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Master of Education Sonderpädagogik (lehramtsbezogen)

Der viersemestrige, konsekutive Studiengang Master of Education Sonderpädagogik (lehramtsbezogen) umfasst 120 KP und legt seine Schwerpunkte auf zwei sonderpädagogische Fachrichtungen, die mit dem Beginn des Masterstudiums gewählt werden. Aktuell können an der Universität Oldenburg die folgenden Fachrichtungen studiert werden:

  • Emotionale und Soziale Entwicklung,
  • Geistige Entwicklung,
  • Körperliche und Motorische Entwicklung,
  • Lernen und
  • Sprache.

Konzeptionelle Ausrichtung und Inhalte

Um den Bedarfen der schulischen Praxis gerecht zu werden, wird bewusst in den fünf Fachrichtungen ausgebildet, denen bundesweit die meisten Schülerinnen und Schüler mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf zugeordnet werden (KMK 2016), die sonderpädagogischen Fachrichtungen Hören oder Sehen werden von niedersächsischen Studierenden üblicherweise an den Universitäten Hamburg, Dortmund oder Köln belegt.

Die Ergebnisse eines systematischen internationalen Literatur-Reviews (Melzer et al. 2015) zu den empirisch fassbaren Lehreraufgaben in inklusiven Bildungssystemen erlauben die Definition von vier gemeinsamen Aufgabenbereichen für alle Lehrkräfte, nämlich Unterricht, Kooperation, Förderplanung sowie eigene Professionalisierung. In diesen Bereichen finden sich Aufgaben, die gemeinsam durch Lehrkräfte der allgemeinen Schule oder spezialisiert durch sonderpädagogische Lehrkräfte erfüllt werden (Melzer et al. 2015, 73 ff.). Die Qualifikationen für die Lehreraufgaben in inklusiven Bildungskontexten sind auch durch das Studium der Sonderpädagogik zu vermitteln.

Im Masterstudium Lehramt Sonderpädagogik an der Universität Oldenburg beginnt diese Qualifizierung mit der Wahl von zwei sonderpädagogischen Fachrichtungen, die auf Basis des crosskategorialen Bachelorstudiums aufbauend studiert werden können (s. Studienverlaufsplan). Zu den sonderpädagogischen Fachrichtungen ist in der Konzeption des Studiengangs jeweils ein eigenständiges, zweisemestriges Modul zum Beginn des Masterstudiengangs vorgesehen. Ziel dieser Module ist es, in die Fragestellungen des Fachs einzuführen und sich vertiefend mit den spezifischen Fragen der Pädagogik und Didaktik auseinanderzusetzen. Die jeweils fachspezifische Weiterentwicklung zur Erfüllung des Auftrags inklusiver Bildung gehört dabei zu den zentralen Inhalten dieser fachlichen Grundlegung. In den weiteren Master-Modulen zu den Themen „Sonderpädagogische Diagnostik“ (sop717), „Soziale und berufliche Inklusion – Integration – Rehabilitation“ (sop718) und „Projekte Forschenden Lernens in Arbeitsfeldern der Sonder- und Rehabilitationspädagogik“ (sop719/720) werden, meist durch Vorlesungen, thematische Grundlagen vermittelt, in den folgenden Lehrveranstaltungen erfolgt dann eine fachrichtungsspezifische Schwerpunktsetzung, sodass eine vertiefende und kontinuierliche Ausbildung in den gewählten Fachrichtungen gewährleistet ist.

Für die Vermittlung fachwissenschaftlicher und forschungsmethodischer Inhalte beinhaltet der Studiengang somit aufeinander aufbauende Modulkombinationen, die es ermöglichen, erworbene Kompetenzen gemäß der Verordnung über Masterabschlüsse für Lehrämter in Niedersachsen (Nds. MasterVO-Lehr) praxisbezogen anzuwenden.

Die didaktischen und methodischen Grundlagen für die Kompetenzbereiche „Unterrichten“ und „Erziehen“ werden in den fachrichtungsbezogenen Modulen (sop713–716, sop722) gelegt und im Praxismodul „Entwickeln und Erproben von Kompetenzen in der Planung, Durchführung und Evaluation von Unterricht“ (prx545) umgesetzt. Der Kompetenzbereich „Beurteilen, Beraten und Fördern“ ist in dem Grundlagenmodul zur sonderpädagogischen Diagnostik (sop717) sowie dem Praxismodul „Förderdiagnostisches Praktikum“ (prx540) verankert. Der Erwerb von Kompetenzen in der Planung, Durchführung und Auswertung respektive Reflexion von Forschungsprozessen wird durch die Verknüpfung der bildungswissenschaftlichen Module „Schul- und Unterrichtsforschung“ (biw025/biw035) mit den sonderpädagogischen Modulen zum Forschenden Lernen (sop719/sop720) unterstützt. In diesen Modulen erfolgt in Form von Projekten Forschenden Lernens eine Zusammenführung forschungsmethodischer und fachrichtungsspezifischer Kenntnisse, indem Praxisprojekte konzipiert, geplant, durchgeführt, evaluiert und dokumentiert werden. Hierzu bestehen regelmäßige Kontakte zu vielfältigen sonderpädagogischen Praxiseinrichtungen in der Region.

Einen zentralen Stellenwert im Rahmen des Studiengangs Master of Education Sonderpädagogik nimmt das Thema Inklusion ein. Neben dem eigenständigen Modul „Soziale und berufliche Inklusion – Integration – Rehabilitation“ sind in allen Modulen Lehrveranstaltungsinhalte zu diesem Themenbereich integriert. Ebenfalls besteht in allen Praxismodulen die Möglichkeit zur Tätigkeit in inklusiven Settings.

Im Master of Education Sonderpädagogik setzen die Studierenden ihre Studien eines Unterrichtsfachs, das im Bachelorstudium begonnen wurde, fort. Besonders zentral sind hierbei fachdidaktische Inhalte, die im Rahmen des Praxismoduls (prx545) praktisch vertieft werden.

Den Abschluss des Studiengangs bildet das Masterabschlussmodul, in dessen Rahmen die Erstellung der Masterarbeit systematisch begleitet und unterstützt wird. Das Kernziel dieser Arbeit für die Studierenden ist die selbstständige Bearbeitung einer sonderpädagogischen Problem- bzw. Fragestellung nach wissenschaftlichen Methoden innerhalb einer vorgegebenen Frist. Die Arbeiten sind in der Regel empirisch ausgerichtet, sodass eigene Forschungsprojekte, oft auch in kleinen Arbeitsgruppen, theoretisch fundiert, konzipiert, umgesetzt und ausgewertet werden.

Webg6master70zf (sonderpip8aaedavplgogik@nyweuolgbq.dcoq97e) (Stand: 07.11.2019)