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Wissenschaftliches Kolloquium 2019

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Das Problem

Strände voller Plastikabfälle, Seevögel und Schildkröten, die sich in Plastiknetzen verfangen und deren Mägen mit Plastik gefüllt sind, Plastik in der Nahrungskette, Plastikstrudel in den Weltmeeren – die Bilder gehen derzeit um die Welt und liefern erschreckende Wahrheiten. Wir sind im Plastikzeitalter angekommen und haben uns bislang viel zu wenig Gedanken über den Umgang mit diesem überall vorhandenen, langlebigen Werkstoff des 21. Jahrhunderts und dessen Auswirkungen auf die Umwelt gemacht. Plastikteile finden sich auch in Nord- und Ostsee, bedrohen die Ökosysteme und sammeln sich in der Nahrungskette. Doch welche Dimensionen hat das Problem bei uns? Auf welchen Pfaden und aus welchen Quellen gelangt Makroplastik in das Meer? Wie werden die Plastikteile im Meer verdriftet und wo sammeln sie sich an? Welche Strategien und Möglichkeiten haben wir, um den Eintrag von Makroplastik in das Ökosystem Nordsee zu vermeiden?  

Das Projekt

Ein interdisziplinäres Forscherteam der Universität Oldenburg beschäftigt sich seit drei Jahren in dem vom Wissenschaftsministerium des Landes Niedersachsen finanzierten Projekt „Makroplastik in der südlichen Nordsee“ (www.macroplastics.de) mit genau diesen Fragen. Die Forscher vom ICBM und IBU haben in umfangreichen praxisnahen Experimenten, Strömungsmodellierungen, Citizen-Science Projekten, statistischen Auswertungen, Befragungen und Workshops viele wertvolle Erkenntnisse zusammengetragen und weitere Fragen aufgeworfen, die zu einem vertieften Systemverständnis beitragen können.  In einer wissenschaftlichen Fachtagung am 17. und 18. September werden die verschiedenen Forschungsaspekte und Erkenntnisse des Projekts einer interessierten Fachöffentlichkeit präsentiert und im Kontext anderer Forschungsergebnisse diskutiert.

Die Tagung

Die Tagung ist im Tenor des Forschungsprojekts interdisziplinär ausgerichtet. Am ersten Tag werden die Projektergebnisse der Modellierungen, Messungen und Beobachtungen zur Verschmutzung der Nordsee mit Plastikmüll vorgestellt. Dabei werden die Modellierungsergebnisse präsentiert und anschließend mit den Erkenntnissen und Ansätzen von Tierökologie, Cleanup-Aktivitäten und NGO´s verknüpft. Der zweite Tag diskutiert die Themen der Verteilung des Plastikmülls an den Küsten mit dem projekteigenen Citizen-Science Ansatz sowie den Stakeholder-basierten Verminderungs- und Vermeidungsstrategien. Dabei kommen neben den Projektarbeitsgruppen auch NGO´s, Verwaltung und Politik zu Wort. Die Veranstaltung richtet sich an alle Experten aus  Wissenschaft, Verwaltung, NGO´s und Politik, die sich mit der Plastikverschmutzung unserer Ozeane beschäftigen und Lösungsstrategien entwickeln wollen.

Wir würden es sehr begrüßen, wenn Sie die Veranstaltung durch Ihre Anwesenheit und Diskussionsbeiträge bereichern könnten.

IC9qdalBM-Webma+9nqkster (sibet+mzht.riexinger@uogzygtl.omsvbdeuzo) (Stand: 07.11.2019)