Friederike Kastner

Institut für Biologie und Umweltwissenschaften (IBU)  (» Postanschrift)

Coenagrion mercuriale

Helm-Azurjungfer (Coenagrion mercuriale)

In Mitteleuropa werden von der Helm-Azurjungfer (FFH-Anhang II; RL D: 1; RL NRW: 2) am häufigsten kalkhaltige, langsam fließende Gräben und Bäche in Flussauen, Talniederungen und im Hügelland besiedelt. Charakteristisch für die Fließgewässer ist eine Quellnähe und/oder Grundwasserbeein-flussung, damit verbunden ein seltenes oder fehlendes Austrocknen, eine geringe bis mittlere Fließgeschwindigkeit, Eisfreiheit im Winter sowie geringe bis mittlere Nährstoff- und hohe Sauerstoffgehalte. Das Ausbreitungsverhalten der Art kann als „konservativ“ mit geringen Ausbreitungstendenzen und -distanzen eingestuft werden, allerdings mit gewissen Unterschieden zwischen den einzelnen Regionen ihres Verbreitungsgebietes.

Ihren Verbreitungsschwerpunkt hat die Helm-Azurjungfer in Süddeutschland. In Nordrhein-Westfalen kommt die Art ausschließlich im Tiefland vor. Bedeutende Vorkommen liegen im Bereich von Lippe, Ems und Weser.

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(Stand: 21.08.2020)