Pädagogik und Didaktik bei Beeinträchtigungen des Lernens

Verbundvorhaben: inKLUsiv Geschichte lehren: Ein blended learning-Konzept für die Lehrkräftefortbildung (KLUG)

 

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg                                            Projektleiter: Prof. Dr. Clemens Hillenbrand
Fakultät I - Bildungs- und Sozialwissenschaften                                 
Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik                            
Ammerländer Heerstraße 114 - 118                                                    
26129 Oldenburg
Förderkennzeichen: 01NV1740B, Laufzeit: 01.04.2018 - 30.09.2021

https://uol.de/fileadmin/_processed/a/a/csm_UOL_Logo_Blau_840aeb852b.png

Eberhard Karls Universität Tübingen
Projektleiter: Prof. Dr. Ulrich Trautwein
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät                             
Hector - Institut für Empirische Bildungsforschung                           
Europastraße 6
72072 Tübingen
Förderkennzeichen: 01NV1740C, Laufzeit: 01.04.2018 - 30.09.2021
Die Homepage zum Projekt der Universität Tübingen finden Sie hier

 

Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt                                        Verbundkoordinatorin: Prof. Dr. Waltraud Schreiber
Geschichts- und Gesellschaftswissenschaftl. Fakultät                      
FB Geschichte - Professur für Theorie und Didaktik der Geschichte       Universitätsallee 1                                                                                 
85072 Eichstätt
Förderkennzeichen: 01NV1740A,  Laufzeit: 01.04.2018 - 30.09.2021
Die Homepage zum Projekt der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt finden Sie hier

 

 

Projektbeschreibung

Die Herausforderungen, vor denen Geschichtslehrpersonen aktuell stehen, sind immens.

Guter Geschichtsunterricht soll den Schülerinnen und Schülern historische Orientierung ermöglichen und dabei Kompetenzorientierung, Digitalisierung und Inklusion berücksichtigen. Lehrpersonen werden dafür verschiedene Unterstützungen durch digitale Lehr- und Lernmaterialien oder Fortbildungen angeboten.

Im Rahmen des vom BMBF geförderten Verbundprojekts KLUG – InKLUsiv Geschichte lehren – der Universitäten Eichstätt-Ingolstadt, Tübingen und Oldenburg wird im Team aus Geschichtsdidaktikern, pädagogischen Psychologen, Sonderpädagogen und Geschichtslehrpersonen eine Blended Learning Fortbildungsreihe erarbeitet, die zum Ziel hat, die Entwicklung fachlicher sowie überfachlich-pädagogischer Lehrkompetenzen für das gemeinsame Unterrichten von Menschen mit unterschiedlichen Lern- und Leistungsvoraussetzungen zu unterstützen. Zum Erreichen dieses Ziels wird das digitale Geschichtsbuch „mBook Gemeinsames Lernen NRW“ genutzt, das den Schulen in NRW kostenfrei zur Verfügung steht.

Im Forschungsprojekt KLUG – InKLUsiv Geschichte lehren – werden zwei innovative Fortbildungsansätze miteinander verglichen:

  • Die vom interdisziplinären KLUG-Team entwickelte Fortbildungsreihe. Diese umfasst zwei face to face Veranstaltungen und sechs live moderierte E-Sessions, in denen ein direkter Austausch und Interaktivität mit vorproduzierten e-learning Inhalten kombiniert werden. Ein Ziel hierbei ist es, systematisch zu erarbeiten, wie die Herausforderungen Kompetenzorientierung, Digitalisierung und Inklusion bewältigt werden können.
  • Die vom Entwicklerteam des mBooks Gemeinsames Lernen NRW erarbeiteten online Angebote, die von den Lehrpersonen bei Bedarf und zu jeder Zeit abgerufen werden können. Diese sind größtenteils ins mBook integriert, umfassen webinare, Informationstexte, Vorschläge für Tafelbilder, Selbsttests für Schülerinnen und Schüler und bieten einen Blog zum Austausch zwischen den Lehrpersonen an.

Für die im Schuljahr 2019/20 stattfindende Studie werden 150 Lehrpersonen per Zufall (randomisiert) den beiden Fortbildungskonzepten zugeordnet (Trainingsgruppe und Selbstlerngruppe). Eine dritte Gruppe, die Wartekontrollgruppe, nutzt im Schuljahr 2019/20 weder das mBook und seine Angebote, noch das Fortbildungsangebot des KLUG Projekts, ist aber eingeladen, im Schuljahr 2020/21 am Fortbildungsangebot teilzunehmen.

Im Rahmen eines Prä-Post-Test-Designs sollen die Effekte der Intervention auf

  1. Selbstwirksamkeitserwartungen und Einstellungen zur Inklusion der Lehrpersonen (TSES u. PREIS)
  2. fachdidaktische Kompetenzen der Lehrpersonen (GeDiKo)
  3. Kompetenzen der Lernenden (HiTCH)
  4. und die wahrgenommene Unterrichtsqualität (UNITAS)

untersucht werden.

In der Projektgruppe werden zusätzlich Arbeitsergebnisse der Teilnehmer mit qualitativen Methoden ausgewertet, um so Hinweise auf die Wirksamkeit einzelner Maßnahmen zu gewinnen.

Projekt - Teaser:

Projektflyer

Teilnehmerinformation für interessierte Lehrpersonen aus NRW

 

                                                                              

Riskantes Suchtmittelverhalten im Jugendalter

Mitarbeitende im Projekt
Prof. Dr. Clemens Hillenbrand (Projektleitung)
Dr. Alissa Schüürmann (Projektleitung)
Dr. Naska Goagoses
Prof. Dr. Ute Koglin
Ziel- und Fragestellungen:
Die Forschungskooperation zwischen dem Kreispräventionsrat Friesland und der Universität Oldenburg hat das Ziel, Daten zu riskantem Suchtmittelverhalten von Kindern und Jugendlichen in der Sekundarstufe I im Landkreis Friesland zu sammeln, um anschließend aus den Daten Präventionsangebote abzuleiten. Um eine bedarfsgerechte Suchtprävention aufzubauen, werden regionale Daten benötigt, die aktuell nur in geringer Zahl vorliegen.
Konzeption:
Es wird eine Vollerhebung aller Schülerinnen und Schüler der 5.-10. Klassen des Landkreises Friesland in einem quasi-experimentellen Querschnittsdesign angestrebt. Die Datenerhebung erfolgt im Februar und März 2020 in Form eines standardisierten Fragebogens, den die Schülerinnen und Schüler ausfüllen. Es sollen quantitative Daten zu (riskantem) Suchtmittelverhalten (Rauchen, Alkohol, Illegale Drogen, Glücksspiel, Computerspiele, Medien) erhoben werden. Durch die zusätzliche Erfassung der Haltung von Eltern (Kommunikation und Regeln), den emotionalen und sozialen Kompetenzen und Problemlagen der Jugendlichen, dem Schulbesuchsverhalten sowie der wahrgenommenen sozialen Unterstützung und den Bewältigungsstrategien können Zusammenhänge zwischen den unterschiedlichen Variablen untersucht werden. Auf Basis der erhobenen Daten sollen gemeinsam mit dem Landkreis Friesland passgenaue Präventionsangebote entwickelt und installiert werden.
Fördermittel:
Das Kooperationsprojekt wird finanziert durch den Kreispräventionsrat Friesland e.V.

Implementierung der Inklusion in das irakische Bildungssystem

Projektbeschreibung

Laufzeit des Projektes: 1.1.2019 bis  bis 31.12.2021

Zuwendungsgeber ist der Deutsche Akademische Austausch Dienst (DAAD)

Finanzvolumen: ca. 200.000 €, aufgestockt auf ca. 300.000 Euro

„Das Projekt „Qualifizierung für inklusive Bildung Irak“ verfolgt das übergeordnete Ziel die bestehenden Kontakte zu irakischen Partneruniversitäten zu vertiefen und zu festigen, eine enge Zusammenarbeit untereinander anzuregen und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren auszubilden. In Kooperation mit der Universität Dohuk und der Universität Vechta sollen fünf Partneruniversitäten im Irak bei der Entwicklung eines sonderpädagogischen Fortbildungsangebots für Regelschullehrkräfte an inklusiv arbeitenden Schulen unterstützt werden. Im Zentrum steht dabei die Verbesserung und Stärkung der fachlichen, sonderpädagogischen und didaktischen Kompetenzen der irakischen Hochschullehrenden durch den Einsatz von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die das gemeinsam entwickelte Fortbildungsangebot an ihren Universitäten im Irak im jeweiligen Fachgebiet umsetzen. Durch die Aus- und Fortbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren soll eine nachhaltige Verbesserung der Lehre und Forschung an den irakischen Partneruniversitäten sichergestellt werden. Das Projekt wird in enger Kooperation mit der Universität Vechta durchgeführt, um Synergieeffekte zu nutzen. So werden an der Universität Vechta Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zum Thema „inklusiver Unterricht“ ausgebildet, wohingegen in Oldenburg der Schwerpunkt auf fachlich sonderpädagogischen Themen liegt. Es ist vorgesehen, dass die in Vechta und Oldenburg fortgebildeten Multiplikatorinnen und Multiplikatoren phasenweise in Tandems arbeiten, um die Kooperation und den Austausch zu fördern. Das Multiplikatorinnen- und Multiplikatorenprogramm wird prozessorientiert wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Während der gesamten Projektlaufzeit bieten die Universitäten Oldenburg und Vechta ein kontinuierliches Beratungsangebot per E-Mail und Skype, um die Implementation der Fortbildungen durch die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren an ihren irakischen Heimatuniversitäten zu unterstützen und eng zu begleiten. Zur Förderung des interkulturellen, gesellschaftlichen und fachlichen Dialogs zur „Inklusiven Bildung an allgemeinen Schulen“ werden zudem zwei öffentliche e-conferences gemeinsam von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Oldenburg und Vechta sowie der irakischen Partneruniversitäten im Sommersemester 2020 geplant und umgesetzt. An den e-conferences sollen auch Studierende und Lehrkräfte aus den Regionen teilnehmen. Der akademische Nachwuchs (PhD-Studierende) der irakischen Partneruniversitäten soll durch die Einbindung in alle Maßnahmen (z.B. Konferenzen, e-conferences) sowie durch die Beratung, Begleitung und Betreuung von Promotionsvorhaben intensiv gefördert werden. Bei der Nachwuchsförderung als auch bei allen anderen Maßnahmen innerhalb des Projekts wird ein besonderes Augenmerk auf ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis gelegt, um so zur Bewusstseinsbildung, zur Stärkung von Frauen im universitären Arbeitsumfeld sowie zur Modernisierung der Hochschulausbildung beizutragen.“

Die Projektlaufzeit beträgt zwei Jahre. Es werden jedoch durch den Einsatz von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren und die enge Kooperation mit den irakischen Partneruniversitäten sehr nachhaltige und langfristige Effekte angestrebt.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Handlungsstrategien für heterogene Klassen – OER für die Lehrkräftebildung

Handlungsstrategien für heterogene Klassen – OER für die Lehrkräftebildung

Projektlaufzeit: 01.01.2021 – 30.06.2022

Projektleitung: Prof. Dr. C. Hillenbrand, Prof.‘in Dr. M.-C. Vierbuchen

Projektmitarbeiter*innen: Lisa Mudder, Lea Schröder, N. N.

Fördersumme: 166.670 EUR (durch MWK)

Das Thema
Mit der voranschreitenden Digitalisierung im Bereich der Bildung steigt auch die Nachfrage an digitalen Angeboten, die zur Vorbereitung und zur Umsetzung in konkreten Lehr-Lern-Situationen genutzt werden können. Besonders attraktiv sind dabei Materialien, die frei zugänglich und frei veränderbar sind, sogenannte Open Educational Resources (kurz OER). Derartige Ressourcen stehen für die universitäre Ausbildung von Lehrkräften bisher kaum zur Verfügung, zudem fehlt es an solchen Materialien zum Thema heterogener Lerngruppen und inklusive Bildung.

Das Projekt mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst erstellt Materialien für die das Lehramtsstudium, die die Planung, Umsetzung und Reflexion von Lehr-Lern-Prozessen in inklusiven Settings und heterogenen Lerngruppen in den Blick nehmen. Es werden bspw. Interviews mit Lernenden erstellt, die angehende Lehrkräfte für das Unterrichten und Lernen bei Lern- und/ oder Verhaltensschwierigkeiten sensibilisieren. Darstellungen präventiver und interventiver Maßnahmen sollen evidenzbasierte Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Das Projektziel entwickelt so konkrete Lehr-Lern-Materialien und digitale Angebote für die Lehrkräftebildung.

 

MesK: Lern- und Entwicklungsplanung bei intensivpädagogischem Unterstützungsbedarf mit der Matrix emotionaler und sozialer Kompetenzen (MesK)

Projektlaufzeit: 01.12.2016 – 31.12.2021

Projektleitung: Prof. Dr. Clemens Hillenbrand

Projektmitarbeiter*innen: Viktoria Pöchmüller, Matthias Schulden

Fördersumme: 50.000 Euro

Die Beurteilung von Schüler*innen mit emotional-sozialen Beeinträchtigungen reduziert sich oftmals auf deren „Verhaltensproblematiken“. Mit dem Ziel der Vermeidung einer solchen Defizitfixierung, wurde mit der Matrix emotionaler und sozialer Kompetenzen (MesK) eine theoretisch fundierte Praxishilfe für Lehrkräfte entwickelt. Hiermit können Lern- und Sozialverhalten (Selbst-, Sozial- und Lernkompetenzen) hochrisikobelasteter Schüler*innen kriteriengeleitet und ressourcenorientiert eingeschätzt werden. Um dem Anspruch an eine dimensionale, mehrperspektivische Diagnostik gerecht zu werden (Lohbeck, 2014), geschieht seit 2019 die Ergänzung der MesK um analoge Self-Assessments zur Selbsteinschätzung durch die Schüler*innen.

In der Kooperation mit dem Projektpartner (QUA-LiS NRW) liegt der Fokus auf der Entwicklung praktisch handhabbaren Materials zur wiederholten Kompetenzeinschätzung im Rahmen fortlaufender Prozessdiagnostik (Popp et al., 2017). Im Sinne einer „partizipativen Diagnostik“ dienen die Materialien als Strukturierungshilfe, um die Schüler*innen aktiv in den diagnostischen Prozess und den Prozess der Förderplanung einzubinden. In einer ersten Praxiserprobung berichten die Kinder und Jugendlichen, Wertschätzung und Interesse an den eigenen Bedarfen zu erleben und Kompetenzen aufzeigen zu können.

Publikationen und weiterführende Informationen

Schumacher, A., Hillenbrand, C. & Schulden, M. (2019). Die Matrix emotionaler und sozialer Kompetenzen (MesK) – Entwicklung einer praxisorientierten Arbeitshilfe. In A. Schumacher & E. Adelt (Hrsg.), Lern- und Entwicklungsplanung: Chancen und Herausforderungen für die inklusive schulische Bildung (S. 147-168). Münster und New York: Waxmann.

Weiterführende Informationen: https://www.schulentwicklung.nrw.de/q/inklusive-schulische-bildung/sonderpaedagogische-unterstuetzung/intensivpaedagogische-unterstuetzung-kopie/matrix-emotionaler-und-sozialer-kompetenzen-mesk-kopie/matrix-mesk-kopie.html

Broschüre zur Entwicklung und Anwendung der Matrix für LKs (mit Fallbeispielen): https://www.schulentwicklung.nrw.de/q/upload/Inklusion/mesk/broschuere_mesk.pdf

 

(Stand: 09.06.2021)