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Klaus-von-Klitzing-Preis
  • Der Preisträger Dr. Florian Schaller (2. v. r.) mit dem Universitätspräsidenten Hans Michael Piper (v. l.), Nobelpreisträger und Namensgeber Prof. Dr. Klaus von Klitzing und dem Vorstandsvorsitzenden der EWE Stiftung Matthias Brückmann. Foto: EWE Stiftung

MINT-Lehrer des Jahres gekürt

Für seine Schule hat er das "Schillermobil" erfunden - ein molekularbiologisches Labor, das jederzeit auf- und abgebaut werden kann. Auch sonst weiß Dr. Florian Schaller für seine Fächer Chemie und Biologie zu begeistern. Dienstag hat der Lehrer dafür den Klaus-von-Klitzing-Preis 2016 erhalten.

Für seine Schule hat er das "Schillermobil" erfunden - ein molekularbiologisches Labor, das jederzeit auf- und abgebaut werden kann. Auch sonst weiß Dr. Florian Schaller für seine Fächer Chemie und Biologie zu begeistern. Dienstag hat der Lehrer dafür den Klaus-von-Klitzing-Preis 2016 erhalten. Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung, die die Universität Oldenburg und die EWE Stiftung in Kooperation seit zwölf Jahren vergeben, würdigt herausragendes Engagement in den MINT-Fächern – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. „Es gibt Lehrer, und es gibt Lieblingslehrer. Herr Schaller fällt eindeutig in die zweite Rubrik“, so die Medizinstudentin Lea Tollrian in ihrer Laudatio auf ihren ehemaligen Lieblingslehrer Florian Schaller in der Feierstunde am Dienstagabend. Danach betrat der Physiknobelpreisträger Prof. Dr. Klaus von Klitzing die Bühne, um - gerade von einer Tokioreise zurückgekehrt - Schaller persönlich den nach ihm benannten Preis zu überreichen. Der Oberstudienrat zeigte sich überwältigt: „Der Preis macht mich sehr stolz. Ich freue mich, dass meine Arbeit auch außerhalb der Schule so gewürdigt wird. Ganz besonders freut es mich, dass er auch neue Wege ermöglicht, um auf das Geleistete an der Schiller Schule Bochum aufmerksam zu machen und die Arbeit weiter zu vertiefen.“ Schaller setzte sich im Wettbewerb gegen 36 andere Lehrerinnen und Lehrer aus ganz Deutschland durch. Er überzeugte die Jury vor allem mit seiner Idee des „Schillermobils“ für naturwissenschaftliches Lernen und der generellen Praxisnähe seiner Aufgabenstellungen. Ebenfalls ausschlaggebend: Kollegen und Schüler kennen ihn als Teamarbeiter und vielseitig interessierten wie sozial engagierten Pädagogen. Schaller ist erst über Umwege zum Lehrerberuf gekommen. Auf seine Promotion 1997 folgte ein Zweitstudium in Spanisch und Philosophie. Nach anschließender Forschungstätigkeit stieg er schließlich 2007 in den praktischen Schuldienst ein. „Mit seinem außergewöhnlichen Einsatz, seinen didaktischen und pädagogischen Fähigkeiten sowie mit seinem unerschöpflichen Einfallsreichtum bei der Vermittlung naturwissenschaftlicher Inhalte weckt Florian Schaller bei Kindern und Jugendlichen viel Neugier und Begeisterung für Forschung – und bereitet damit vermutlich vielen von ihnen sogar den Weg in ein entsprechendes Studium. Als Universität mit einem Schwerpunkt im forschungsorientierten Lernen freuen wir uns über solchen Nachwuchs natürlich besonders“, betonte Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper, Präsident der Universität Oldenburg. Matthias Brückmann, Vorstandsvorsitzender der EWE Stiftung, ergänzte: Mit dem Klitzing-Preis ist es gelungen, nachdrücklich auf die Bedeutung von Lehrerpersönlichkeiten für die Bildungs- und Berufsbiografien unserer Kinder hinzuweisen. Gleichzeitig unterstreicht die Auszeichnung den Stellenwert von MINT-Disziplinen für unser Bildungs-, Wirtschafts- und Wissenschaftssystem.“

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