Kontakt
Fördermittelgeber
Ein gemeinsames Wissenschaftsförderprogramm des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und der VolkswagenStiftung
Forschungsteam Universität Oldenburg
Prof. Dr. Karsten Speck (Projektleitung)
Jana Kienbaum (Wissenschaftliche Mitarbeiterin)
Ein Verbundprojekt der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, der Leuphana Universität Lüneburg und der Universität Osnabrück
Future Trends in Education (Future.Ed)
Future Trends in Education
Laufzeit des Projektes
01.01.2025 – 31.12.2029
Wissenschaftliche Mitarbeitende
Studentische Mitarbeitende
Jana Hinrichs
Projektbeschreibung
Das Projekt Future Trends in Education (Future.Ed) ist ein Forschungsverbund der Leuphana Universität Lüneburg, der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und der Universität Osnabrück. Über eine Laufzeit von 60 Monaten (01.01.2025–31.12.2029) untersucht das Projekt schulische Veränderungs- und Transformationsprozesse in Niedersachsen. Von zentraler Bedeutung sind die Demokratiebildung (civic literacy) und die Bildung für nachhaltige Entwicklung (sustainability literacy) als wichtige Zukunftskompetenzen vor dem Hintergrund gesellschaftlichen Wandels. Im Fokus steht die Frage, ob und wie Schulen der Sekundarstufe diese Kompetenzen fördern. Zudem untersucht das Projekt, wie Schule und Unterricht systematisch weiterentwickelt werden können, um Schüler*innen auf aktuelle und zukünftige gesellschaftliche Herausforderungen vorzubereiten. Als Längsschnittstudie trägt Future.Ed dazu bei, langfristige Entwicklungs- und Veränderungsprozesse im niedersächsischen Schulsystem sichtbar zu machen und bestehende Forschungslücken im Bereich bildungswissenschaftlicher Langzeitdaten zu schließen.
Themenbereich und Fragestellung der Units D und E
Der Forschungsverbund der Units D und E beschäftigt sich mit der Kultur der Kooperation in Schule. Zum einen wollen wir die Kooperation von Schulen mit Akteuren aus dem lokalen Sozialraum in den Blick nehmen, zum anderen die Elternarbeit und die innerschulische multiprofessionelle Zusammenarbeit.
Konkret wird untersucht:
a) welche Formen der Zusammenarbeit im inner- und außerschulischen Sozialraum existieren.
b) welche Bedeutung diese für Schulentwicklungsprozesse einnehmen und
c) wie sie im Kontext von Demokratiebildung und Nachhaltigkeit weiterentwickelt werden können.
Methodisches Design
Future.Ed verfolgt einen Mixed-Methods-Ansatz, der quantitative und qualitative Forschungsmethoden miteinander kombiniert. Grundlage für die Arbeit ist das empirisch validierte Schulentwicklungsmodell nach Bryk et al. (2010), das als konzeptioneller Rahmen für die Analyse schulischer Entwicklungsprozesse dient.
Die Datenerhebung erfolgt in einem gestuften Design: Einmal jährlich werden Kerndaten mithilfe von standardisierten Erhebungsinstrumenten erhoben, unter anderem zur Kompetenzentwicklung von Schüler*innen, zum Unterricht sowie zu schulischen Rahmenbedingungen. Ergänzend werden zwischen den Erhebungszeitpunkten sogenannte Moduldaten erhoben, die vertiefende Einblicke in schulische Entwicklungsprozesse ermöglichen. Hierfür werden strukturierte Leitfadeninterviews und lernbiographische Interviews, Gruppendiskussionen und teilnehmende Beobachtungen in den Schulen und im Unterricht eingesetzt. Die Kombination aus längsschnittlicher Datenerhebung sowie quantitativen und qualitativen Methoden ermöglicht eine umfassende Analyse langfristiger Veränderungsprozesse im Schulsystem.