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Direktor

Prof. Dr. Dirk Weyhe

Sekretariat im Pius-Hospital Oldenburg

Petra Pohl

+49 (0)441 229 1472

+49 (0)441 229 1485

Anschrift

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften
Department für Humanmedizin
Postfach 2503
26111 Oldenburg

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Pius-Hospital erforscht OP der Zukunft

Im Projekt Smart-OT („Intelligenter OP-Saal“) wird erforscht, wie neuartige, sogenannte smarte Beleuchtungs- und Steuerungskonzepte, die interaktiv und ganzheitlich miteinander verknüpft werden sollen, für mehr Qualität, Sicherheit, Ergonomie und Effizienz in OP-Abläufen sorgen können. Ziel ist es, die Arbeitsplatzbelastung der OP-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter zu reduzieren und so letztendlich auch die Patientensicherheit zu erhöhen. Dazu werden die Demonstratoren in möglichst realistischem Umfeld in Simulationsoperationen getestet.

Hierfür baut das Team des Pius-Hospital unter der Leitung von Prof. Dr. Dirk Weyhe, Direktor der Universitätsklinik für Viszeralchirurgie, ein eigens für solche Forschungsfragen konzipiertes Labor auf, in dem Operationen simuliert und Arbeitsabläufe im OP erforscht werden können. Projektbeteiligte sind neben dem Pius-Hospital die Firmen Dr. Mach GmbH & Co. KG (Projektleiter), Qioptiq GmbH & Co. KG und KIZMO GmbH. Außerdem beteiligt sich die Universität Bremen mit den Arbeitsgruppen für Digitale Medien und für Computergrafik und Virtuelle Realität. Das Projekt läuft bis zum 30.9.2021 und wird mit 1,2 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Ende vergangenen Jahres traten die Initiatoren in die intensive Projektphase in Form einer Kick-Off-Veranstaltung ein.

VIVATOP auf Kongress der European Hernia Society in Hamburg

Ein Blick in den OP-Alltag deutscher Kliniken zeigt, dass meist noch mit Computer, Tastatur und Maus gearbeitet wird. OP-Planungen erfolgen anhand von 2D-Bildern am Bildschirm. Dies kann zu Problemen bei der Operation führen. Hier setzt das vom BMBF geförderte Projekt VIVATOP unter Beteiligung der Universitätsklinik für Viszeralchirurgie des Pius-Hospitals an. Mittels moderner Techniken für virtuelle und augmentierte Realität (VR/AR) und 3D-Druck soll die OP-Planung und Durchführung vereinfacht und das Training realistischer gestaltet werden. Basis sind die aktuellen Bilddaten der Patienten. Auf dem jährlichen Kongress der European Hernia Society Mitte September in Hamburg haben die Projektbeteiligten von Pius-Hospital, Uni Bremen, apoQlar GmbH und Fraunhofer Institut das Projekt mit ersten Ergebnisse an einem Messestand vorgestellt, um es auch unter möglichen weiteren Partnern für Folgeprojekte bekannt zu machen. Dort schaute dann auch Kongresspräsident Dr. Wolfgang Reinpold aus Hamburg vorbei, um die neuen faszinierenden Möglichkeiten zu begutachten und selbst auszuprobieren.

Journalistische Plattform berichtet über VIVATOP-Projekt

Das BMBF-Projekt VIVATOP, an dem die Universitätsklinik für Viszeralchirurgie beteiligt ist, wurde auf "Innovation Origins", einer unabhängigen journalistischen Plattform, beschrieben: https://innovationorigins.com/de/vivatop-wie-vr-und-3d-druck-chirurgen-unterstuetzen/

VIVATOP steht für „Vielseitiger Immersiver Virtueller und Augmentierter Tangible OP“. Das Projekt verbindet Modellorgane aus dem 3D-Drucker mit Anwendungen aus der VR und der Augmented Reality. So sollen sich Operationen besser planen lassen, Risiken für den Patienten werden gleichzeitig gesenkt.

Als Vorarbeit zu diesem großen Verbundprojekt haben die Universitätsklinik für Viszeralchirurgie und die Computer Graphics Gruppe des Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik (TZI) einen Immersiven Anatomieatlas in einer Virtuellen Umgebung entwickelt.

Doktorand stellte auf World-CUR aus

Vom 23. bis 25. Mai 2019 fand an der Universität Oldenburg der zweite World Congress on Undergraduate Research (World CUR) statt (https://uol.de/en/worldcur2019/). In zahlreichen Vorträgen und Poster-Präsentationen gaben rund 400 Studierende aus 35 Ländern Einblicke in ihre Forschungsarbeiten.

Auf dem Kongress stellte auch der junge Arzt Johannes Grone, Doktorand an der Universitätsklinik für Viszeralchirurgie und ehemaliger Student der European Medical School Oldenburg-Groningen, sehr erfolgreich die Ergebnisse seiner Arbeit vor. Er beschäftigt sich mit dem "Einfluss der BRAF-Mutation auf das Outcome bei Schilddrüsenkarzinomen".

Die BRAF V600E Mutation (BRAF+) ist die häufigste genetische Ursache des papillären Schilddrüsenkarzinoms (PTC) und kann in bis zu 80 Prozent der Fälle auftreten. Einige Studien zeigen, dass der Nachweis einer BRAF V600E Mutation als Charakteristik eines aggressiveren Tumors mit höherer Rezidivwahrscheinlichkeit und Lymphknotenmetastasen assoziiert ist, so dass bei präoperativem Mutationsnachweis in der Feinnadelpunktion eine ausgedehntere operative Strategie verfolgt werden sollte. Der Stellenwert dieser molekularen Diagnostik wird allerdings weiterhin kontrovers diskutiert. Johannes Grone analysierte 382 histologische Präparaten der Jahre 2007-2016 und untersuchte, inwieweit eine BRAF-Mutation im eigenen Kollektiv bestand und welchen Einfluss ein positiver Mutationsnachweis auf verschiedene Outcome-Parameter hat.

Die Ergebnisse in Bezug auf maligne Lymphknoten, Tumorinvasivität und die Multifokalität deuten darauf hin, dass eine BRAF-Mutation mit einem aggressiveren Tumorverhalten assoziiert ist, die Rezidivrate jedoch nicht beeinflusst. Bei positivem BRAF-Mutationsnachweis bei einer Feinnadelpunktion sollte eine chirurgische Therapie folgen. Die Ausdehnung dieser Operation bleibt allerdings weiterhin unklar. Gerade in Bezug auf Mikrokarzinome bleibt zu diskutieren, inwieweit BRAF+ Mikrokarzinome beobachtet werden können oder die Resektion bei BRAF+ Tumoren ausgedehnt werden sollte.

Best Poster Award gewonnen

Die Universitätsklinik für Viszeralchirurgie hat den "Best Poster Award" in einer der drei Kategorien der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie auf dem 136. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie gewonnen.

Lässt sich anatomisches Wissen besser althergebracht mit einem Buch oder in einer virtuellen Umgebung aneignen? Mit dieser Frage beschäftigte sich ein Projekt der Arbeitsgruppe von PD Dr. Dirk Weyhe, Universitätsklinik für Viszeralchirurgie. Für dieses Projekt probierten Schülergruppen im vergangenen Jahr die beiden Methoden aus. Das Ergebnis - ein interaktiver Anatomieatlas scheint dem klassischen Buch tatsächlich überlegen sein - wurde auf dem 136. Kongress Deutsche Gesellschaft für Chirurgie Ende März in München präsentiert. Die entsprechende Darstellung auf einem wissenschaftlichen Poster erhielt die Auszeichnung „Best Poster“, worüber sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universitätsklinik für Viszeralchirurgie sehr freuten.

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