COVID-19 Unmasked
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Sekretariat im Klinikum Oldenburg
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COVID-19 Unmasked
Hauptforscherin
Kooperationspartner*innen
Dr. Alexandra de Young, Children’s Health Queensland Hospital and Health Service
Prof. Eva Alisic, University of Melbourne
The COVID-19 Unmasked Global Collaboration
Laufzeit: Since 2020
Hintergrund
Für kleine Kinder gehörten zu den mit COVID-19 verbundenen Stressfaktoren Störungen der Routine und der Bildung (z. B. Schließung von Kindertagesstätten/Schulen, Homeoffice der Betreuungspersonen), eingeschränkte körperliche Aktivität und Freizeitaktivitäten, Belastung und eingeschränkte Reaktionsfähigkeit der Betreuungspersonen sowie der Verlust sozialer Interaktion mit der erweiterten Familie und Freunden. Studien mit Kindern ab drei Jahren haben ergeben, dass diese unter erhöhter Reizbarkeit, Ängsten und emotionaler Dysregulation litten.
Projektbeschreibung
COVID-19 Unmasked (Young Children) ist eine prospektive Online-Studie, die in Australien und mehreren anderen Ländern gestartet wurde, um die Auswirkungen der Pandemie auf die psychische Gesundheit von Kleinkindern im Alter von ein bis fünf Jahren und ihren Familien zu untersuchen. Die erste Datenerhebungswelle wurde zwischen Mai und Juli 2020 abgeschlossen. Insgesamt berichteten 998 Eltern über ihre Erfahrungen während der COVID-19-Pandemie, ihr eigenes Wohlbefinden und das ihrer Kinder sowie ihre Sorgen. Viele Familien beschrieben positive Erfahrungen während der ersten Lockdown-Phase in Australien, darunter mehr wertvolle gemeinsame Zeit mit der Familie, engere Beziehungen zu Freunden und Verwandten sowie mehr Wertschätzung und Dankbarkeit. Allerdings waren Kinder und Eltern in vielerlei Hinsicht betroffen. 15 bis 20 % der Eltern berichteten von leichten bis mittelschweren emotionalen oder Verhaltensauffälligkeiten bei ihren Kindern. Wutanfälle, Ängste, Sorgen, Anhänglichkeit, schlechte Laune und Schlafstörungen waren häufig. Einige kleine Kinder waren verwirrt über die Pandemie und die aktuellen Beschränkungen und überschätzten das Risiko, sich mit dem Virus anzustecken oder es zu übertragen. Verwirrung, Sorgen und hilflose Gedanken (z. B. dass sich die Dinge nie wieder zum Guten wenden werden) können ein erhöhtes Gefühl der Bedrohung hervorrufen und sich negativ auf das Wohlbefinden eines Kindes auswirken. Die Datenerhebung wird bis 2025 fortgesetzt. Die Verfolgung der langfristigen Entwicklung der Bewältigungsstrategien von Kindern und Familien kann wichtige Erkenntnisse für zukünftige Forschungen und Interventionen im Zusammenhang mit Katastrophen liefern.
Förderung: German Research Council (Project: 420503242)
Project-related publications:
De Young, A. C., Vasileva, M., Boruszak-Kiziukiewicz, J., Demipence Seçinti, D., Christie, H., Egberts, M. R., ... & COVID-19 Unmasked Global Collaboration. (2021). COVID-19 Unmasked Global Collaboration Protocol: longitudinal cohort study examining mental health of young children and caregivers during the pandemic. European Journal of Psychotraumatology, 12(1), 1940760. https://doi.org/10.1080/20008198.2021.1940760
Vasileva, M., Alisic, E., & De Young, A. (2021). COVID-19 unmasked: Preschool children’s negative thoughts and worries during the COVID-19 pandemic in Australia. European Journal of Psychotraumatology, 12(1), 1924442. https://doi.org/10.1080/20008198.2021.1924442
Vasileva, M., Marsac, M. L., Alisic, E., Cobham, V. E., Davis, S. H., Donovan, C., ... & De Young, A. (2022). Preschooler stressor-related thoughts and worries during the COVID-19 pandemic: Development and validation of a caregiver-report instrument. Traumatology. https://doi.org/10.1037/trm0000429
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