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Abgeschlossene Projekte

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Prof. Dr. Bernd Siebenhüner

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Sekretariat: Birgit Schelenz

birgitgjrjv.schlyelcawenz@t/ce4uni-oldenbur+yhg.deo13o

+49 441 798-4384  

Abgeschlossene Projekte

Zukunftsfeld Mieterstrommodelle

Das Forschungsprojekt „Zukunftsfeld Mieterstrommodelle“ ist ein Teilprojekt des BMBF-geförderten Verbundvorhabens „BuergEn: Perspektiven der Bürgerbeteiligung an der Energiewende unter Berücksichtigung von Verteilungsfragen“. Im Projekt arbeiten die Arbeitsgruppe Ökologische Ökonomie an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, die innova eG und das Institut für Ökologisches Wirtschaften (IÖW) zusammen.

Ziel des Projekts ist es, die Transformationspotenziale, Erfolgsfaktoren und Umsetzungsherausforderungen von bürgergetragenen Mieterstromprojekten zu analysieren und evaluieren. Die Analyse von Organisationsformen und Geschäftsmodellen fokussiert sich auf Deutschland und findet auf der Makro-, Meso- und Mikroebene statt. Außerdem werden die Entwicklungspotenziale durch die Blockchain-Technologie untersucht. Die Ergebnisse fließen in eine Potenzialstudie, einen an Bürgerenergieakteure gerichteten Leitfaden und ein Software-Tool zur Wirtschaftlichkeitsberechnung von Mieterstromprojekten ein. Damit leistet das Projekt einen forschungsbasierten und praxisorientierten Beitrag zur Umsetzung einer dezentralen Bürgerenergiewende.

Hintergrund:

“Mieterstrom” bezeichnet Konzepte, bei denen eine direkte Stromlieferung aus lokalen Erzeugungsanlagen an mehrere Abnehmer (z.B. Mietparteien in Mehrfamilienhäusern) stattfindet. Während die ersten Mieterstromprojekte mit Blockheizkraftwerken (BHKW) und der hierdurch nutzbaren Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) umgesetzt wurden, findet in Deutschland seit den 2000er Jahren auch vermehrt die Photovoltaik (PV) Anwendung. Seit einigen Jahren haben auch Bürgerenergiegesellschaften und -genossenschaften Mieterstrommodelle als neues und alternatives Geschäftsfeld für sich entdeckt. Trotz der projektbezogenen Komplexität und dem gesteigerten unternehmerischen Risiko wird das Mieterstrommodell für Energiegenossenschaften als Chance gesehen, bisher unerschlossene unternehmerische Potenziale zu nutzen.

Jedoch ist der regulatorische und marktliche Rahmen für Mieterstromprojekte ambivalent, uneinheitlich und durch unklare Aussichten geprägt. Seit dem Wegfall des Grünstromprivilegs im EEG 2014 erweist es sich als schwierig, die Wirtschaftlichkeit von Mieterstromprojekten zu erreichen. Mit der Umsetzung einer Verordnungsermächtigung aus der EEG-Novelle 2017 plant die Bundesregierung durch eine Förderung eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für Mieterstrom. Gleichzeitig haben manche Landesregierungen bereits Förderprogramme aufgestellt, mit denen Investitionen in Zähler- und Abrechnungssystemen sowie Beratungsleistungen und Machbarkeitsstudien gefördert werden. Vor diesem ambivalenten, dynamischen Hintergrund bleibt offen, welche Bedeutung und welche möglichen Formen einer Bürgerbeteiligung der Mieterstrom als “Zukunftsmodell” haben wird.

Forschungsansatz:

Das Forschungsvorhaben gliedert sich in drei Betrachtungsebenen. Neben einer (quantitativen) Bestandsaufnahme, Systematisierung und vergleichenden Betrachtung von Mieterstromprojekten in Deutschland (Makroebene) wird eine vergleichende (qualitative) Analyse der Genossenschaft als adäquate Unternehmensform für Mieterstrom stattfinden (Mesoebene) sowie eine transdisziplinäre Fallstudie eines genossenschaftlichen Mieterstromprojekts erstellt, welches mittels Aktionsforschung begleitet wird (Mikroebene). Darüber hinaus werden die Perspektiven der Blockchain-Technologie für Mieterstrommodelle und ihre technische Umsetzung im Detail betrachtet (vom IÖW).

Dabei gilt es, die verschiedenen technischen Möglichkeiten, die zur Anwendung gebracht werden (PV, BHKW, Batteriespeicher), und ihre Kombinationen, wie auch die verschiedenen Akteurskonstellationen und Kooperationsmöglichkeiten, die Bürgerenergieunternehmen zur Verfügung stehen, zu berücksichtigen. Die Erforschung über drei Ebenen hinweg soll nicht nur Erkenntnisse zur besseren Bewertung und Einschätzung von bürgerenergieorientierten Mieterstromprojekten generieren, sondern auch praktisch nützliche Aussagen zur besseren Planung und Umsetzung solcher Projekte hervorbringen.

Laufzeit:

  • 06/2017 - 12/2017

Forschungspartner:

Kontakt:

  • Hendrik Wolter, M.A.
    Wissenschaftlicher Mitarbeiter
    Mail: <span>hezx/ndrik.woltowker@ujhwaiol.annde</span>ywwp (hendltawtrik.wky2golpbutecnqr@uj/eoll8t.de+y+i)
    Tel.: 0441 / 798-2983
    Raum: A5 0-035

     
  • Dr. Christian Lautermann
    Projektkoordinator
    Mail: christx+jkwian.laut9zdeermawcnn@kviuol.degjb
    Tel.: 0441 / 798-4843
    Raum: A5 2-267

IBR - Interdisziplinärer Ansatz zur funktionalen Biodiversitätsforschung

Das IBR Forschungsprojekt hat das Ziel, zum Verständnis wie Biodiversität auf die Herausforderungen des globalen Klimawandels reagiert und der Rolle, die Biodiversität in Ökosystemen spielt beizutragen. Das integrative Forschungsprojekt umfasst Ökologie, Evolutionsbiologie und –theorie als auch interdisziplinäre Ansätze zum Schutz und Management von Biodiversität. Das Projekt zielt darauf ab, Biodiversität in allumfassenden Ansätzen über terrestrische und maritime Lebensräume zu untersuchen, indem Mikroben, Primärproduzenten, und Konsumenten auf höheren Stufen erforscht werden mit dem Fokus auf den Link zwischen Biodiversität und Ökosystemprozessen.

Das Projekt ist in Cluster organisiert:

A) Räumliche Dynamiken: Untersuchung des Potenzials für die rasante Evolution unter sich verändernden Bedingungen als auch phylogenetische Einschränkungen der emergenten Eigenschaften von Gemeinschaften und Ökosystemen.

B) Öko-evolutionäre Dynamiken: Verständnis wie die Anpassungsfähigkeiten an unsichere Bedingungen von Arten zu „Ökosystemsfunktionen“ beitragen.

C) Resilienz und Biodiversität: in gekoppelten Mensch-Umwelt Systemen in Hinblick auf Biodiversitätsverlust in anthropozentrisch dominierten Ökosystemen.

Durch die Einbindung von Perspektiven aus Ökologie, Evolutions- und Naturschutzforschung und Sozialwissenschaften bietet das Promotionsprogramm eine solide Grundlage um synthetisch-integrative Wissenschaft zu betreiben.

Laufzeit:

  • 2014 - 2018

Finanzierung:

  • Niedersächisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Projektpartner:

  • Universität Oldenburg
  • Institut für Biologie und Umweltwissenschaften (IBU)
  • Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM)
  • Wirtschafts- und Rechtswissenschaften (Fakultät II)

Ansprechpartner*innen:

Weitere Informationen:

Clim-A-Net

Kurzdarstellung:

Die Fluss-, Berg- und Küstenregionen Tansanias und Südafrikas unterliegen durch den Klimawandel einer permanenten Veränderung mit gravierenden Konsequenzen für das gesamte Ökosystem und die Landnutzung. Daraus ergeben sich neue Handlungsoptionen und Strategien nicht nur für die Bewohner dieser Regionen sondern auch für die sozialen und politischen Institutionen. Das Projekt „Clim-A-Net“ untersucht diese Prozesse und hat das Ziel, die Forschung sowie die nachhaltige Entwicklung von Flusseinzugsgebieten, Küstenzonen und ihren Wassermanagementsystemen voranzutreiben und WissenschaftlerInnen und Studierende der Natur- und Sozialwissenschaften zu vernetzen.

Mit „Clim-A-Net“ konnte die Universität Oldenburg 2010 als eine von zwei Universitäten die „Klimanetze-Ausschreibung“ des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) gewinnen, der das Projekt mit einer Million Euro unterstützt. Das Geld ermöglicht Stipendienmittel für DoktorandInnen und Masterstudierende aller drei Partneruniversitäten, den Austausch von Post-Docs und ProfessorInnen sowie die Organisation von Summer Schools und Workshops.

Projektleitung:

  • Prof. Dr. Michael Kleyer, Landschaftsökologie
  • Prof. Dr. Bernd Siebenhüner, Ökologische Ökonomie


Projektpartner:

  • University of Dar es Salaam (UDSM), Tansania
  • Nelson Mandela Metropolitan University (NMMU), Südafrika

Laufzeit:

  • 2010-2014

Finanzierung:

  • DAAD

Veröffentlichungen:

Nordwest 2050

Kurzdarstellung:

Das Forschungsprojekt nordwest2050 hat das Ziel, gemeinsam mit Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft einen langfristigen Fahrplan zur Klimaanpassung für die Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten zu entwickeln die so genannte Roadmap of Change. Sie wird aufzeigen, wie die Risiken des Klimawandels für die Region verringert und sich ergebende Chancen genutzt werden können, und ist damit ein Wegweiser für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der Region.
Die Roadmap of Change wird beschreiben, welche Veränderungsprozesse in der Region erfolgen müssen, damit sie an die klimatischen Anforderungen des Jahres 2050 im wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Sinne angepasst ist. Wie genau das Klima im Jahre 2050 aussehen wird, ist allerdings ungewiss. Nur ein kleiner Teil der zukünftigen Auswirkungen des Klimawandels ist heute schon erwartbar sicher ist, dass wir uns auch auf Überraschungen und ein insgesamt turbulenteres Klima einstellen müssen. Deswegen verfolgt nordwest2050 das Ziel, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft in der Region robuster und weniger anfällig für externe Einflüsse zu gestalten. Diese Eigenschaft die Fähigkeit zur Kompensation von Störereignissen wird als Resilienz bezeichnet.

Besondere Bedeutung für norwest2050 hat der Dialog mit den Akteuren in der Region. Partner aus der Unternehmenspraxis, relevanten Institutionen und regionalen Netzwerke werden von Beginn an einbezogen, um ein gemeinsames Verständnis für umsetzbare Lösungen zu entwickeln. Die Umsetzung einer regionalen Klimaanpassungsstrategie kann nur Erfolg haben, wenn sie eine breite Unterstützung in der Region erfährt. Die Roadmap of Change soll als Modell auch für andere Regionen in Deutschland übertragbar sein. Dazu arbeitet nordwest2050 eng mit den Parallelprojekten im Förderprogramm KLIMZUG sowie mit der Partnerregion Maryland zusammen.

Projektleitung und Projektteam (in Oldenburg):

  • Dr. Ralph Baumheier, Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten e.V. (Projektkoordination)
  • Prof. Dr. Bernd Siebenhüner, Maik Winges, Kevin Grecksch

Projektpartner:

  • Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten e.V.
  • SCB - Sustainability Center Bremen
  • Universität Bremen - artec Forschungszentrum Nachhaltigkeit
  • Universität Oldenburg - Centos Oldenburg Center for Sustainability Economics and Management
  • Hochschule Bremen
  • Bioconsult Schuchardt & Scholle GbR

Laufzeit:

  • 2009-2014

Finanzierung:

  • BMBF

Veröffentlichungen:

Developing Sustainability

Kurzdarstellung:

Ziel des Kooperationsnetzwerks Developing Sustainability ist es, Masterprogramme mit gemeinsamen Curricula nach Oldenburger Vorbild bei den jeweiligen Partnern auf- und auszubauen, gemeinsame Forschungsvorhaben zu initiieren sowie umfassenden Austausch von Studierenden und Lehrenden zu verwirklichen. Inhaltliche Kernthemen sind Erneuerbare Energien, Betriebliches Nachhaltigkeitsmanagement inklusive IT sowie Umweltwissenschaften. Mit diesem Netzwerk stärkt die Universität Oldenburg ihr internationales Profil im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und greift dabei auf jahrelange Erfahrungen in Forschung und Lehre zu nachhaltigkeitsbezogenen Themen zurück.

Projektleitung:

  • Prof. Dr. Jorge Marx Gómez
  • Prof. Dr. Bernd Siebenhüner

Projektpartner:

  • Nelson Mandela Metropolitan University, Südafrika
  • University of Dar es Salaam, Tansania
  • Universidad de Quintana Roo, Mexiko
  • Universidad Central de las Villas, Kuba
  • Institute of Technology Surabaya, Indonesien

Laufzeit:

  • 2009-2013

Finanzierung:

  • DAAD

Veröffentlichungen:

Förderung von nachhaltigem Konsum durch Nutzerintegration in Nachhaltigkeitsinnovationen

Kurzdarstellung:

Im Zusammenhang mit der Erforschung nachhaltigen Konsums nimmt das Verbundprojekt eine vorgelagerte Perspektive ein und untersucht die Entstehung von nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen durch die Einbeziehung von Nutzern in den jeweiligen Innovationsprozess. Durch Nutzerintegration, so die Grundidee des Forschungsvorhabens können Nachhaltigkeits-Innovationen und damit nachhaltiger Konsum ermöglicht, verbessert und beschleunigt werden.

Nutzerintegration bezeichnet den gezielten Einbezug späterer Kunden/-innen und Anwender/-innen in Innovationsprozesse von der ersten Idee bis hin zur Introduktion sowie Diffusion am Markt. Die zu erwartenden Vorteile dieser dialogischen Integration von Nutzern sind eine erhöhte Marktakzeptanz durch frühzeitige Integration der Anwendungskontexte und Nutzerbedarfe, reduzierte Floprisiken, schnellere Diffusion sowie frühzeitige Ermittlung von sozial-ökologischen Effekten nachhaltigen Konsums.

Das Forschungsdesign lässt sich auf einer horizontalen und einer vertikalen Ebene beschreiben: Auf der horizontalen Ebene steht die Nutzerintegration in Nachhaltigkeits- Innovationsprozesse von drei ausgewählten Produkten und Dienstleistungen im Vordergrund welches in den Teilprojekten (TP) 1-3 bearbeitet wird (TP 1: Passivhäuser, TP 2: Biokunststoffe für Lebensmittelverpackungen, TP 3: "Mobile" Mobilität). Auf der vertikalen Ebene sind diejenigen Querschnittsthemen vertreten, die alle Nachhaltigkeits-Innovationsprozesse betreffen (TP 4: Motivation, TP 5: Gender und Diversity, TP 6: Diffusionsprozesse, TP 7: Institutionelle Rahmenbedingungen, TP 8: Evaluierung der Effekte).

Das Teilprojekt 7, welches von dem Forschungsteam der Universität Oldenburg bearbeitet wird, untersucht, welche gesetzlichen oder strukturellen Rahmenbedingungen die Institutionalisierung von Nutzerintegration in Nachhaltigkeits- Innovationsprozessen fördern oder hemmen. Dazu sollen mit Hilfe eines theoretischen Mehrebenenmodells in einer qualitativen Erhebung Faktoren ermittelt werden, die besonders auf Unternehmensebene Hinweise zu einer gelingenden Institutionalisierung von Nutzerintegration geben.

Projektleitung und Projektteam (in Oldenburg):

  • Prof. Dr. Frank-Martin Belz (Gesamtprojektleitung)
  • Prof. Dr. Bernd Siebenhüner (Teilprojekt Oldenburg)
  • David Sichert

Projektpartner:

  • Technische Universität München
  • Universität Hannover

Laufzeit:

  • 2008-2011

Finanzierung:

  • BMBF

Veröffentlichungen:

Offene Innovationsprozesse für die energieeffiziente Stadt 2020+

Kurzdarstellung:

Das Projekt nutzt das Bedarfs- und Lösungswissen der Bürger/innen, um energieeffiziente Strategien und Angebote in den drei Handlungsfeldern "Mobilität", "Wohnen" und "Mobilität&Wohnen integriert" zu generieren, weiter zu entwickeln und die Umsetzung von konkreten Angeboten zu erleichtern und deren Akzeptanz zu erhöhen.

Zur Erhöhung der Energieeffizienz in den Bereichen Wohnen, Mobilität und deren Schnittstellen sollen gemeinsam mit den Partnerunternehmen, der Kommune München und den Bürger/innen (Dienstleistungs-) Ideen generiert, bewertet und später umgesetzt werden. Die Ideen und Konzepte werden hinsichtlich ihrer Energieströme und Emissionen bilanziert. Als Methoden werden Ideenwettbewerbe, Communities, Diskussionsforen und Innovationsworkshops zum Thema Energieeffizienz eingesetzt. In enger Kooperation mit den Praxispartnern und der Kommune wird geprüft, ob und wann die konkretisierten Ideen wettbewerbsfähig sind, wie groß ihr Energieeinsparpotential ist und wie sie - auch in wirtschaftlicher Hinsicht - tatsächlich umgesetzt werden können.

Projektleitung und Projektteam (in Oldenburg):

  • Dr. Marlen Arnold (TU München, Gesamtprojektkoordination)
  • Dr. Volker Barth (Teilprojektleitung), Daniel Meyerholt

Projektpartner:

  • Technische Universität München
  • Universität Erlangen-Nürnberg
  • Technische Universität Darmstadt

Laufzeit:

  • 2009-2010

Finanzierung:

  • BMBF

Veröffentlichungen:

REFGOV - Reflexive Governance in the Public Interest

Kurzdarstellung:

Das europäische Forschungsvorhaben analysiert neuartige institutionelle Mechanismen, mit welchen dem Versagen des Marktes und von staatlicher Ordnungspolitik begegnet werden soll. Diese beinhalten zunehmend reflexive Elemente, in denen das Wissen der beteiligten Akteure in besonderer Weise genutzt und eingebracht werden soll. Das Subprojekt "Global Public Services and Common Goods" untersucht die Rolle von Wissen, Wissensgenerierung und Lernen in Governance Prozessen zur Bereitstellung globaler öffentlicher Güter wie Biodiversität, Klimaschutz etc.

Projektleitung und Projektteam (in Oldenburg):

  • Prof. Dr. Tom Dedeurwaerdere (Université Catholique de Louvain-la-Neuve, Leitung des Subnetzwerks), Prof. Dr. Eric Brousseau (Université de Paris X)
  • Prof. Dr. Bernd Siebenhüner, Elke Blachnik


Projektpartner:

  • 28 Europäische Forschungseinrichtungen

Laufzeit:

  • 2005-2010

Finanzierung:

  • Europäische Kommission (6. Forschungsrahmenprogramm)

Veröffentlichungen:

ALICE - Akteurshandel und langfristige Investitionsentscheidungen im Kontext von Klimaschutz und Energie

Kurzdarstellung:

Menschen handeln in der Regel anders, als es die Theorie vom so genannten homo oeconomicus voraussagt, so belegen jüngere Forschungsergebnisse der Verhaltens- ökonomie. Dies betrifft zum Beispiel die Zeitpräferenz oder die Selbsteinschätzung eigener Fähigkeiten. In diesem Projekt soll untersucht werden, ob solche Abweichungen auch bei Entscheidungen von Unternehmen zu beobachten sind. Konkret werden langfristige Investitionen im Elektrizitätssektor empirisch untersucht. Diese spielen eine wichtige Rolle für die Entwicklung von Klimaschutzstrategien. Ziel des Projektes ist es, die empirischen Befunde für die Verbesserung von Bewertungsmodellen zu nutzen, aus denen fundierte Empfehlungen für die Klimapolitik abgeleitet werden können.

Projektleitung und Projektteam (in Oldenburg):

  • Prof. Dr. Bernd Siebenhüner (Projektkoordination)
  • Prof. Dr. Ottmar Edenhofer
  • Prof. Anthony Patt,
  • PhD, Dr. Volker Barth

Projektpartner:

  • Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)
  • International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA)

Laufzeit:

  • 2007-2010

Finanzierung:

  • BMBF

Veröffentlichungen:

ErKlim - Umsetzungsorientierte Kommunikation für Klimaschutz & Schutz vor Klimawirkungen im Bau- und Mobilitätsbereich

Kurzdarstellung:

Das ErKlim-Projekt verfolgt drei Zielstellungen:

(1.) Die Analyse der Erfolgs- und Misserfolgsursachen bisheriger Maßnahmen zur Verbreitung von Klimaschutz und Klimaanpassung v.a. in privaten Haushalten sowie die Analyse der Synergien und Konflikte zwischen Klimaschutz und Klimaanpassung in den Handlungsfeldern Bauen/Wohnen und Mobilität;

(2.) die Ableitung verbesserter Strategien zur integrierten Förderung des Klimaschutzes und der Klimaanpassung unter besonderer Berücksichtigung umweltpsychologischer Erkenntnisse über verhaltensändernde Kommunikations- und Partizipationsformen; und

(3.) die Anwendung der erworbenen Erkenntnisse in konkreten Maßnahmen zur Förderung des Klimaschutzes und der Klimaanpassung.

Zur Erreichung der Ziele werden für die Handlungsfelder Bauen/Wohnen und Mobilität bereits bestehende Netzwerke für Klimaschutz und Klimaanpassung weiter ausgebaut und mehrere professionell moderierte Workshops mit Expertinnen und Experten aus Gesellschaft, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft durchgeführt. Projektergebnis ist ein Praxisleitfaden (der so genannte Kyoto-Navigator) für die Handlungsfelder Bauen/Wohnen und Mobilität. Dieser enthält das integrierte Wissen aus den Expertenworkshops und der publizierten Literatur über wirksame Strategien zur Förderung des Klimaschutzes und der Klimaanpassung in Bauen/Wohnen und Mobilität und nachhaltige Maßnahmenkombinationen im Sinne der Nutzung von Synergien und der Vermeidung von Konflikten zwischen Klimaschutz, Klimaanpassung und weiteren ökologischen, ökonomischen und sozialen Zielbereichen sowie zwischen den Handlungsfeldern Bauen/Wohnen und Mobilität.


Projektleitung und Projektteam (in Oldenburg):

  • Prof. Dr. Bernd Siebenhüner (Gesamtprojektleitung)
  • Dr. Torsten Grothmann

Projektpartner:

  • Universität Kassel
  • E-ffect

Laufzeit:

  • 2006-2008

Finanzierung:

  • BMBF
  • EWE Stiftung

Veröffentlichungen:

GELENA - Gesellschaftliches Lernen und Nachhaltigkeit

Kurzdarstellung:

Die globale Klimaänderung verdeutlicht die Notwendigkeit einer sozial-ökologischen Transformation der Gesellschaft. Um die erforderlichen Veränderungen in Produktions- und Konsummustern anzustoßen und zu gestalten und wegen der begrenzten staatlichen Regelungs- und Eingriffsmöglichkeiten sind umfassende Lernprozesse bei einer Vielzahl gesellschaftlicher Akteure nötig. Im Forschungsprojekt "Gesellschaft- liches Lernen und Nachhaltigkeit" werden soziale, nachhaltigkeits- relevante Lernprozesse in den für den Klimawandel zentralen Bedürfnis- feldern Mobilität; Bauen & Wohnen, Information & Kommunikation auf drei Ebenen betrachtet:

Organisationsebene: Untersuchung intraorganisationale Lernprozesse für eine nachhaltige Entwicklung in Unternehmen.

Gesellschaftliche Ebene: Untersuchung interorganisationaler Zusammenhänge und der Institutionalisierung von Nachhaltigkeit in den Bedürfnisfeldern, aus der eine gesellschaftliche Perspektive entwickelt werden kann.

Prozessebene: Untersuchung und praktische Erprobung partizipativer Lernprozesse (insbesondere Produktentwicklungsprozesse) zur Entstehung nachhaltiger Innovationen.

Der Zusammenhang zwischen intra- und interorganisationalen Lernprozessen sowie die Reflexion der Bedeutung partizipativer Produktentwicklungsverfahren für eine nachhaltige Entwicklung wird durch eine Bezugnahme auf unterschiedliche ökonomische und sozialwissenschaftliche Organisations- und Institutionentheorien hergestellt.


Projektleitung und Projektteam:

  • Bernd Siebenhüner
  • Esther Hoffmann
  • Thomas Beschorner
  • Volker Barth
  • Marlen Arnold
  • Torsten Behrens
  • Karin Vogelpohl

Projektpartner:

  • Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) gGmbH, Berlin

Laufzeit:

  • 2002-2007

Finanzierung:

  • BMBF

Veröffentlichungen:

  • http://www.gelena.uni-oldenburg.de/
  • Siebenhüner, B. et al.: Organisationales Lernen und Nachhaltigkeit. Marburg: Metropolis, 2006.
  • Beschorner, T. et al.: Institutionalisierung von Nachhaltigkeit. Marburg: Metropolis, 2005.
  • Hoffmann, E. et al.: Gesellschaftliches Lernen und Nachhaltigkeit. Marburg: Metropolis, 2004.

MANUS - Managers of Global Change

Kurzdarstellung:

Das MANUS-Projekt untersuchte die Rolle internationaler Bürokratien in globalen Governance-Prozessen. Innerhalb eines theoretischen Rahmens, der auf dem soziologischen Institutionalismus aufbaut, untersuchte es den Einfluss internationaler Bürokratien in der globalen (Umwelt-)Politik, wie Schwankungen in ihrem Einfluss erklärt werden können und wie sie "lernen" können, ihre Wirksamkeit zu verbessern. Um diese Fragen zu analysieren, hat das Projektteam einen Analyserahmen von Hypothesen und Variablen mit mehr als 120 Indikatoren erarbeitet. Dieser wurde auf neun Fallstudien angewandt, in denen u.a. die Weltbank, die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und die Internationale Seeschiffahrtsorganisation untersucht wurden. Zudem wurden die Sekretariate von multilateralen Umweltkonventionen untersucht, die bislang noch kaum erforscht waren. Konkret wurden die Sekretariate der Klimarahmenkonvention, der Biodiversitäts- konvention, der Desertifikationskonvention und des Abkommens zum Schutz der Ozonschicht. Weitere Fallstudien untersuchten das UN-Umweltprogramm und die Globale Umweltfazilität (GEF). Diese Fallstudien wurden ergänzt durch eine online durchgeführte Experten/innenbefragung, die Deutschland, Indien, Mexiko und die Vereinigten Staaten umfasste.

Projektleitung und Projektteam (in Oldenburg):

  • Prof. Dr. Frank Biermann (Vrije Universiteit Amsterdam)
  • Prof. Dr. Bernd Siebenhüner

Projektpartner:

  • Vrije Universiteit Amsterdam
  • Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)
  • Freie Universität Berlin, Forschungsstelle für Umweltpolitik (FFU)

Laufzeit:

  • 2002-2005

Finanzierung:

  • Volkswagen-Stiftung

Veröffentlichungen:

  • Biermann, F./Siebenhüner, B. (Hrsg.) (2009): Managers of Global Change: The Influence of International Environmental Bureaucracies. Cambridge, MA: MIT Press.
  • Biermann, F./Siebenhüner, B./Schreyögg, A. (Hrsg.) (2009): International Organizations in Global Environmental Governance. Oxford: Routledge.
  • Siebenhüner, B. (2008): Learning in International Organisations in Global Environmental Governance. In: Global Environmental Politics, Vol. 8(4).
  • Siebenhüner, B. (2007): Administrator of Global Biodiversity: The Secretariat of the Convention on Biological Diversity. In: Biodiversity and Conservation, Vol. 16, S. 259-274.

Collective Learning as a Contribution to Reflexive Governance

Kurzdarstellung:

In diesem europäischen Forschungsvorhaben wurden kollektive Lernprozesse im Rahmen der aktuellen Entwicklungen in der internationalen Biodiversitätspolitik untersucht. Hierbei standen vor allem die in der Biodiversitätskonvention vorgesehenen Regelungen zum Zugang und zum fairen Vorteilsausgleich bei der Nutzung genetischer Ressourcen im Vordergrund.

Projektleitung und Projektteam (in Oldenburg):

  • Prof. Dr. Tom Dedeurwaerdere (Université Catholique de Louvain-la-Neuve, Leitung des Subnetzwerks)
  • Prof. Dr. Eric Brousseau (Université de Paris X)
  • Prof. Dr. Bernd Siebenhüner

Projektpartner:

  • 8 Europäische Forschungseinrichtungen

Laufzeit:

  • 2003-2004

Finanzierung:

  • Europäische Kommission (5. Forschungsrahmenprogramm)


Veröffentlichungen:

  • Siebenhüner, B./Dedeurwaerdere, T./Brousseau, E. (Hrsg.) (2005): Biodiversity Conservation, Access and Benefit Sharing and Traditional Knowledge, Special Issue of Ecological Economics Vol. 53.
  • Siebenhüner, B./Suplie, J. (2005): Implementing the Access and Benefit Sharing Provisions of the CBD: A Case for Institutional Learning. In: Ecological Economics Vol. 53, S. 507- 522.
Wen8d1jbmaster (stumidw4+ylek@uqpp2ol.2no4de) (Stand: 07.11.2019)