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Mentorenqualifikation

Kontakt

Susanne de Vries

Didaktisches Zentrum (DiZ),
Koordination GHR 300
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Uhlhornsweg 84,
26111 Oldenburg

Tel.: 0441-798-3035
Raum: A4 1-120
E-Mail: mentorehonqusy6k3alifikumatt/vnion@zsm1juol.de

Homepage: www.diz.uni-oldenburg.de bzw. www.uni-oldenburg.de/diz/studium-und-lehre/ghr-300

Mentorenqualifikation

Mentorenqualifikation GHR 300

Im Rahmen des sog. „GHR 300“ erfolgte zum Wintersemester 2014/15 in Niedersachsen eine Neustrukturierung der Lehramtsstudiengänge in Master of Education Grundschule einerseits und Master of Education Haupt- und Realschule andererseits. Die Studiendauer erhöhte sich von zwei auf vier Semester, zudem haben Studierende (unter Einbezug des Zwei-Fächer-Bachelors) bis zum Abschluss des Master of Education insgesamt 300 Kreditpunkte zu erwerben (daher: GHR 300).

Den zentralen Bestandteil dieser viersemestrigen Master of Education-Studiengänge bildet ein insgesamt 18-wöchiges Schulpraktikum, der sog. Praxisblock (Beginn jeweils im Februar).

Im Praxisblock erfolgt die Betreuung durch

  • FachdidaktikerInnen der Unterrichtsfächer,
  • Lehrbeauftragte in der Praxisphase (sog. LiPs: ebenfalls in dem jeweiligen Fach tätige FachseminarleiterInnen eines Studienseminars bzw. andere Lehrkräfte),
  • MentorInnen.

Die MentorInnen werden auf ihre Aufgabe, Studierende im Praktikum zu betreuen, zu beraten und zu unterstützen, im Rahmen einer Qualifizierungsmaßnahme vorbereitet. Damit MentorInnen theoriebasiert vorbereitet und methodisch erfahren in das Mentoring gehen, finden jährlich jeweils 2-tägige Fortbildungen an der Universität Oldenburg statt.

Zur Umsetzung der Qualifizierungsmaßnahme hatte das Niedersächsische Kultusministerium 2013 einen Rahmenplan mit Bausteinen für die Qualifizierung von MentorInnen vorgegeben. Nachfolgend wird kurz skizziert, wie das am Didaktischen Zentrum der Universität Oldenburg entwickelte Konzept der Mentorenqualifikation die Rahmenvorgaben umsetzt.

Zielsetzung

  • Ziel ist es, MentorInnen auf ihre Betreuungsaufgabe vorzubereiten.

  • MentorInnen sollen theoriebasiert vorbereitet und methodisch erfahren in das Mentoring gehen
    und so die Qualität in der Betreuung von Studierenden gewährleisten.

  • Auf dieser Basis sollen sie die fachdidaktische Ausbildung in der Praxisverzahnung unterstützen.
    Hierzu werden in der Mentorenqualifikation Informationen über die konzeptionellen Grundlagen der
    GHR 300-Masterstudiengänge gegeben, Kontakte zu den fachbezogenen Lehrenden hergestellt
    und Einblicke in die Grundstrukturen der begleitenden Ausbildungsmodule gegeben.
    Über die vorbereitende Mentorenqualifikation und das Mentoring soll eine engere Kooperation
    zwischen Schule und Universität ermöglicht werden.

  • Die Mentorenqualifikation ist eine Maßnahme, die MentorInnen in ihrer Tätigkeit unterstützen und entlasten soll. Sie bietet wertvolle theoretische Inhalte und Leitprinzipien sowie Methoden und Instrumente, um das Mentoring im Praktikum für beide Seiten (MentorInnen und Studierende)
    zu einer fachlich effektiven und menschlich erfreulichen Erfahrung werden zu lassen.

Inhalte

Einführung in GHR 300

Die MentorInnen erhalten Einblick in die Kernelemente der Reform und bekommen Grundlagen zu Zielen und zum Ablauf des Praxissemesters vermittelt. Organisatorische Rahmenbedingungen und rechtliche Zusammenhänge werden erläutert sowie Informationen zur Kooperation zwischen Universität und Schule vermittelt.

Modul 1: Haltung und Rolle der MentorInnen

Die MentorInnen werden über die Ziele des Mentoring und die sich daraus für sie ergebenden Aufgaben und Anforderungsbereiche (Begleiten, Beraten, Innovieren und Kooperieren) informiert. Wissenschaftliche Erkenntnisse bilden das theoretische Fundament der Mentorenqualifikation und liefern zugleich bewährte Leitprinzipien und praktische Unterstützung für die Arbeit von MentorInnen. Grundvoraussetzungen pädagogischen Handelns (Anthropologische Grundannahmen, die das Mentoring begünstigen), Beratungsverständnis und die Haltung, mit der MentorInnen ihre Rolle ausfüllen, werden erörtert und reflektiert.

Modul 2: Gesprächsführung

Die MentorInnen entwickeln Gesprächskompetenz mit dem Fokus auf Beratung und Förderung der Studierenden. Sie lernen Möglichkeiten kennen, Beratungsgespräche aktiv zu gestalten. Sie erproben und reflektieren Gesprächstechniken in der Beratung und erhalten gesprächsstrukturierende Hilfen. Die zuvor erörterten Grundvoraussetzungen pädagogischen Handelns und ihre jeweiligen pädagogischen Konsequenzen werden durch praktische Übungen und Rollenspiele anschaulich und erfahrbar.

Modul 3: Unterrichtshospitation und -reflexion

Kriterien für Unterrichtshospitation im Praktikumskontext und Leitfäden zur Unterrichtsbesprechung werden praxisbezogen erörtert.

Publikationen zum Projekt

  • Dressler, Jana-Katharina; Michaelis, Julia; Stern, Fedor (2018). Oldenburger MentorInnenqualifikation für Schulpraktika. journal für lehrerInnenbildung, 4/2018. 34-39.
  • Michaelis, Julia; Schubert, Thomas; Stern, Fedor (2016). Mentorenqualifikation GHR 300: Lehramtsstudierende beim Lernen in Praxisphasen reflexiv begleiten. SEMINAR 2/2016. 150-157.
diz-Webmuw5gaste4q3rxuy (dizcj7ao@utvajgni-oldenburg.de) (Stand: 21.08.2020)