Team

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Hebräischlektor:

Studentische Hilfskräfte:

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  • Julia Klose   
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  • Miriam Ostermann 
  • Joelina Oelrichs (Hebräisch)

Altes Testament

Das Alte Testament stellt den ersten, umfangreicheren Teil der christlichen Bibel dar. Die ursprünglich Hebräisch verfassten Schriften bilden die Grundlage und den Mittelpunkt des Faches. Den Studierenden wird Kenntnis und Zugang zum Verständnis der bedeutendsten Texte und Themen dieser Schriftensammlung vermittelt, zudem wird die Geschichte Israels und Judahs sowie des antiken Judentums in ihren historischen, religionsgeschichtlichen und kulturgeschichtlichen Kontexten erschlossen. 

Da das Alte Testament insgesamt über einen Zeitraum von rund tausend Jahren entstanden ist und auch die meisten Einzelschriften einen längeren Entstehungsprozess durchlaufen haben, erfolgt deren sachgerechte Erschließung in historischer Perspektive: Die Studierenden werden mit historisch-kritischen Methoden vertraut gemacht, um die Texte als Produkte ihrer Zeit verstehen zu lernen, die unter bestimmten historisch-politischen, sozialen und religionsgeschichtlichen Bedingungen verfasst sowie von der Umwelt geprägt oder in kritischer Auseinandersetzung mit dieser geschrieben wurden. Neben das historisch-kritische Instrumentarium treten auch literaturwissenschaftliche Ansätze zur Texterschließung und das hermeneutische Interesse an der bleibenden Bedeutung des Alten Testamentes. Ziel der Beschäftigung mit den kanonischen Schriften des Alten Testamentes ist es wahrzunehmen, dass und wie die Verfasser ihre Welt und Geschichte theologisch deuten und dabei unterschiedliche theologische Stimmen in diesem Schrifttum zu erkennen. Auf dieser Grundlage lässt sich dann ein gegenwärtiges Verständnis und eine aktuelle Relevanz der Texte reflektieren, insbesondere im Blick auf den Religionsunterricht.

Der hebräische Kanon bildet einerseits die Grundlage jüdischen Glaubens, so dass die Beschäftigung mit ihm eine Verbindung hin zu jüdischen Auslegungstraditionen und zur Judaistik herstellt. Andererseits waren die ins Griechische übersetzten Schriften die Bibel des frühen Christentums, so dass das Alte Testament als Traditionshintergrund vielfach ein vertieftes Verständnis des Neuen Testamentes eröffnet.


Forschungsschwerpunkte des Lehrstuhls für Altes Testament

Der Schwerpunkt des Oldenburger Lehrstuhls für Altes Testament liegt in der Verbindung von religionshistorischen und literatur- und theologiegeschichtlichen Fragestellungen zum Alten Testament. Im Zentrum steht die Geschichte Israels und des antiken Judentums im Kontext der altorientalischen und antiken Welt. Die aktuellen Forschungsprojekte von Prof. Dr. Benedikt Hensel fokussieren auf diese Aspekte in unterschiedlichen internationalen akademischen Kontexten. Dazu gehören vor allem der Forschungsschwerpunkt „Transjordanien im Kontext der Süd-Levante“, seine Forschungen zu Diversität und Pluralität innerhalb des frühen Judentums, sowie Grabungen und Feldforschung in der Süd-Levante (derzeit in /Tell el-Qedaḥ, Israel). Die archäologischen Projekte sollen auch Studierenden der UOL an die biblische Archäologie heranführen und vielfältige kulturübergreifende Erfahrungen bei Grabungen ermöglichen.

Zu Hensels aktuellen Buchpublikationen gehören u.a. „About Edom and Idumea in the Persian Period. Recent Research and Approaches from Archaeology, Hebrew Bible Studies and Ancient Near Eastern Studies“ (Equinox Publishing, gemeinsam mit E. Ben Zvi/Alberta und D.V. Edelman/Oslo, 2022), „The History of the Jacob Cycle (Genesis 25-35)“ (Mohr Siebeck, 2021), sowie „Social Groups behind Biblical Traditions: Identity Perspectives from Egypt, Mesopotamia, Transjordan, Israel and Judah in the Second Temple Period“ (Mohr Siebeck, mit D.Nocquet/Montpellier und B.Adamczewski/Warschau, erscheint 2023), „Migration und biblische Theologie: Positionen und theologische Herausforderungen aus Perspektive der alt- und neutestamentlichen Wissenschaft“ (Evangelische Verlagsanstalt, mit C. Wetz/Oldenburg, erscheint 2023), und „Fear, Fear of God, and God Fearers: Philological and Historical Perspectives on the World of Ancient Judaism and Christianity“ (gemeinsam mit P.Lasater/Oxford, erscheint 2023).

Ein Kommentar zum Jona-Buch sowie einer zu den Samuelbüchern befinden sich gerade in Vorbereitung (beide: Theologischer Verlag Zürich).


Forschungsprojekte und internationale Kooperationen am Lehrstuhl für Altes Testament 

Zur aktuellen Forschung am Lehrstuhl geht es hier auf die Forschungswebseite. 


Hebräisch und Hebraicum

Studierende der Universität Oldenburg sowie Gasthörende haben die Möglichkeit, am Institut Hebräisch zu lernen. Der Hebräisch-Sprachkurs erstreckt sich über zwei Semester und kann mit dem Hebraicum abgeschlossen werden. Zusätzlich kann im Sommer ein 6-wöchiger Hebräisch-Sprachkurs („Intensiv-Kurs“) belegt werden, der allen Interessierten offensteht und ebenfalls zum Hebraicum führt.

Für Studierende der Ev. Theologie/Religion – Lehramt ist Hebräisch die im Modulplan vorgesehene Alternative zum obligatorischen Griechisch und damit ein Alleinstellungsmerkmal des Oldenburger Studiums der Ev. Religion. Für Studierende der UOL bietet sich damit die Möglichkeit, eine über das übliche Maß hinausreichende Zusatzqualifikation zu erwerben sowie vertiefend die Welt und Umwelt des Alten Testaments sowie des antiken Judentums zu studieren. Der Oldenburger Hebräisch-Kurs grundiert darüberhinaus den Schwerpunkt des Oldenburger Instituts „Jüdische Studien“, welcher im weiteren Studienverlauf disziplin- und institutsübergreifend vertieft werden kann (etwa im neu etablierte Professionalisierungsprogramm "Transkulturelle interreligiöse Studien").

Zudem besteht die Möglichkeit, in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg Neuhebräisch (Ivrith) zu lernen. Weitere hebräische Lektürekurse ergänzen das Lehrangebot für Hebräisch wie für Neuhebräisch. Weiterführende Informationen zum Hebräisch und dem Erwerb des Hebraicums finden Sie hier.


Aktuelles

24. Januar 2023

Studientag „Biblische Theologie: Der Gottesknecht in Jesaja als Bild Gottes“

Am 24. Januar 2023 bietet der Lehrstuhl für Altes Testament einen Studientag zum Thema „Biblische Theologie: Der Gottesknecht in Jesaja als Bild Gottes“ unter Leitung von Prof. Dr. Benedikt Hensel und Dr. Marco Visser der Protestantse Theologische Universiteit (PThU) Groningen/Niederlande an. Zum Studientag sind alle Studierenden der Universität Oldenburg herzlich eingeladen.

Bernhard Duhm stellte als erster 1892 in seinem berühmten Jesajakommentar die Eigenart dieser Texte heraus. Viele Exegeten nahmen in der Nachfolge Duhms an, dass die Gottesknechtslieder einen zusammenhängenden, selbständig überlieferten Text bildeten, der redaktionell in den Text von Deuterojesaja eingearbeitet wurde. Diese Theorien werden heute größtenteils bestritten. Viel wichtiger ist der Forschung der theologische Sinn dieser Lieder: Wer ist dieser Gottesknecht der poetisch hier zur Sprache kommt? Der ab Jesaja 41,8  plötzlich auf der literarischen Bühne auftretende ‚Knecht des Herrn‘ gehört zu einer der rätselhaftesten Gestalten in der biblischen Literatur. Er wird mit dem Namen Israel angesprochen, ist also Repräsentant des Volkes Israel. Kurze Zeit später stellt sich aber heraus, dass er auch wie ein Prophet dem Volk gegenüber steht. Schließlich ist er sogar derjenige, der für das Volk – oder sogar für die ganze Welt? – leidet und somit Schuld wegträgt.

An diesem Studientag werden gemeinsam die unterschiedlichen Gottesknechtslieder gelesen und im Detail besprochen. Dr. Marco Visser gibt dabei auch Einblick in die neueste Jesaja-Forschung anhand seiner frisch erschienenen Dissertation zum Thema und ordnet dabei Thema Gottesknechtslieder biblisch-theologisch in großen die  Entwürfe alttestamentlicher Theologie und insbesondere der Gotteslehre mit ein.

Interessierte melden sich gerne bei Prof. Dr. Hensel (). Der Studientag findet von 14:00-20:00 Uhr am Institut für Evangelische Theologie und Religionspädagogik statt.

12.-14. Oktober 2022

Internationale Tagung zu den Kulturkontakten Israels und den „fremden Völkern“ in den Samuelbüchern (12.-14. Oktober 2022)

In den Samuelbüchern spielen die Nachbarvölker Israels und Judahs wie auch die in der Südlevante agierenden imperialen Großmächte des 1. Jahrtausends eine so entscheidende Rolle wie kaum in einem andere biblischen Literaturbereich. Eine von Prof. Dr. Benedikt Hensel (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg) und Dr. Stephen Germany (Universität Basel) ausgerichtete internationale Konferenz untersucht die Gründe im inter-disziplinären Dialog mit den Disziplinen Archäologie, den Altertumswissenschaften, den Kulturwissenschaften und der alttestamentlichen Wissenschaft. Referentinnen und Referenten sind renommierten internationalen Spezialistinnen und Spezialisten aus Israel, Australien, den vereinigten Staaten, der Schweiz und Deutschland.

Die Tagung wird großzügig durch die Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW) sowie durch den Schweizerischen Nationalfonds (SNF) gefördert.

Für weitere Informationen hier entlang...

01. Oktober 2022

Die wissenschaftliche Assistenz am Lehrstuhl für Altes Testament (Prof. Dr. B.Hensel) mit Dr. Jordan Davis neu besetzt

Am Lehrstuhl für Altes Testament heißen wir Dr. Jordan Davis willkommen, der zum 1. Oktober 2022 seine Stelle als wissenschaftlicher Assistenz (Vollzeit) angetreten hat.

Der gebürtige Australier wurde 2021 an der theologischen Fakultät der Universität Zürich (Schweiz) bei Prof. Dr. Konrad Schmid mit einer alttestamentlichen Studie promoviert, welche mit dem höchsten Prädikat summa cum laude ausgezeichnet wurde.

Am Oldenburger Lehrstuhl wird in Zukunft die Arbeiten am Lehrstuhl sowie die Lehre unterstützen. Jordan Davis arbeitet zudem am Oldenburger AT-Lehrstuhl bei Prof. Dr. Benedikt Hensel an seiner Habilitation. Diese wird insbesondere die historischen Rahmenstücke des Jeremia-Buches in den Blick nehmen.

Sein Arbeits- und Interessenschwerpunkt ist das Verständnis des kulturellen und ideologiegeschichtlichen Hintergrunds von biblischen Texten, mit einem bestimmten Fokus auf die Schnittmenge von Literaturgeschichte des Alten Testaments und biblischer Archäologie/Religionsgeschichte Israels.

01. Oktober 2022

Qualitätssicherung in der Lehre: Die neu geschaffene Lehrkraftstelle im Alten Testament mit Dr. Friederike Neumann seit dem 01. Oktober 2022 besetzt

Am Lehrstuhl für Altes Testament heißen wir Dr. Friederike Neumann willkommen, die zum 1. Oktober 2022 ihre Stelle als Lehrkraft für das Alte Testament angetreten hat. Sie wird in der Lehre zukünftig alttestamentliche Lehrveranstaltungen in den Bereichen des Bachelor- und Masterstudiums anbieten sowie Abschlussarbeiten betreuen. Diese verstetigte Stelle wird die Qualität der Lehre am Lehrstuhl für Altes Testament dauerhaft sicherstellen können und zudem das Lehrangebot für unsere Studierenden weiter diversifizieren.

Friederike Neumann wurde 2015 mit einer Arbeit über die Psalmen 145–150 als schriftgelehrte Hymnen an der Georg-August-Universität Göttingen bei Prof. Dr. Reinhard G. Kratz promoviert. Derzeit arbeitet sie an einer Habilitationsschrift zur Entstehung der Jakoberzählung in Genesis 25–36, die von Prof. Dr. Jakob Wöhrle, Eberhard Karls Universität Tübingen begleitet wird. Ihren Forschungsschwerpunkt bildet die Theologie- und Literaturgeschichte des Alten Testaments. Sie beschäftigt sich insbesondere mit den Texten des Pentateuch und den Psalmen.

14.-15. Juli 2022

Internationale Konferenz zu Transjordanien an der UOL

"Transjordan in Biblical Traditions: Exploring New Avenues and Perspectives for Future Research," 14-15 July 2022 at the Chair of Hebrew Bible, UOL (organizer: Prof. Dr. Benedikt Hensel).

Weitere Informationen...

7. Juli 2022

Neueste Forschungsergebnisse auf iternationaler Konferenz zu den Redaktionskreisen des Alten Testaments und zu den  sozialen Gruppen, die hinter den Schreibeprozessen des Alten Testaments stehen

Diesen Sommer tag die Research Unit in Toulouse unter dem Oberthema „Social Groups and Redactions behind Biblical Traditions: Perspectives from Babylonia, Idumea, Judah and Israel” mit Vorträgen internaitonaler Spezialistinnen und Spezialisten. Hensel ist dort auch mit einem Vortrga vertreten zum Thema: „Social Encounters, Cultural Diffusion,and Formation of Religious Identities in the Region of Idumea: The Case of Yahweh-Worship in the Region in the Light of the Material Evidence.”

Verbunden ist daran auch eine Publikation der Beiträge von diesem und vergangenem Jahr in dem für 2022 geplanten Band:

Social Groups behind Biblical Traditions: Identity Perspectives from Egypt, Transjordan, Mesopotamia, and Israel in the Second Temple Period (Forschungen zum Alten Testament II), Tübingen: Mohr Siebeck; hg. von Hensel, B. / Nocquet, D  und Adamczewski, B.

Benedikt Hensel leitet seit 2019 eine auf 5 Jahre ausgelegte Research Unit der European Assiciation of Biblical Studies zum Thema „Yahwistic Diversity and the Hebrew Bible: Tracing Perspectives of Group Identity from Judah, Samaria, and Diaspora in Biblical Traditions.”

Mehr Informationen hier. 

4.-7. Juli 2022

Internationaler Workshop auf der Annual Conference der European Assiciation of Biblical Studies 2022, Toulouse

Benedikt Hensel leitet zusammen mit seinem Tel Aviver Kollegen Erez Ben-Yosef einen internationalen Workshop zum Thema „Edom East and West of the Arabah Valley and in the Negev”. Hensel wird dort auch  refereiren zum Thema „Think Positive! On the Positive Portrayal of Edom in Late Biblical Traditions and Their Historical Background”.

Mehr Informationen hier

30. Mai 2022

Frisch erschienen!

Benedikt Hensel hat im Rahmen seiner Forschungstätigkeit zu Transjordanien und insbesondere zu Edom und Idumea einen thematisch fokussierten Sammelband herausgegeben. Link zur Verlagswebsite: Hier!

01. April 2022

PD Dr. Benedikt Hensel ist auf die Professur „Evangelische Theologie mit Schwerpunkt Altes Testament“ am Institut für Evangelische Theologie der Universität Oldenburg berufen worden. 

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(Stand: 05.10.2022)