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Prof. Dr. Bernd Siebenhüner erneut ins DKN berufen
Prof. Dr. Bernd Siebenhüner wird erneut in das Deutsche Komitee für Nachhaltigkeitsforschung (DKN) durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) berufen.
Das Deutsche Komitee für Nachhaltigkeitsforschung (DKN) bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) berät Wissenschaft und Politik zu zentralen Fragen der Nachhaltigkeit und fördert den interdisziplinären Austausch in diesem Forschungsfeld.
Mit seiner Arbeit an der Professur für Ökologische Ökonomie | Carl von Ossietzky Universität Oldenburg steht er für eine Forschung, die zentrale Herausforderungen unserer Zeit adressiert, von Klimaanpassung und internationaler Umweltpolitik bis hin zu Transformationsprozessen für nachhaltige Entwicklung.
Wir freuen uns auf die kommenden Impulse!
Neue Publikation: Unpacking adaptation lock-ins: Explaining the persistence of the adaptation gap
Trotz wachsender Aufmerksamkeit für Klimaanpassung vergrößert sich die sogenannte Anpassungslücke weiter. Der Artikel analysiert, warum bestehende Maßnahmen häufig inkrementell bleiben und nicht mit zunehmenden Klimarisiken Schritt halten. Im Zentrum steht das Konzept der „Adaptation Lock-ins“ – selbstverstärkende Mechanismen in Politik, Institutionen und Infrastrukturen, die transformative Anpassungspfade blockieren. Der Beitrag entwickelt eine konzeptionelle Perspektive auf diese Lock-in-Dynamiken, diskutiert methodische Zugänge zu ihrer Identifikation und zeigt Ansatzpunkte für gezielte „Unlocking“-Strategien auf, um strukturelle Barrieren zu überwinden und nachhaltigere Anpassungspfade zu ermöglichen.
Sophie Berg und Hendrik Wolter gewinnen Peis der Lehre
Sophie Berg und Hendrik Wolter wurden 2025 erneut mit dem Preis der Lehre für ihre Veranstaltung: „Entscheidungen unter Unsicherheit: Dilemmata der Nachhaltigkeit spielerisch erfahrbar machen“ ausgezeichnet. Das innovative Konzept verbindet Serious Games mit reflektierenden Diskussionen und vermittelt Studierenden komplexe Entscheidungsprozesse sowie wichtige Softskills – mit anhaltendem Erfolg.
Hier stellen die Preisträger*innen sich und ihre Veranstaltung vor:
Neue Publikation im Sammelband zu LEGO® SERIOUS PLAY® in der Hochschullehre
Die Methode LEGO® SERIOUS PLAY® (LSP) birgt ein großes Potenzial für Innovation und Kreativität an Hochschulen: Sie unterstützt z.B. bei der Entwicklung von Ideen, bei der Reflexion von Rollen und Erwartungen oder bei der Bildung von Teams. Von der einzelnen Unterrichtseinheit bis hin zu größeren Change-Prozessen kann LSP bei den verschiedensten Anlässen an Hochschulen zum Einsatz kommen.
Der Band „Die Methode LEGO® SERIOUS PLAY® an Hochschulen: Einführung und Praxisbeispiele“ stellt im ersten Teil kompakt die Grundlagen der Methode LSP vor und erläutert, welche Besonderheiten zu beachten sind, wenn an Hochschulen mit ihr gearbeitet wird. Der zweite Teil widmet sich der Praxis: 44 Beispiele aus unterschiedlichen Hochschulbereichen und Fächern zeigen die Vielfalt der Möglichkeiten, mit der Methode zu arbeiten. Zu den Beispielen erläutern die Autor*innen jeweils die Rahmenbedingungen, Ziele und Vorgehensweise, so dass sie leicht auf neue Kontexte übertragen werden können.
Hendrik Wolter und Sophie Berg haben hier mit einem Beispiel zu „Selbstreflexion in Forschungsprozessen“ ihre Praxiserfahrungen aus der Hochschullehre veröffentlicht.
Neue Buchveröffentlichung: Crossing Borders, Blending Perspectives: Trilateral Wadden Sea Explorations
Was wäre, wenn wir eine Landschaft nicht als Linie auf einer Karte betrachten würden, sondern als lebendige Erzählung – eine Geschichte, die von vielen Stimmen erzählt, geprägt und weitergetragen wird? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Buchvorstellung von „Crossing Borders, Blending Perspectives”, die am 6. Juni 2025 gleichzeitig in Groningen, Wilhelmshaven und Bredebro stattfand.
Das Buch wurde von Forschern aus Universitäten der Wattenmeerregion, , verfasst und bietet eine transdisziplinäre Perspektive auf das Wattenmeer und die Wattenmeerregion, die durch eine Reise entlang der Küste mit internationalen Forschern und Gespräche mit lokalen Akteuren entstanden ist. Zu den Herausgebern gehören Cormac Walsh (Ökologische Ökonomie) und Ingo Mose (Angewandte Geografie) von der Universität Oldenburg. Das Buch behandelt Themen wie Lebensqualität im ländlichen Raum, nachhaltiger Tourismus, Naturschutz, Küstenmanagement und Anpassung an den Klimawandel und bietet Einblicke in interaktive transdisziplinäre Lehrperspektiven. Angesichts der Folgen der Gasförderung, des zunehmenden touristischen Drucks und der Herausforderungen der Klimaanpassung bietet dieses Buch eine aktuelle Perspektive auf eine der ökologisch und kulturell bedeutendsten Küstenregionen Europas.
Crossing Borders, Blending Perspectives entstand aus dem TriWadWalk-Projekt, einer zweiteiligen Reise, die 2022 unternommen wurde. Über zehn Tage und mehr als 570 Kilometer reiste eine Gruppe von Dozenten und Studenten aus sechs Universitäten in Dänemark, Deutschland und den Niederlanden durch die Wattenmeerregion. Unterwegs tauschten sie sich mit lokalen Akteuren aus und lernten von der Landschaft.
Das Buch bringt bewusst unterschiedliche Stimmen zusammen. Anstatt das Wattenmeer als ein einziges, homogenes Ökosystem zu betrachten, feiert das Buch seine Vielfalt – die Vielfalt der Landschaften, der Governance-Praktiken und der Beziehungen zwischen Mensch und Natur. Crossing Borders, Blending Perspectives zeigt, was durch transdisziplinäre Zusammenarbeit erreicht werden kann. Es ist das Ergebnis jahrelanger universitätsübergreifender Zusammenarbeit und des gemeinsamen Engagements für die Verbindung von Bildung, Forschung und Praxis.
Vor allem aber gibt es denjenigen eine Stimme, die im Dialog über Naturschutz und Umweltmanagement oft übersehen werden: Studierende, Bürger, lokale Akteure und Gemeinschaften, deren Wissen und Lebensrealität für die Gestaltung der Zukunft der Region von entscheidender Bedeutung sind. Ein Beispiel dafür sind junge Menschen im Hinterland des Wattenmeeres, die von einem tiefen Gefühl der Zugehörigkeit zur Landschaft sprechen, aber auch von Frustrationen aufgrund des begrenzten Zugangs zu Dienstleistungen und Möglichkeiten. Ihre Geschichten verdeutlichen die Notwendigkeit, die regionale Entwicklung unter dem Gesichtspunkt der kulturellen Identität und Lebensqualität neu zu denken – wichtige Faktoren, um jüngere Generationen in der Region zu halten. Das Buch enthält viele solcher lokaler Perspektiven, die jeweils Aufschluss darüber geben, wie Nachhaltigkeit im Alltag gelebt, hinterfragt und neu gedacht wird.
Mose, I. Liburd, J. Walsh, C., Trell, E-M., Sijtsma, F. (2025) Crossing Borders, Blending Perspectives: Trilateral Wadden Sea Explorations, Groningen University Press, Groningen University Press, https://books.ugp.rug.nl/ugp/catalog/book/225 (open access pdf and in hard copy).