Der Wiedehopf

Upupa - Eurasian Hoopoe - Upopa epops (LINAEUS 1758)

Auch wenn es im letzten Jahr nur wenige Beobachtungen des Wiedehopfes auf Giglio gab, ist er einer der auffälligsten Vögel im gesamten Mittelmeerraum. Sein Gefieder ist größtenteils orange und die Flügel sind schwarz-weiß gestreift, was besonders im Flugbild auffällig ist. Die charakteristische Haube kann aufgestellt oder angelegt werden.

Mit einer Größe von 26 bis 28 cm und einer Flügelspannweite von 42 bis 46 cm ist er etwas kleiner als ein Grünspecht.

Der Wiedehopf gehört zu den thermophilen Vogelarten wie Bienenfresser und Blauracke und war im letzten Jahrhundert als Brutvogel bis Dänemark und England verbreitet. Im nördlichen Mitteleuropa gibt es noch einige Brutpaare, die europäischen Population konzentriert sich aber im Mittelmeerraum.
Wiedehopfe überwintern südlich der Sahara und verlassen ihre Brutgebiete im Juli. Sie sind ihren Brutstandorten treu. Sie bevorzugen offene Kiefernwälder, Wein- und Obstanbauflächen mit teilweise unbedeckten Wiesen, da diese ein ideales Gebiet für die Insektenjagd sind. Dazu läuft der Wiedehopf umher, um Insekten aufzuscheuchen, oder er sucht unter Steinen nach seiner Beute.
Neben seinem ausgewöhnlichen Erscheinungsbild ist der typische drei-silbige „ub-ub-ub“-Gesang des Wiedehopfes sehr auffällig und weit zu hören.

 

Quellen:

BAUER, H.-G.; BEZZEL, E.; FIEDLER, W. (2005): Das Kompendium der Vögel Mitteleuropas. 2. Auflage. Aula-Verlag, Wiebelsheim.

SVENSSON, L.; GRANT, P. J.; MULLARNEY, K.; ZETTERSTRÖM, D. (2018): Der Kosmos Vogelführer. Franckh-Kosmos-Verlags-GmbH & Co. KG, Stuttgart.

(Stand: 21.10.2020)