Promotionsprojekt von Martin Adam

Berufsbezogene Habitustransformationen im Primarschullehramtsstudium

Vom Schüler- über den Student- zum Lehrer*innenhabitus?

In der Schweiz erfolgt die Qualifikation zur Primarlehrperson in einer einphasigen, dreijährigen Bachelorausbildung, inkl. berufspraktischer Studien (Praktika).

Basierend auf habitustheoretischen Überlegungen und der Vorstellung eines bereits in einem Schüler*innen-Habitus inhärenten Bildes eines zukünftigen Lehrer*innenhabitus («Schattenriss» nach Werner Helsper) werden Orientierungen von Schweizer Primarschulstudierenden rekonstruiert: zu ihrer eigenen Schulzeit, zum Studium (worin sie sich aktuell befinden) und zum zukünftigen Beruf (Erfahrungen aus den Praktika).

Als Leitfrage gilt: Welche Orientierungen zur eigenen Schulzeit lassen sich bei angehenden Primarschullehrpersonen rekonstruieren? Und im Anschluss daran: Inwiefern deuten sich darin auch bereits Orientierungen zum Studium oder pädagogische/berufliche Orientierungen an?

Die Studierenden werden anhand von biografisch-narrativen, leitfadengestützten Interviews jeweils nach ihren Praktika interviewt und gebeten, von Erfahrungen in den Praktika zu erzählen. Ausserdem werden sie explizit gebeten, spontan aus ihrer eigenen Schulzeit zu erzählen. Die Datenauswertung erfolgt nach der Dokumentarischen Methode.

Die Realisierung dieses Dissertationsprojekts erfolgt im Rahmen eines vom schweizerischen Nationalfonds (SNF) geförderten und an der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz angesiedelten Forschungsprojekts (Prof. Dr. habil. Julia Košinár).

Kontakt: Martin Adam;

 

(Stand: 12.07.2021)