser Therapieform.

 Im Rahmen dieser Studie soll untersucht werden, ob und wie sich die Bereitstellung videobasierter Physiotherapie zur Aufrechterhaltung der Versorgung bei Personen ab 60 Jahren auswirkt und wie die neue Form der Therapie subjektiv von Physiotherapeut*innen und Patient*innen wahrgenommen wird bzw. welche Therapieformen sich besonders oder nicht für eine Videotherapie eignen. Ein weiteres Ziel ist die Erfassung von Aktivität, Partizipation und gesundheitsbezogener Lebensqualität vor, während und nach der Corona- Krise bzw. der damit verbundenen Einschränkungen.

Teilnehmende Physiotherapiepraxen im Raum Oldenburg werden vom Studienteam bei der Durchführung von Videotherapien bei Personen über 60 Jahren durch Bereitstellung von Hardware (Tablets mit Mobilfunkanbindung) mit entsprechender Software (Videotelefonie-Anwendung) unterstützt und erhalten eine Anleitung zur Nutzung des Systems. Zur Baseline und nach Abschluss der Studie werden anhand von Telefoninterviews soziodemografische und gesundheitsrelevante Daten sowie standardisierte Fragebögen zur körperlichen Aktivität, Lebensqualität und Partizipation erhoben zur Beurteilung der Auswirkungen der Corona-Krise auf die Patienten. Therapeut*innen dokumentieren nach jeder Therapieeinheit kurz Aspekte zur Verbindungsqualität und Durchführbarkeit der Behandlung. Die Patienten werden bei der Befragung nach Abschluss der Studie zu ihrer subjektiven Einschätzung der Videotherapie befragt.

 

Bezugspflege

Einführung einer Bezugspflege von Menschen mit Demenz

Das Projekt „Einführung einer Bezugspflege von Menschen mit Demenz“ wird vom Niedersächsischen Landesamt für Soziales, Jungend und Familie gefördert und beschäftigt sich mit der Verbesserung der Versorgung von Patienten mit Demenz durch Pflegekräfte die außerhalb des Schichtdienstes arbeiten.

Die Pflege für Patienten mit Demenz soll individuell durch den gezielten Einsatz von spezialisierten Pflegekräften, die außerhalb des Schichtdienstes arbeiten, angepasst werden.

Dazu ist auf der geriatrischen Station und im Alterstraumatologischen Zentrum des Klinikums Oldenburg eine Bezugspflege eingerichtet worden, die zum Ziel hat Menschen mit Demenz bei einem Krankenhausaufenthalt ganzheitlich zu versorgen.

Hier wollen wir die Auswirkungen der Bezugspflege auf die Betreuung dementiell erkrankter Personen untersuchen. In diesem Kontext soll die potentielle Verbesserung von Delir, Depression, kognitivem Status, Sturzhäufigkeit, Ernährungsverhalten und Verweildauer im Krankenhaus dokumentiert werden. Dazu werden die funktionellen und kognitiven Fähigkeiten sowie die Nahrungsaufnahme vor, während und zum Ende des Klinikaufenthalts erfasst. Auch die Angehörigen werden zur Bewertung der Bezugspflege befragt.

Zudem wollen wir analysieren, wie das pflegerische Team im Krankenhaus durch die Einstellung von Pflegepersonal, das bspw. aus familiären Gründen nicht mehr im 3-Schicht-Modell arbeiten kann, entlastet werden kann und wie dies die Dynamik des bestehenden Pflege-Teams beeinflusst.

MPI Covid-19

Der Multidimensionale Prognostische Index (MPI) für die Prognostische Stratifizierung älterer, hospitalisierter Patienten mit Covid-19: eine Prospektive Beobachtungskohortenstudie (MPI_Covid-19)

Im Rahmen der Studie soll die Anwendbarkeit des Multidimensionalen Prognoseindex (MPI) bei über 65-jährigen Krankenhauspatienten, die an COVID-19 erkrankt sind, untersucht werden.

Diese observationale, prospektive, multizentrische Studie wird von Frau Prof. Priv.-Doz. Dr. Dr. M. Cristina Polidori Nelles der Klinik II für Innere Medizin Universität zu Köln geleitet.

Der MPI ist ein Prognosewerkzeug zur Bestimmung des kurzfristigen und langfristigen Mortalitätsrisikos. Multizentrische Studien konnten bereits zeigen, dass der MPI eine ausgezeichnete Genauigkeit und Kalibrierung bei der Vorhersage der klinischen Ergebnisse während des Krankenhausaufenthaltes und der Dauer des Krankenhausaufenthalts aufwies.

Bis heute wurde der MPI in über 50 internationalen Studien bei über 54.000 älteren Erwachsenen validiert, die an den häufigsten chronischen und akuten altersbedingten Erkrankungen leiden, die mit einer hohen Mortalität verbunden sind.
Kürzlich wurde gezeigt, dass der MPI das klinische Ergebnis nach nicht-invasiver Beatmung bei Patienten mit Ateminsuffizienz vorhersagen kann.
Bisher liegen noch keine Studien zur Verwendung des MPI zur Vorhersage der Prognose bei älteren COVID-19-Patienten vor.

Der MPI wird anhand von Informationen berechnet, die aus einem standardisierten, umfassenden geriatrischen Assessment in acht Bereichen abgeleitet werden: basale und instrumentelle Aktivitäten des täglichen Lebens, kognitiver Status, Risiko von Dekubitus durch Immobilität, Ernährung, Multimorbidität, Anzahl der eingenommenen Medikamente, Status des Zusammenlebens.

Das Hauptziel der Studie ist, zu bewerten, ob der MPI bei älteren stationären Patienten mit Covid-19 1) die Aufnahme auf die Intensivstation und 2) die Mortalität im Krankenhaus vorhersagen kann.  Weiterhin wird untersucht, ob der MPI nach 3 Monaten a) die Aufenthaltsdauer; b) Rehospitalisierung; c) Aufnahme in eine Langzeitpflegeeinrichtung; und/oder die d) Mortalität vorhersagen kann.

(Stand: 05.08.2022)