Der Wespenbussard

Falco pecchiaiolo – European Honey Buzzard - Pernis apivorus (LINNAEUS 1758)

Wespenbussarde waren 2019 die am meisten beobachten Greifvögel auf der Giglio-Exkursion. Auf Giglio kommen sie nur zur Zugzeit vor, da sie aus ihren Überwinterungsgebieten südlich der Sahara das Mittelmeer überqueren. Um Energie zu sparen, nutzen sie wie alle großen Greifvögel die Thermik zum Fliegen. Da sich über Wasserflächen keine Thermik ausbildet, ist das Mittelmeer ein großes Hindernis für Wespenbussarde auf dem Zug. Deshalb nutzen sie die Inseln im Mittelmeer, um sich in der dortigen Thermik nach oben zu schrauben und dann große Strecken zu segeln.

Wespenbussarde sind in etwa so groß wie Mäusebussarde, aber langflügeliger und langschwänziger. Ihr Kopf ist klein und erinnert an den einer Taube.

Das Gefieder von Wespenbussarden ist sehr variabel, aber ihr Schwanz ist immer gebändert und die Bugflecken sind im Vergleich zum Mäusebussard (komma-förmig) sehr ausgeprägt. Schwanz und Flügelunterseite weisen meist eine dunkle Endbinde auf.

 

Quellen:

BAUER, H.-G.; BEZZEL, E.; FIEDLER, W. (2005): Das Kompendium der Vögel Mitteleuropas. 2. Auflage. Aula-Verlag, Wiebelsheim.

SVENSSON, L.; GRANT, P. J.; MULLARNEY, K.; ZETTERSTRÖM, D. (2018): Der Kosmos Vogelführer. Franckh-Kosmos-Verlags-GmbH & Co. KG, Stuttgart.

(Stand: 21.10.2020)