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2021

Dokumentation und Materialien der Veranstaltungen

Nach der Corona-Krise: Lohnzurückhaltung oder Einkommensplus?

Montag, der 5. Juli 2021, 17:00 – 18:30 Uhr, Online-Veranstaltung

mit Dierk Hirschel, Chefökonom der Gewerkschaft ver.di und der ver.di-Betriebsgruppe der CvO-Universität Oldenburg

Üblicherweise folgt von Arbeitgeber*innenseite nach einer Krise die Aufforderung nach Lohnzurückhaltung. So werden auch jetzt schon die Rufe nach niedrigeren Löhnen, nach der Heraufsetzung des Renteneintrittsalters auf 68 oder 70 Jahre und weniger Urlaub laut, auch aus dem Kreis der Wirtschaftswissenschaft. Dabei mussten die Beschäftigten bereits erhebliche Belastungen tragen und Einbußen hinnehmen: Menschen haben ihre Jobs verloren, viele waren und sind in Kurzarbeit oder haben seit Monaten erhebliche Mehrbelastungen durch die Arbeit im Homeoffice bzw. durch das Management der Krisensituation. Real und nominell bleibt für etliche Beschäftigte weniger in der Tasche als vor der Corona-Krise.

Damit stellt sich die Frage: Wer soll für die Krise zahlen und wer soll die Lasten schultern? Die Mehrheit der Arbeitgeber*innen und ihrer Wirtschaftswissenschaftler*innen fordern ein Sparen der öffentlichen Hand zu Lasten von Löhnen und Sozialleistungen. Der Chefökonom von ver.di Dierk Hirschel plädiert wiederum für das genaue Gegenteil: In der Krise muss der Staat für eine Belebung der Nachfrage sorgen. Daher kann die Lohnzurückhaltung unter einem Inflationsausgleich keine Antwort sein, sondern kann dazu führen, die Krise zu verschärfen.

Neben einem Vortrag von Dierk Hirschel wurde in der Veranstaltung mit Vertreter*innen der ver.di-Betriebsgruppe der Universität Oldenburg darüber diskutiert, was Solidarität in der Krise bedeutet und inwiefern Beschäftigte offensive Forderungen in der nächsten Tarifauseinandersetzung nach der Sommerpause aufstellen sollten.

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Reihe „Wer zahlt die Zeche? Soziale und ökonomische Konsequenzen der Corona-Krise“ statt. Weitere Veranstaltungen sind geplant.

Veranstalter: Kooperationsstelle Hochschule Gewerkschaften, DGB Region Oldenburg-Ostfriesland, Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen und ver.di Betriebsgruppe der Uni Oldenburg

Vortrag
Nach der Corona-Krise: Lohnzurückhaltung oder Einkommensplus?
Dr. Dierk Hirschel, Bereichsleiter Wirtschaftspolitik, ver.di Bundesverwaltung


 

 

 

 

 

Zukunftsdiskurs: „Arbeiten zwischen Home und Office – betriebliche Regelungen und Weiterbildungen“

Mittwoch, 23. Juni 2021, 17:00 Uhr - 19:00 Uhr, Online-Auftaktveranstaltung

Mit Ausbruch der Covid-19-Pandemie hat sich die Arbeit für viele Beschäftigte ins Homeoffice verlagert. Wurde vor ein paar Monaten noch von einem kurzzeitigen vermehrten Arbeiten im Homeoffice ausgegangen, steht längst fest, dass auch nach der Pandemie ein großer Anteil der Beschäftigten ganz oder teilweise von zu Hause aus arbeiten wird. Dass Homeoffice jedoch nicht automatisch zu guten Arbeitsbedingungen führt, haben die letzten Monate eindrücklich gezeigt. Vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen stellt sich die Frage, welche betrieblichen Regelungen sich bewährt haben, welcher weiteren Vereinbarungen es bedarf und welche Fort- und Weiterbildungen sinnvoll und notwendig sind, um ein sozial- und gesundheitsverträgliches Arbeiten im Homeoffice zu gewährleisten. Die damit verbundenen Herausforderungen und unterschiedlichen Lösungsansätze werden in dem Praxisprojekt in den Blick genommen.

„Arbeiten zwischen Home und Office“ knüpft an den jüngst abgeschlossenen Zukunftsdiskurs „Digital – Mobil“ und das Forschungsprojekt „prentimo – präventionsorientierte Gestaltung mobiler Arbeit“ an. Im Rahmen einer Online-Umfrage sowie verschiedener Veranstaltungsformate sollen Chancen und Risiken von Homeoffice-Modellen in ihrer konkreten Ausgestaltung erschlossen, vermittelt und mit Best-Practice-Beispielen prozessbegleitend unterstützt werden. Dabei werden Möglichkeiten zur Chancenentfaltung wie auch zur Risikoprävention für das Arbeiten im Homeoffice aus Sicht der beteiligten Akteursgruppen berücksichtigt. Das Projekt richtet sich an Beschäftigte, Interessenvertretungen, Gewerkschaften, Arbeitgeber und -verbände, Weiterbildungseinrichtungen sowie kommunale Vertreter*innen aus Arbeits-, Familien-, Gleichstellungs-, Gesundheits- und Wirtschaftspolitik.

Programm der Auftaktveranstaltung
- 17:00 Uhr Eröffnung
- 17:15 Uhr Vortrag und Diskussion
   Homeoffice im Dienstleistungssektor – Chancen, Risiken und Gestaltungsmöglichkeiten
   Dr. Elke Ahlers, Hans-Böckler-Stiftung
- 18:00 Vortrag und Diskussion
   Arbeiten im Homeoffice – Erfahrungen beim Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband
  
Christoph Oltmann, Niklas Mosch, OOWV
- 18:30 Uhr Zukunftsdiskurs: Inhalte und Umsetzung
- 19:00 Ende der Veranstaltung

Vortrag
Homeoffice im Dienstleistungssektor - Chancen, Risiken und Gestaltungsmöglichkeiten
Dr. Elke Ahlers, WSI der Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf

Vortrag
Arbeiten im Homeoffice – Erfahrungen beim Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband
Christoph Oltmann, Niklas Mosch, OOWV
Interessierte können sich direkt an Christoph Oltmann,

oder an Niklas Mosch, wenden.

 

 

 

Mark Haarfeldt: Rowdytum und Politik.
Ostdeutsche Fußballfans zwischen DDR und Wende

Donnerstag, 10. Juni 2021, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr, Online-Veranstaltung

Als es Anfang Oktober 1989 in Dresden am Hauptbahnhof zu schweren Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der Volkspolizei kam, waren auch zahlreiche Anhänger der SG Dynamo Dresden dabei. Auch in Leipzig folgten Fußballfans dem Aufruf zu den Montagsdemonstrationen, die das Ende der DDR einläuteten. Ist die Zeit bis zur Vereinigung zwischen BRD und DDR als friedliche Revolution in die Geschichtsbücher eingegangen, gab der Fußball in den zwei letzten Saisons der DDR-Oberliga ein völlig anderes Bild ab. Die Fußballfankultur in der DDR nahm seit den 1970er Jahre einen hohen Stellenwert vor allem bei männlichen Jugendlichen ein. Die internationalen Erfolge der DDR-Clubs begeisterten zehntausende Menschen und schufen zugleich nun den Raum für Artikulationen außerhalb des konformistischen Verhaltenskodex der SED. Der Vortrag warf einen Blick in die „Wilde Zeit“ zurück, in der gesellschaftliche Umbrüche, soziale Unsicherheit und neue politische Entwicklungen die Menschen und den Sport massiv beeinflussten.


Mark Haarfeldt ist Referent beim DGB-Bildungswerk (Bund) und zudem ehrenamtlicher Mitarbeiter im Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung

Der Abendvortrag fand in Kooperation mit dem VfB für Alle e. V. im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Rechte Netzwerke: Erscheinungsformen, Erklärungsansätze und Gegenstrategien“ statt. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit der Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen Nord und dem DGB Oldenburg-Ostfriesland durchgeführt.

 

Ökonomisierung im Gesundheitswesen - Film „Der marktgerechte Patient“

Freitag, 28.05.2021 17:30 - 21:00, Online-Filmvorführung und Diskussion

Ökonomischer Druck in der stationären Gesundheitsversorgung ist seit Einführung eines Fallpauschalen-Systems 2003 Realität und führt zu Fehlversorgung auf Kosten der Gesundheit von Patient*innen. Die aktuelle Pandemiesituation illustriert in drastischer Weise die Notwendigkeit von Veränderungen in der Finanzierung von (pflegerischer) Gesundheitsversorgung. Vor diesem Hintergrund hat der Film “Der marktgerechte Patient” (2018) noch einmal an Relevanz gewonnen. Im Anschluss an die Filmvorführung fand eine Gesprächsrunde mit den Filmemacher*innen und Vertreter*innen der Gewerkschaft ver.di  statt.

Programm:

  • 17:30 - 17:45 Uhr Einführung in den Film
  • 17:45 – 19:15 Uhr Online-Filmvorführung “Der marktgerechte Patient” (82 min)
  • 19:15 - 19:30 Uhr Pause
  • 19:30 - 21:00 Uhr Gespräch mit den Filmemacher*innen und ver.di über (politische) Handlungsmöglichkeiten

Robert Claus: Vorbereitung für den Straßenkampf? Kampfsport in der rechten Szene

Donnerstag, 27. Mai 2021, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr, Online-Veranstaltung

Buchvorstellung und Vortrag mit Robert Claus

Neonazis haben in den vergangenen Jahren gezielt in den Aufbau eigener Strukturen im Kampfsport investiert - von der Partei "III. Weg" bis hin zum Event "Kampf der Nibelungen“. Dort rekrutieren sie Nachwuchs, finanzieren und vernetzen ihre Szene national sowie europaweit. Nicht zuletzt trainieren sie ihre politische Gewalt und üben den Straßenkampf für den in der Szene viel beschworenen Tag X - den Tag der Machtergreifung.

Robert Claus recherchiert seit vielen Jahren zum Kampfsport in der extremen Rechten und gab einen Überblick zur Entwicklung von Akteuren und Netzwerken sowie ihrer Ideologie. Zudem waren alle demokratischen Gäste herzlich eingeladen, gemeinsam über Präventionsmöglichkeiten zu diskutieren.

Robert Claus forscht und hält Vorträge zu den Themen Hooliganismus und Gewalt, Rechtsextremismus und Kampfsport.

Der Abendvortrag fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe„Rechte Netzwerke: Erscheinungsformen, Erklärungsansätze und Gegenstrategien“ statt. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit der Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen Nord und dem DGB Oldenburg-Ostfriesland durchgeführt.

 

Amira Mohamed Ali: Frauen*realitäten in der Politik

Mittwoch, 26. Mai 2021, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr, Online-Veranstaltung

Haben Frauen weniger Interesse an Politik oder sind es strukturelle Hürden, die es Frauen erschweren, in der Politik tätig zu sein? Dieser Frage gingen wir gemeinsam mit Amira Mohamed Ali auf den Grund.

Wer Politik in verantwortlichen Positionen mitgestalten will, kommt an Parteien nicht vorbei. Für Frauen besitzen Parteien jedoch nur eine geringe Attraktivität. Dies betrifft sowohl eine Mitgliedschaft als auch die Amtsübernahme in einer Partei. Im außerparlamentarischen Bereich fallen die Geschlechterdifferenzen deutlich geringer aus. Was müssen Parteien ändern, um aktive Frauen für sich zu gewinnen? Welche Rollen spielen dabei die Medien? Amira Mohamed Ali berichtete über die aktuelle Situation von Frauen in der Politik, über Hürden und notwendige Veränderungen. Dabei ließ sie ihre eigenen Erfahrungen aus dem Alltag als Politikerin natürlich mit einfließen. Abschließend wurden mit den Teilnehmenden Ziele, Erfahrungen und Handlungsbedarfe für Frauen in der Politik diskutiert.

Referentin: Amira Mohamend Ali ist seit 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages. Sie wurde am 12.11.2019 zusammen mit Dietmar Bartsch zur Fraktionsvorsitzenden der Partei „DIE LINKE“ im Bundestag gewählt.

Der Vortrag fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Frauen*realitäten verändern! Frauen in Arbeit, Politik und Gesellschaft“ statt. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit dem DGB Oldenburg-Ostfriesland und der Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen Nord durchgeführt.

Prof. Dr. Heinz-J. Bontrup: Gutes Wohnen für alle! Kommunale und öffentliche Wohnungsbautätigkeit jetzt!

Dienstag, 25. Mai 2021, 18:00 Uhr, Online-Veranstaltung

Nicht nur in den großen Metropolen steigen Wohnungskosten und Mietpreise rasant an, auch in Oldenburg sind die Mieten in den letzten 7 Jahren teilweise um über ein Drittel gestiegen. Statt leistbare Wohnungen wurden fast nur Luxuswohnungen gebaut. Gleichzeitig sinkt die Zahl von Sozialwohnungen rapide auf nunmehr etwas über 2.500, das macht nur noch einen Anteil von 2,7% aller Wohnungen in der Stadt Oldenburg aus. Der Markt hat wiederholt bei der Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum versagt.
Viele fordern, dass die Kommune selber bauen soll, damit langfristig preiswerte Wohnungen zur Verfügung stehen. Auch kommunale Flächen sollen, wenn nicht selbst bebaut werden, nur noch über Erbpacht vergeben werden. Doch die Verwaltung und Teile des Rates der Stadt Oldenburg wehren sich dagegen, setzen weiterhin darauf, private Investoren zu fördern und wollen die letzten verfügbaren kommunalen Flächen veräußern. Dagegen muss eine „Wohnungsbauwende“ gesetzt werden, und die Stadt muss endlich selbst leistbare Wohnungen im unteren Preissegment bauen!
In der Veranstaltung hat Heinz-J. Bontrup die Ursachen der aktuellen Krise bei der Versorgung von bezahlbarem Wohnraum beleuchtet und die Notwendigkeit des öffentlichen Bauens begründet.

Referent: Prof. Dr. Heinz-J. Bontrup, ehem. Westfälische Hochschule, Sprecher der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik.

Weitere Informationen sind im Flyer enthalten.

„Der marktgerechte Mensch“, Dokumentarfilm von 2020 und Diskussion mit den Filmemacher*innen

Mittwoch, 19. Mai 2021, 19:00 Uhr, Online-Streaming, 21:00 Uhr Online-Diskussion

Die Filmemacher gehen an die Arbeitsplätze der neuen Modelle des Kapitalismus wie der Gig-Economy oder der Arbeit auf Abruf. Sie treffen auf Menschen in bisher sicher geglaubten Arbeitsstrukturen an Universitäten oder in langjährigen Arbeitsverhältnissen mittlerer- und oberer Leitungspositionen. Und beobachten wie sich die Verschärfung des Wettbewerbs immer stärker auf den Einzelnen verlagert, was Solidarisierung mit tragbaren sozialen Beziehungen nur sehr schwer Raum lässt. Depression und Burnout machen Menschen, die an dieser Last und Unsicherheit zerbrechen, das Leben zur Hölle. Selbst dann noch glauben viele, an ihrem Schicksal schuld und ein Einzelfall zu sein.

Doch dieser Wahnsinn ist nicht alternativlos. Der Film stellt Betriebe vor, die nach dem Prinzip des Gemeinwohls wirtschaften, Beschäftigte von Lieferdiensten, die einen Betriebsrat gründen und die Kraft der Solidarität von jungen Menschen, die für einen Systemwandel eintreten. „Der marktgerechte Mensch“ ist ein Film, der die Situation hinterfragt, Mut machen will, sich einzumischen und zusammenzuschließen. Denn ein anderes Leben ist möglich.

Der Film wurde zum Streamen freigeschaltet (19:00 Uhr). Anschließend fand um 21:00 Uhr eine Online-Diskussionsrunde mit den Filmemacher*innen über das Videokonferenzsystem BigBlueButtion statt.

 

Elke Hannack: Frauen*realitäten Arbeitsmarkt

Dienstag, 27. April 2021, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr, Online-Veranstaltung

In den vergangenen Monaten hat sich die Situation für Frauen auf dem Arbeitsmarkt bedingt durch die Pandemie verschärft. Mehrbelastung im Homeoffice oder die hohe Beschäftigungsrate von Frauen in Minijobs sind nur zwei Beispiele. Schlechte Bezahlung und Unsicherheiten nur einige der Folgen. Schon vor der Pandemie hatten Frauen mit dem Gender-Pay-Gap und weiteren Benachteiligungen auf dem Arbeitsmarkt zu kämpfen. 

Elke Hannack spricht in ihrem Vortrag über die aktuelle Situation mit ihren Hürden und Perspektiven sowie die Bedeutung von Organisation und Mitbestimmung für Frauen. Ebenso wird sie einen Einblick in ihren eigenen Weg als Frau in der Gewerkschaft und auf der politischen Bühne geben. Abschließend werden im Austausch mit den Teilnehmenden Ziele, Erfahrungen und Handlungsbedarfe für Frauen in der Arbeitswelt diskutiert.

Referentin: Elke Hannack ist seit 2013 stellvertretende Bundesvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes und seit vielen Jahrzehnten als Gewerkschafterin aktiv, erst ehrenamtlich als Betriebsrats- und Gesamtbetriebsratsvorsitzende, später hauptberuflich. Als Frau auf dem gewerkschaftlichen und politischen Parkett setzt sie sich u.a. für Frauen-, Gleichstellungs- und Familienpolitik ein.

Anmeldung: Die Veranstaltung findet online statt und ist kostenlos.
Den Link zur Veranstaltung gibt es nach Anmeldung über E-Mail an
Anmeldeschluss ist der 25. April 2021

KlimaWissen 2021: 1.000 Schüler*innen im Austausch mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Donnerstag, 25. März 2021, online-Projekttag

Die Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften war federführend mit dem Didaktischen Zentrum in der Organisation des Projekttages für Schüler*innen KlimaWissen 2021 beteiligt.  Am 25.03.2021 fand der 1. Projekttag „KlimaWissen2021“ statt, bei dem sich über 1.000 interessierte Schüler*innen in über 50 Klassen online über Klimawandel, Klimafolgen und Klimaschutz mit 36 Wissenschaftler*innen ausgetauscht haben. Unter den Veranstaltungsangeboten waren die Akteure der Universität Oldenburg mit 16 Veranstaltungen vertreten.

In den KlimaTalks ließen sich die Schüler*innen der Jahrgänge 9 bis 13 allgemeinbildender und berufsbildender Schulen u. a. komplexe naturwissenschaftliche Zusammenhänge erklären, sie diskutierten mit den Wissenschaftler*innen über die Wirksamkeit von politischen Maßnahmen, sprachen über den Umgang mit Klimaängsten oder auch über individuelle Handlungsmöglichkeiten.

Die Resonanz auf die Veranstaltung war sehr groß, schon vor Anmeldeschluss waren viele Themen ausgebucht. Die Angebote stießen auf ein äußerst großes Interesse, da sich die verschiedenen Themen wie Klimakunde, Tier- & Pflanzenwelt, Energie & Verkehr, Wirtschaft & Politik, Klima im Alltag, Klimawandel & Klimafolgen in verschiedene Unterrichtsfächer integrieren ließen.

Für „KlimaWissen 2021“ wurde ein neues Veranstaltungsformat entwickelt. Es verlief in zwei Phasen: In der ersten Phase vertiefte sich die Klasse mit Hilfe eines exklusiv für die Veranstaltung erstellten Videobeitrags im Rahmen des Unterrichts in ein bestimmtes Klimathema. In der 2. Phase erfolgte dann am Projekttag am 25.03.2021 ein digitaler Live-Austausch mit den Wissenschaftler*innen zu den ausgewählten Themen.

Erste Stimmen auf dieses neue Konzept sind sehr positiv, da das Format flexibel unter Coronabedingungen umsetzbar war und je nach Interesse sowohl nur als einstündige live Veranstaltung oder als Projekttag buchbar war. Überdies ging das Konzept des informellen Austausches gut auf. Durch die Vorbereitung im Unterricht haben sich die Schüler*innen in ein Klimathema vertieft und konnten sich entsprechend qualifiziert im KlimaTalk austauschen und viel über die Klimaforschung aber auch über Handlungsmöglichkeiten erfahren.

Das neuartige Veranstaltungsformat entstand auf Anregung regionaler Gruppen der Fridays-for-Future-Bewegung. Der Projekttag ist eine Gemeinschaftsinitiative verschiedener Akteure und wurde federführend von der Kooperationsstelle-Hochschule Gewerkschaften und vom Zentrum für Lehrkräftebildung – Didaktisches Zentrum der Universität Oldenburg organisiert.

An der Veranstaltung KlimaWissen 2021 waren neben der Universität Oldenburg beteiligt: Scientists for Future Oldenburg, Fridays for Future Oldenburg und Leer, Students for Future Oldenburg, das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.

Weitere Informationen auf der Website des Projektes.

Veronika Oechtering: "Ich arbeite für das FBI."
Wege von Frauen* in technische Berufe. Was wirkt! Und wann?

Dienstag, 09. März 2021, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr, Online mit dem Videokonferenzsystem BigBlueButton

In den vergangenen vier Jahrzehnten haben wir detailliertes Wissen über Reformbedarfe erlangt, die mehr Frauen ein technisches Studium ermöglichen würden. Doch selbst erfolgreiche Maßnahmen in Schulen oder Hochschulen werden nicht dauerhaft umgesetzt. Der Vortrag stellte anhand von Beispielen aus Informatik und Ingenieurwissenschaften dar, wo die Hürden liegen und welche Entwicklungen gelingen. Kritische Momente sind in den Übergängen von der Schule ins Studium und vom Studium in den Beruf zu finden. Daher wurde ebenfalls aufgezeigt, welche große Bedeutung hierbei realistische Kenntnisse über die späteren Arbeitsplätze und Erwartungen an die Unternehmen besitzen. Abschließend wurden im Austausch mit den Teilnehmenden bisherige Ziele, Erfahrungen und Handlungsbedarfe diskutiert.

Referentin: Veronika Oechtering leitet das Kompetenzzentrum Frauen in Naturwissenschaft und Technik der Universität Bremen. In zahlreichen Projekten hat sie Praxismaßnahmen zur geschlechtergerechten Berufsorientierung durchgeführt sowie zu Studienreformen im Technikstudium geforscht.

 Auftaktveranstaltung im Rahmen der Reihe "Frauen*realitäten verändern - Frauen* in Arbeit, Politik und Gesellschaft", organisiert von der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften in Zusammenarbeit mit der DGB Region Oldenburg-Ostfriesland und der Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen Nord.

Transformierende oder konservierende Strategie? Gewerkschaften in der Nachhaltigkeitsrevolution

Montag, 22. Februar 2021, 17 Uhr, mit Prof. Dr. Klaus Dörre (Universität Jena)

Der Umbau der Industriegesellschaft in eine CO2-neutrale Wirtschaft- und Lebensweise wird zu großen Umbrüchen und Verwerfungen führen, bei denen gerade Gewerkschaften stark unter Druck geraten. Klaus Dörre spricht von einer „ökonomisch-ökologischen Zangenkrise“, in der sich Gewerkschaften befinden: auf der einen Seite, zwingt der Klimawandel zu einer CO2-neutralen Wirtschaftsweise mit völlig neuen Produkten und Konzepten, auf der anderen Seite funktioniert die bisherige Strategie der Umverteilung dann nicht mehr, weil bislang die Umverteilungsmasse aus dem Mehrprodukt durch ein fossil basiertes Wirtschaftswachstum gespeist wurde, welches ökologisch nicht mehr tragfähig ist.

Der Druck in den Belegschaften, reine Beschäftigungssicherung zu betreiben, ist enorm. Damit geraten aber Gewerkschaften in die Gefahr, nur Bestandswahrung zu betreiben und ökologische Regulierungen zu bekämpfen. Wie können Gewerkschaften und Betriebsräte dagegen zu „transformierenden“ Akteuren werden, die ökologische Ziele  mit sozialen Zielen vereinbaren?

Der Input wurde in Form eines Folienvortrags eine Woche vor der Veranstaltung auf der Dokumentationsseite veröffentlicht, auf der weitere Materialien zum Thema zur Verfügung stehen. Am22. Februar 2021 bestand die Möglichkeit, mit dem Referenten online via BigBlueButton in die Diskussion zu kommen.

Nachhaltigkeitsstrategien der Automobilindustrie

Montag, 25. Januar 2021, 17 Uhr, mit Thomas Müller (IG Metall Bezirk Niedersachsen/Sachsen-Anhalt)

Der Transformationsdruck aufgrund der Klimaschutzziele, die bis 2050 praktisch einen emissionsfreien Verkehrssektor erfordern, auf die Mobilitätswirtschaft ist in eine neue Dimension gehoben. Gleichzeitig befindet sich die Branche durch die Prozesse der Digitalisierung und Automatisierung sowie völlig neuen Herausforderungen des globalen Wettbewerbs in einer tiefgreifenden Umstrukturierung. Zusammengenommen kann, ohne Übertreibung, von einer historischen Dimension der Transformation gesprochen werden.

Die hohe Bedeutung der Mobilitätswirtschaft in Niedersachsen stellt für das Land eine besondere Herausforderung dar. Insbesondere die Automobil- und Zulieferindustrie muss aufgrund ihrer großen Beschäftigtenzahl und ihrer herausragenden ökonomischen Stellung als „Schlüssel­branche“ bezeichnet werden.

Auf die ökologischen Herausforderungen reagieren die großen Automobilhersteller mit unterschiedlichen Strategien: Elektromobilität, Sharing-Systeme, Wasserstoff-Fahrzeuge u.e.m. Welche Herausforderungen müssen dabei die Hersteller, aber auch der Staat, die Kommunen und Nutzer bewältigen? Und welche Dilemmata bringt der Transformationsprozess für die Beschäftigten und ihre Interessenvertretungen mit sich? Welche Strategien können und sollten Gewerkschaften verfolgen?

Der Input in Form eines Folienvortrags ist an dieser Stelle bei uns veröffentlicht. Am Veranstaltungstag bestand die Möglichkeit, mit dem Referenten online via BigBlueButton zu diskutieren.

(Stand: 07.07.2021)