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Wirtschaftsinformatik: EU fördert Projekt mit 1,1 Millionen Euro

Die Universität Oldenburg unterstützt in den kommenden drei Jahren Partnerhochschulen in Jordanien, Syrien, Tunesien und Ägypten bei der Einführung von Master-Studiengängen im Bereich Wirtschaftsinformatik.

Die Universität Oldenburg unterstützt in den kommenden drei Jahren Partnerhochschulen in Jordanien, Syrien, Tunesien und Ägypten bei der Einführung von Master-Studiengängen im Bereich Wirtschaftsinformatik.

„Exporting Master Programme in Enterprise Systems Engineering to Jordan, Syria, Tunisia and Egypt“ heißt das Projekt, das der Oldenburger Wirtschaftsinformatiker Prof. Dr. Jorge Marx Gómez leitet. Die Europäische Union stellt mit dem EU-Hochschulkooperationsprogramm „Tempus IV“ rund 1,1 Millionen Euro für die Durchführung bereit. „Tempus IV“ hat die Aufgabe, das Hochschulwesen von EU-Nachbarstaaten – sogenannte Target-Länder – im westlichen Balkan, Osteuropa, Zentralasien, Nordafrika und dem Mittleren Osten durch gemeinsame Projekte zu modernisieren.

Neben der Universität Oldenburg sind die Universität Magdeburg, das Polytechnic Institute of Cávado and Ave (Barcelos, Portugal), die Pompeu Fabra University Barcelona (Spanien) und das Royal Institute of Technology (Stockholm, Schweden) an dem Projekt beteiligt. Von den Target-Ländern nehmen je zwei Universitäten in Jordanien, Syrien, Tunesien und Ägypten an dem Projekt teil. „Unsere dortigen Partner sind exzellente Hochschulen, die die besten Voraussetzungen haben, einen zukunftsträchtigen und innovativen Studiengang aufzubauen“, so Marx Gómez. Zudem erfülle es ihn mit Freude, dass sein Projekt das einzige durch „Tempus IV“ geförderte Vorhaben sei, das eine Kooperation mit Syrien unterstützt.

In den kommenden drei Jahren erarbeiten die WissenschaftlerInnen und ExpertInnen einen Masterstudiengang der Wirtschaftsinformatik, der sich am Bologna-Prozess orientiert. Dabei konzipieren sie neue Lehr-Module und Seminare, beziehen aber auch Kurse, Lehrmaterialien und das Know-How der europäischen Partneruniversitäten mit ein. Das Besondere: Im Vergleich zu anderen Studiengängen der Wirtschaftsinformatik werde ein Schwerpunkt auf die Forschung gelegt, betont Marx Gómez. „Neueste Forschungsergebnisse fließen in die Lehre ein und die Studierenden werden in die Forschung involviert. Des Weiteren werden auch Module zu Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen ausgestaltet – Bereiche, die in der Wirtschaftsinformatik bisher eher selten Forschungsgegenstand waren.“

In der ersten Projektphase stehen die Analyse, das Design und die Akkreditierung des Masterstudiengangs in den Target-Ländern im Mittelpunkt. Es folgt die intensive Vernetzung von Wirtschaft und Hochschulen sowie der WissenschaftlerInnen untereinander. Zusätzlich werden Workshops und Seminare an den EU-Partneruniversitäten angeboten, die den Beteiligten neueste Entwicklungen im Bereich der Lehre vermitteln und den Austausch von Forschungsergebnissen ermöglichen.

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