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Abteilung Epidemiologie und Biometrie

Die Abteilung EuB vertritt zwei wesentliche quantitative Methodenfächer in der Medizin. Darüberhinaus bearbeiten wir eigene Forschungsfelder auch inhaltlich. Wir fühlen uns in Lehre und Forschung den Prin­zipien einer evidenz­basierten Medizin verpflichtet und möchten damit zu einer besseren gesundheitlichen Versorgung in der Region und darüber hinaus beitragen. Unsere Schwerpunkte sind eng miteinander verzahnt.

Im Bereich klinische Epidemiologie (Prof. A. Timmer) gibt es drei methodische Schwerpunkte:

Zum einen führen wir befragungsbasierte Projekte zur Versorgung bei chronischen Erkrankungen durch, dazu werden geeignete krankheitsspezifische Instrumente entwickelt und validiert. Thematisch stehen zurzeit vor allem Patienten jeglichen Alters mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen im Vordergrund.

Zum anderen besteht besondere Expertise im Bereich systematischer Übersichtsarbeiten. Dazu bestehen Kooperationen mit Cochrane Deutschland und der Cochrane Darmgruppe in London, Ontario, der die Abteilungsleitung auch als Herausgeberin (Editorial Board) angehört. 

Im Bereich Validierung von Routinedaten bearbeiten wir international eingebundene Projekte zur Validierung von Krankenhausentlassungsdiagnosen im Kontext multizentrischer Arzneimittelsicherheitsstudien. Es handelt sich um Auflagenstudien der europäischen Zulassungsbehörde, in denen wir in Kooperation mit der Pharmakoepidemiologie am BIPS in Bremen wichtige methodische Beiträge auf der Basis einer Zusammenarbeit mit dem Klinikum Oldenburg leisten können.

In weiteren Projekten sind wir Partner klinischer Abteilungen. Methoden der klinischen Epidemiologie spielten auch eine wichtige Rolle in unser Schulungs- und Beratungstätigkeit für den klinisch-wissenschaftlichen Nachwuchs und das klinische Department (ehemaliges BAMBI).

Der Bereich Krebsepidemiologie (NN) ergibt sich aus der Kooperation mit dem Epidemiologischen Krebsregister Niedersachsen sowie der hohen Relevanz der Onkologie im Versorgungsalltag in der Region. Aktuelle Projekte werden beispielsweise mit dem Zentrum für Krebsregisterdaten am Robert Koch-Institut (Berlin), der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie im Pius-Hospital Oldenburg (PD Dr. Weyhe) und der Krebsepidemiologie am University Medical Center Groningen (Prof. de Bock) bearbeitet.

Im Schwerpunkt Biometrische Methoden (Dr. Fabian Otto-Sobotka) werden Methoden der Modellierung patientenrelevanter Messungen im Kontext der Versorgungsforschung angewandt und weiterentwickelt. Kürzlich publizierte Anwendungsbeispiele sind Mobilitätsmaße im Projekt Äquipa, oder Patientenzufriedenheit aus dem Projekt Transition. Die progressionsfreien Überlebenszeiten von Patienten mit mutiertem Lungenkrebs über einen Mittelwert hinaus werden zudem im eigenen DFG Projekt VREIZEIT an Daten der Universitätsklinik für Hämatologie und Onkologie im Pius-Hospital Oldenburg untersucht. Die Problematik fehlender Werte in longitudinalen EEG Daten wird an Experimenten der Abteilung für Assistenzysteme und Medizintechnik untersucht.

 

 

 

Webmas0tgnter (david.sass@usvnol.sgde) (Stand: 07.11.2019)