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2021

Dokumentation und Materialien der Veranstaltungen

Elke Hannack: Frauen*realitäten Arbeitsmarkt

Dienstag, 27. April 2021, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr, Online-Veranstaltung

In den vergangenen Monaten hat sich die Situation für Frauen auf dem Arbeitsmarkt bedingt durch die Pandemie verschärft. Mehrbelastung im Homeoffice oder die hohe Beschäftigungsrate von Frauen in Minijobs sind nur zwei Beispiele. Schlechte Bezahlung und Unsicherheiten nur einige der Folgen. Schon vor der Pandemie hatten Frauen mit dem Gender-Pay-Gap und weiteren Benachteiligungen auf dem Arbeitsmarkt zu kämpfen. 

Elke Hannack spricht in ihrem Vortrag über die aktuelle Situation mit ihren Hürden und Perspektiven sowie die Bedeutung von Organisation und Mitbestimmung für Frauen. Ebenso wird sie einen Einblick in ihren eigenen Weg als Frau in der Gewerkschaft und auf der politischen Bühne geben. Abschließend werden im Austausch mit den Teilnehmenden Ziele, Erfahrungen und Handlungsbedarfe für Frauen in der Arbeitswelt diskutiert.

Referentin: Elke Hannack ist seit 2013 stellvertretende Bundesvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes und seit vielen Jahrzehnten als Gewerkschafterin aktiv, erst ehrenamtlich als Betriebsrats- und Gesamtbetriebsratsvorsitzende, später hauptberuflich. Als Frau auf dem gewerkschaftlichen und politischen Parkett setzt sie sich u.a. für Frauen-, Gleichstellungs- und Familienpolitik ein.

Anmeldung: Die Veranstaltung findet online statt und ist kostenlos.
Den Link zur Veranstaltung gibt es nach Anmeldung über E-Mail an
Anmeldeschluss ist der 25. April 2021

KlimaWissen 2021: 1.000 Schüler*innen im Austausch mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Donnerstag, 25. März 2021, online-Projekttag

Die Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften war federführend mit dem Didaktischen Zentrum in der Organisation des Projekttages für Schüler*innen KlimaWissen 2021 beteiligt.  Am 25.03.2021 fand der 1. Projekttag „KlimaWissen2021“ statt, bei dem sich über 1.000 interessierte Schüler*innen in über 50 Klassen online über Klimawandel, Klimafolgen und Klimaschutz mit 36 Wissenschaftler*innen ausgetauscht haben. Unter den Veranstaltungsangeboten waren die Akteure der Universität Oldenburg mit 16 Veranstaltungen vertreten.

In den KlimaTalks ließen sich die Schüler*innen der Jahrgänge 9 bis 13 allgemeinbildender und berufsbildender Schulen u. a. komplexe naturwissenschaftliche Zusammenhänge erklären, sie diskutierten mit den Wissenschaftler*innen über die Wirksamkeit von politischen Maßnahmen, sprachen über den Umgang mit Klimaängsten oder auch über individuelle Handlungsmöglichkeiten.

Die Resonanz auf die Veranstaltung war sehr groß, schon vor Anmeldeschluss waren viele Themen ausgebucht. Die Angebote stießen auf ein äußerst großes Interesse, da sich die verschiedenen Themen wie Klimakunde, Tier- & Pflanzenwelt, Energie & Verkehr, Wirtschaft & Politik, Klima im Alltag, Klimawandel & Klimafolgen in verschiedene Unterrichtsfächer integrieren ließen.

Für „KlimaWissen 2021“ wurde ein neues Veranstaltungsformat entwickelt. Es verlief in zwei Phasen: In der ersten Phase vertiefte sich die Klasse mit Hilfe eines exklusiv für die Veranstaltung erstellten Videobeitrags im Rahmen des Unterrichts in ein bestimmtes Klimathema. In der 2. Phase erfolgte dann am Projekttag am 25.03.2021 ein digitaler Live-Austausch mit den Wissenschaftler*innen zu den ausgewählten Themen.

Erste Stimmen auf dieses neue Konzept sind sehr positiv, da das Format flexibel unter Coronabedingungen umsetzbar war und je nach Interesse sowohl nur als einstündige live Veranstaltung oder als Projekttag buchbar war. Überdies ging das Konzept des informellen Austausches gut auf. Durch die Vorbereitung im Unterricht haben sich die Schüler*innen in ein Klimathema vertieft und konnten sich entsprechend qualifiziert im KlimaTalk austauschen und viel über die Klimaforschung aber auch über Handlungsmöglichkeiten erfahren.

Das neuartige Veranstaltungsformat entstand auf Anregung regionaler Gruppen der Fridays-for-Future-Bewegung. Der Projekttag ist eine Gemeinschaftsinitiative verschiedener Akteure und wurde federführend von der Kooperationsstelle-Hochschule Gewerkschaften und vom Zentrum für Lehrkräftebildung – Didaktisches Zentrum der Universität Oldenburg organisiert.

An der Veranstaltung KlimaWissen 2021 waren neben der Universität Oldenburg beteiligt: Scientists for Future Oldenburg, Fridays for Future Oldenburg und Leer, Students for Future Oldenburg, das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.

Weitere Informationen auf der Website des Projektes.

Veronika Oechtering: "Ich arbeite für das FBI."
Wege von Frauen* in technische Berufe. Was wirkt! Und wann?

Dienstag, 09. März 2021, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr, Online mit dem Videokonferenzsystem BigBlueButton

In den vergangenen vier Jahrzehnten haben wir detailliertes Wissen über Reformbedarfe erlangt, die mehr Frauen ein technisches Studium ermöglichen würden. Doch selbst erfolgreiche Maßnahmen in Schulen oder Hochschulen werden nicht dauerhaft umgesetzt. Der Vortrag stellte anhand von Beispielen aus Informatik und Ingenieurwissenschaften dar, wo die Hürden liegen und welche Entwicklungen gelingen. Kritische Momente sind in den Übergängen von der Schule ins Studium und vom Studium in den Beruf zu finden. Daher wurde ebenfalls aufgezeigt, welche große Bedeutung hierbei realistische Kenntnisse über die späteren Arbeitsplätze und Erwartungen an die Unternehmen besitzen. Abschließend wurden im Austausch mit den Teilnehmenden bisherige Ziele, Erfahrungen und Handlungsbedarfe diskutiert.

Referentin: Veronika Oechtering leitet das Kompetenzzentrum Frauen in Naturwissenschaft und Technik der Universität Bremen. In zahlreichen Projekten hat sie Praxismaßnahmen zur geschlechtergerechten Berufsorientierung durchgeführt sowie zu Studienreformen im Technikstudium geforscht.

 Auftaktveranstaltung im Rahmen der Reihe "Frauen*realitäten verändern - Frauen* in Arbeit, Politik und Gesellschaft", organisiert von der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften in Zusammenarbeit mit der DGB Region Oldenburg-Ostfriesland und der Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen Nord.

Transformierende oder konservierende Strategie? Gewerkschaften in der Nachhaltigkeitsrevolution

Montag, 22. Februar 2021, 17 Uhr, mit Prof. Dr. Klaus Dörre (Universität Jena)

Der Umbau der Industriegesellschaft in eine CO2-neutrale Wirtschaft- und Lebensweise wird zu großen Umbrüchen und Verwerfungen führen, bei denen gerade Gewerkschaften stark unter Druck geraten. Klaus Dörre spricht von einer „ökonomisch-ökologischen Zangenkrise“, in der sich Gewerkschaften befinden: auf der einen Seite, zwingt der Klimawandel zu einer CO2-neutralen Wirtschaftsweise mit völlig neuen Produkten und Konzepten, auf der anderen Seite funktioniert die bisherige Strategie der Umverteilung dann nicht mehr, weil bislang die Umverteilungsmasse aus dem Mehrprodukt durch ein fossil basiertes Wirtschaftswachstum gespeist wurde, welches ökologisch nicht mehr tragfähig ist.

Der Druck in den Belegschaften, reine Beschäftigungssicherung zu betreiben, ist enorm. Damit geraten aber Gewerkschaften in die Gefahr, nur Bestandswahrung zu betreiben und ökologische Regulierungen zu bekämpfen. Wie können Gewerkschaften und Betriebsräte dagegen zu „transformierenden“ Akteuren werden, die ökologische Ziele  mit sozialen Zielen vereinbaren?

Der Input wurde in Form eines Folienvortrags eine Woche vor der Veranstaltung auf der Dokumentationsseite veröffentlicht, auf der weitere Materialien zum Thema zur Verfügung stehen. Am 22. Februar 2021 bestand die Möglichkeit, mit dem Referenten online via BigBlueButton in die Diskussion zu kommen.

Nachhaltigkeitsstrategien der Automobilindustrie

Montag, 25. Januar 2021, 17 Uhr, mit Thomas Müller (IG Metall Bezirk Niedersachsen/Sachsen-Anhalt)

Der Transformationsdruck aufgrund der Klimaschutzziele, die bis 2050 praktisch einen emissionsfreien Verkehrssektor erfordern, auf die Mobilitätswirtschaft ist in eine neue Dimension gehoben. Gleichzeitig befindet sich die Branche durch die Prozesse der Digitalisierung und Automatisierung sowie völlig neuen Herausforderungen des globalen Wettbewerbs in einer tiefgreifenden Umstrukturierung. Zusammengenommen kann, ohne Übertreibung, von einer historischen Dimension der Transformation gesprochen werden.

Die hohe Bedeutung der Mobilitätswirtschaft in Niedersachsen stellt für das Land eine besondere Herausforderung dar. Insbesondere die Automobil- und Zulieferindustrie muss aufgrund ihrer großen Beschäftigtenzahl und ihrer herausragenden ökonomischen Stellung als „Schlüssel­branche“ bezeichnet werden.

Auf die ökologischen Herausforderungen reagieren die großen Automobilhersteller mit unterschiedlichen Strategien: Elektromobilität, Sharing-Systeme, Wasserstoff-Fahrzeuge u.e.m. Welche Herausforderungen müssen dabei die Hersteller, aber auch der Staat, die Kommunen und Nutzer bewältigen? Und welche Dilemmata bringt der Transformationsprozess für die Beschäftigten und ihre Interessenvertretungen mit sich? Welche Strategien können und sollten Gewerkschaften verfolgen?

Der Input in Form eines Folienvortrags ist an dieser Stelle bei uns veröffentlicht. Am Veranstaltungstag bestand die Möglichkeit, mit dem Referenten online via BigBlueButton zu diskutieren.

(Stand: 30.04.2021)