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Pro_Mini: Regulation Problems in Mother-Child-Dyads in the Context of Prenatal Risks: Combining Novel Assessment Strategies and Biomarkers to Develop Clinical Intervention Tools
Hauptforscherinnen und Team:
Kooperationspartner*innen: Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychologie der Universitätsklinik Erlangen
Laufzeit: 01/2024 - 12/2027
Hintergrund
Zu den psychischen Störungen bei Säuglingen zählen beispielsweise übermäßiges Weinen, Schlaf- und Futterstörungen. Alle diese Störungen stehen im Zusammenhang mit Selbstregulierungsproblemen und sind oft Vorläufer für psychiatrische Störungen im Laufe des Lebens. Die primäre Bezugsperson spielt eine wichtige Rolle als Co-Regulator bei der Entwicklung und Aufrechterhaltung von psychischen Störungen bei Säuglingen, da Säuglinge und Kleinkinder noch nicht in der Lage sind, ihre Gefühle und Impulse selbst zu regulieren. Stress oder psychische Erkrankungen der Bezugspersonen können sich negativ auf ihre Sensibilität (d.h. die Fähigkeit, die Signale eines Kindes zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren) und ihre Fähigkeit zur Co-Regulierung auswirken, was in vielen Fällen zu einer dysfunktionalen Eltern-Kind-Interaktion führt.
Projektbeschreibung
Die Studie hat drei Hauptziele:
1) Verbesserung der Vorhersage und Erkennung von psychischen Störungen bei Säuglingen
Die Studie validiert einen pränatalen Risikoindex, der prä- und perinatale Risikofaktoren misst, die die psychische Entwicklung des Kindes beeinträchtigen können. Um zu testen, wie gut diese Risikofaktoren auch retrospektiv erfasst werden können, befragen wir eine Kohorte schwangerer Frauen zu zwei Zeitpunkten zu ihren pränatalen Stressfaktoren: während ihrer Schwangerschaft und zwei Jahre später. Darüber hinaus soll ein Regulationsindex erstellt werden, der psychische Störungen bei Säuglingen ökonomisch erfasst.
2) Besseres Verständnis des Zusammenhangs zwischen frühkindlichem Stress und psychischen Störungen bei Säuglingen
Indem wir die schwangere Kohorte bei der zweiten Untersuchung, zwei Jahre nach der Schwangerschaft, zusätzlich zum pränatalen Risikoindex auch zu psychischen Störungen bei Säuglingen im Zusammenhang mit Selbstregulierungsproblemen (Regulationsindex) befragen, wollen wir einen Zusammenhang zwischen pränatalen Risiken und späteren psychischen Störungen bei Säuglingen herstellen und neue Erkenntnisse über die Entwicklung psychischer Störungen bei Säuglingen gewinnen.
3) Prävention und Behandlung von Regulationsstörungen
Wir haben ein evidenzbasiertes Handbuch für eine Eltern-Kind-Gruppenintervention bei psychischen Störungen im Säuglingsalter entwickelt, die mit Selbstregulationsproblemen zusammenhängen (0-5 Jahre). Diese neue Gruppenintervention soll nun in einer randomisierten kontrollierten Studie auf ihre Wirksamkeit getestet werden. Zusätzlich zu Fragebögen, Interviews und Verhaltensbeobachtungen werden auch Biomarker erhoben, um ein besseres Verständnis der neurobiologischen Grundlagen von psychischen Störungen bei Kleinkindern sowie des Zusammenhangs zwischen frühkindlichem Stress und psychischen Störungen bei Kleinkindern zu gewinnen.
Studienregistrierung: DRKS00034127
Förderung: Manfred-Roth-Stiftung (grant 08/2023)
Projektbezogene Publikationen
Reyentanz, E., Gerlach, J., Kuitunen-Paul, S., & Golub, Y. (2024). Systematic review: the impact of maternal pre-and postnatal cannabis use on the behavioral and emotional regulation in early childhood. European child & adolescent psychiatry. https://doi.org/10.1007/s00787-024-02494-8
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