Testa, Gina-Louisa

Gina-Louisa Testa: Die Wandmalereien der religiösen Gebäude in Dura-Europos im Vergleich

Die Wandmalereien der monotheistischen Religionsgemeinschaften in der antiken Stadt Dura-Europos bieten einen tiefen Einblick in die Alltagskultur. Der Fokus der Bachelorarbeit liegt dabei auf den Wandmalereien der christlichen domus ecclesiae und der jüdischen Synagoge. Ziel der Arbeit ist es durch die Wandmalereinen einen Einblick in die Lebenswirklichkeit der religiösen Gemeinschaften zu erhalten. Dabei stellt sich die Frage, welche Bedeutung die Wandmalereien spielten und auf welche Weise sich Juden und Christen durch diese voneinander abgrenzten. Diese Fragestellungen werden auf Grundlage der Wandmalereien als Quelle diskutiert. Im Fokus stehen die Wandmalereien, wobei zuerst die domus ecclesiae und die Synagoge selbst beschrieben werden, um dann eine umfassende Beschreibung der Wandmalereien in der domus ecclesiae durchzuführen und diese in einem weiteren Schritt im Hinblick auf die Fragestellung zu analysieren. Dies findet unter Einbeziehung der biblischen Texte und der altsyrischen Kirchenliturgie statt. Analog erfolgt eine Beschreibung und Analyse ausgewählter Wandmalereien der Synagoge. Diese werden abermals in Beziehung zum Alten Testament gesetzt.

Während beide monotheistischen Gemeinschaften eine Minderheit zwischen den paganen Opferkulten darstellen, wird deutlich, dass die Wandmalereien in einem klaren Bezug zu der Lebenswirklichkeit stehen und auf diese Weise ein Gefühl der Gemeinschaft stiften. Identität und Alterität sind ein fester Bestandteil des Alltags in Dura-Europos, sodass die Wandmalereien mit ihren metaphorischen Geschichten ein Gemeinschaftsgefühl schaffen und sich gleichzeitig von den anderen religiösen Gemeinschaften abgrenzen.

(Stand: 21.08.2020)