Von der Aufnahme zur Darstellung der Daten

Auf einem Forschungsschiff ist zunächst obere Priorität: ALLES wird dokumentiert. Jeder Schritt wird aufgeschrieben, damit man nachher - wieder an Land - auch noch weiß, wozu welche Probe gehört und wo diese wann entnommen wurde. Das ist nämlich wichtig für die Analyse.

Ganz wichtig ist auch, dass das Programm auf dem Computer auf „Daten speichern“ eingestellt ist. Dies sollte man immer kontrollieren, denn das Programm sieht genauso aus und funktioniert auch völlig normal, wenn es auf „nicht speichern“ eingestellt ist. Also - Kontrolle nicht vergessen!

Das Seil, an dem die Sonde hängt, enthält ein Kabel, über das Daten in Echtzeit übertragen werden können. Außerdem dient es zur Stromversorgung der CTD. Dieses Kabel nennt man Einleiterkabel. Die CTD wird zu Wasser gelassen. Einige Sensoren schicken direkt Daten an den Computer (natürlich über die Deckeinheit). Andere Daten werden erst später aus dem Wasser und den Sedimentproben gewonnen, die die CTD wieder mit an Bord bringt. Sedimente sind Lockermaterialen, die unter anderem auch im Wasser vorhanden sind. Es sind Kleinstpartikel, die durch Verwitterung und Erosion entstanden sind, sowie z.B. Sand.1

Durch verschiedene Verfahren, zum Beispiel dadurch, dass aus dem Wasser das Sediment filtriert wird, erhalten wir Proben, die auf unterschiedlichste Stoffe hin untersucht werden können.

 

Wie "misst" man den Salzgehalt des Meeres?

Wusstet ihr, dass der Salzgehalt in unseren Ozeanen und Meeren nicht überall gleich ist? Der Salzgehalt kann durchaus sehr unterschiedlich sein. In der Abbildung rechts ist dies gut zu erkennen.
 
Der Salzgehalt wird über die Leitfähigkeit des elektrischen Stroms gemessen. Je mehr Salze - und damit geladene Ionen - im Wasser vorliegen, desto höher ist die Leitfähigkeit. Und je höher die Leitfähigkeit, desto höher der Salzgehalt1.  In warmen Wasser kann sich mehr Salz lösen als in kaltem. So kommen die unterschiedlichen Salzgehalte der Meere zustande. Letztendlich interessiert die Forscher der Salzgehalt und nicht die Leitfähigkeit.

Fun Fact2:
Das Tote Meer ist nur das zweit-salzigste Gewässer der Welt.

Fun Fact2:
Das Tote Meer ist so salzig, dass es einem schwer fällt darin zu schwimmen. Durch den hohen Salzgehalt gibt es einen extremen Auftrieb.

Wie werden Zahlenkolonnen visualisiert?

Es braucht spezielle Programme/ein spezielles Programm auf den Computern, damit die großen Datenmengen erfasst und interpretierbar dargestellt werden können.
Ein Beispiel der Visualisierung von Daten ist der Salzgehalt in Abhängigkeit von der Tiefe. Während des Absenkens der Sonde wird ein entsprechender Graph direkt aufgezeichnet. Wer diese Grafiken interpretieren kann, ist in der Lage, direkte Rückschlüsse zu ziehen und muss sich nicht erst die einzelnen Werte ansehen. Man bekommt einen schnellen Überblick.

 

 

(Stand: 09.06.2021)