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  • Mehr erneuerbare Energie für die Universität: Vizepräsident Jörg Stahlmann, Peter Harms von ZSD Solar, Projektleiter Alexander Koch und Baudezernent Meik Möllers (von links) nehmen die neuen Module für das Dach des Hörsaalzentrums entgegen. Foto: Universität Oldenburg/Daniel Schmidt

Auf den Dächern der Uni

Neue Solaranlagen für die Universität: Auf dem Sportzentrum und dem Hörsaalzentrum produzieren demnächst weitere Photovoltaik-Module umweltfreundlich Strom. Rund fünf Prozent der Elektrizität stammen in Zukunft aus eigenen Quellen.

Die Zahl der Solaranlagen der Universität wächst: Auf dem Sportzentrum und dem Hörsaalzentrum produzieren demnächst weitere Photovoltaik-Module umweltfreundlich Strom. Rund fünf Prozent der benötigten Elektrizität stammen in Zukunft aus eigenen Quellen.

Auf vielen Dächern der Universität schimmert es bereits blau – nun werden weitere Gebäude auf dem Campus Haarentor mit glänzenden Photovoltaik-Modulen veredelt. Neben dem Flachdach des Hörsaalzentrums A14 werden derzeit auch auf dem Sportzentrum und dem Sprachenzentrum (A15) neue Solaranlagen installiert. Nach ihrer Inbetriebnahme, die das Gebäudemanagement für März 2021 plant, werden sie pro Jahr etwa 420.000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Das entspricht dem Jahresverbrauch von mehr als hundert Vierpersonenhaushalten.

Die Installation der neuen Solarstrom-Anlagen auf dem Campus-Haarentor ist bereits der dritte Bauabschnitt in Sachen Sonnenenergie: Von 2017 bis 2019 richtete die Universität in zwei Etappen insgesamt zwölf Photovoltaik-Anlagen mit einer Spitzenleistung von 500 Kilowatt ein. Los ging es 2017 auf dem Campus Haarentor mit der Bibliothek, der „Brücke“, dem Kuppeldach des Hörsaalzentrums und weiteren Gebäuden. 2019 folgte der Campus Wechloy, wo inzwischen Teile des Hauptgebäudes und der Forschungsbau NeSSy mit Photovoltaik-Modulen besetzt sind. Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) trug die Hälfte der Kosten in Höhe von knapp 615.000 Euro, die andere Hälfte stammte aus Sondermitteln des niedersächsischen Wissenschaftsministeriums.

Einsparung von 540 Tonnen CO2

Mit den neuen Anlagen kann die Universität die selbsterzeugte Strommenge nun nochmals fast verdoppeln: Die Spitzenleistung aller an der Universität Oldenburg installierten Photovoltaik-Anlagen beträgt in Zukunft knapp 1.000 Kilowatt, was einem Energieertrag von rund 870.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr entspricht – und einer Einsparung von etwa 540 Tonnen CO2. Der Anteil der photovoltaisch erzeugten Elektrizität am gesamten Stromverbrauch der Universität steigt somit in Zukunft auf fünf Prozent.

„Damit stehen wir im Vergleich mit anderen Hochschulen sehr gut dar, in Niedersachsen haben wir eine der größten Anlagen“, berichtet Meik Möllers, Dezernent für Gebäudemanagement. Die aktuelle Aufstockung finanziert die Universität durch Rücklagenmanagement. Alle Solaranlagen zusammen senken die Energiekosten der Universität voraussichtlich um etwa 150.000 Euro pro Jahr.

Die größten geeigneten Dachflächen sowohl am Campus Haarentor als auch am Campus Wechloy sind nun belegt, doch der Ausbau der Photovoltaik ist noch nicht abgeschlossen. Einige kleinere Dächer könnten nach einer Sanierung nachgerüstet werden, berichtet Projektleiter Alexander Koch, und: „Bei neuen Gebäuden planen wir die Solaranlagen gleich mit ein.“

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