Der Bienenfresser

Gruccione - European Bee-eater - Merops apiaster (LINNAEUS 1758)

Bienenfresser sind neben Mittelmeermöwe, Stieglitz und Samtkopf-Grasmücke die am häufigsten auf Giglio zu beobachtenden Vögel. Wie der Wiedehopf sind sie thermophil und aufgrund ihres bunten Gefieders sehr auffällige Vögel. Wenn sie überfliegen, kündigen sie sich meist durch „pjüt-pjüt“-Rufe an. Im Flug erscheinen sie zwar weniger farbenprächtig, haben aber ein einzigartiges wellenförmiges Flugbild, wobei kurzzeitig die Flügel angelegt werden. Häufig segeln Bienenfresser auch, wobei die Flügelstellung etwas an Stare erinnert.

Wie sein Name schon verrät, ernährt sich der Bienenfresser hauptsächlich von Fluginsekten wie Bienen und Hummeln, die er im Flug erbeutet. Bienenfresser nutzten Höhlen in Sandgruben, Steilhängen und Abbruchkanten zum Brüten. Wenn sie nicht gerade in ihrer Brutkolonie oder auf Jagdflug sind, sitzen sie häufig auf Stromleitungen.

 

 

Quellen:

BAUER, H.-G.; BEZZEL, E.; FIEDLER, W. (2005): Das Kompendium der Vögel Mitteleuropas. 2. Auflage. Aula-Verlag, Wiebelsheim.

SVENSSON, L.; GRANT, P. J.; MULLARNEY, K.; ZETTERSTRÖM, D. (2018): Der Kosmos Vogelführer. Franckh-Kosmos-Verlags-GmbH & Co. KG, Stuttgart.

(Stand: 21.10.2020)