Studentische Hilfskraft/
Studentische Beratung
Integrated Media
Studentische Beratung für M.A. Integrated Media
Vielfalt des Studiums!
Die Dozierenden des M.A. Integrated Media bereiten jedes Semester vielfältige Seminare und Übungen vor, die immer wieder neue Perspektiven und Arbeitsbereiche der auditiven und visuellen Medien in Theorie und Praxis zeigen.
Der hier gezeigte Rückblick kann nicht alle Übungen und Seminare aufzeigen, sondern soll einen Einblick in die verschiedenen Bereiche des Studiums geben.
Besondere Seminare & Projekte
Digitales Kuratieren
Sommersemester 2025
Das Seminar Digitales Kuratieren unter der Leitung von Prof. Dr. Petra Löffler untersuchte den Einsatz von digitalen Medien in und für Ausstellungen. Unter dem Begriff ‚digital curating‘ versammeln sich kuratorische Konzepte der Kunstvermittlung, die auf die Einbindung und Partizipation von Besuchenden durch Apps und Webseiten sowie auf Internetportalen zielen. Die Möglichkeiten digitalen Kuratierens wurden im Seminar mit medienwissenschaftlichen Ansätzen des Digitalen bzw. der digitalen Kultur verknüpft und in Form einer Onlineausstellung in Kooperation mit dem Landesmuseum Natur und Mensch erprobt und umgesetzt. Durch gemeinsame Recherche in Kleingruppen , sowie im Plenum, und Entwicklung eines Ausstellungskonzepts erstellten die Studierenden die digitale Ausstellung Fotografie als koloniales Gedächtnis - Fotografien von Eduard von der Hellen im Landesmuseum Natur und Mensch, Oldenburg.
„Das Landesmuseum Natur und Mensch (LMNM) in Oldenburg beherbergt neben naturkundlichen und ethnografischen Sammlungen auch historische Fotografien aus kolonialem Kontext. Sie befinden sich in Boxen verwahrt in einem abgelegenen, öffentlich nicht zugänglichen Archivraum. Bei einem Besuch hat mich die zuständige Kuratorin, Ivonne Kaiser, auf zwei Kästen mit Fotografien auf Glas aufmerksam gemacht. Diese erste Begegnung im Archiv hat viele Fragen aufgebracht: Woher stammen diese Bilder? Wer hat sie gemacht und wie sind sie ins Museum gelangt? Und warum gibt es keine Aufzeichnungen zu ihnen? Bachelor- und Masterstudierende der Kunst- und Medienwissenschaft konnten den Fotografen dieser sensiblen Bilder ermitteln und den kolonialen Kontext aufarbeiten, dem sie ihre Existenz verdanken. In dieser Ausstellung zeigen wir die Ergebnisse unserer Recherchen, Lektüren und Gespräche mit Expert*innen über die Verstrickungen von Fotografie, Medizin und Kolonialismus in Togo, das von 1884 bis 1916 eine deutsche Kolonie auf dem afrikanischen Kontinent war”
- Petra Löffler
Kurzfilme kuratieren
Sommersemester 2025
Während des Studiums ist man regelmäßig damit beschäftigt, innerhalb von Übungen eigene Kurzfilme zu produzieren oder sie in Seminaren zu analysieren. Das Seminar Kurzfilme kuratieren von Dr. Felix Hasebrink erweiterte diese Kernkompetenzen um die Frage: Wie kuratiert man eigentlich ein eigenes Kurzfilmprogramm?
In Zusammenarbeit mit Beteiligten des Hamburger Kurzfilmfestivals und durch die Expertise von Felix Hasebrink, konnten die Studierenden den gesamten Prozess des Erstellens und Zeigens eines Kurzfilmprogramms durchlaufen: Themenauswahl, Sichtung der Kurzfilme, Anschreiben der Filmemacher*innen, Anordnung der ausgewählten Filme, Titel des Programms finden, Plakaterstellung und Moderation des Kurzfilmabend.
Während einer Exkursion zum Hamburger Kurzfilmfestival, konnten die Studierenden Inspiration für den eigenen Arbeitsprozess sammeln und im Gespräch mit einer der Kurator*innen des Hamburger Kurzfilmfestivals professionellen Input einholen.
Aufgeführt wurde das Kurzfilmprogramm Zwischen Grenzen und Widerstand im Rahmen der Showtime des Institus für Kunst und visuelle Kultur im Unikino Gegenlicht.
Moving Image Journaling Workshop im Haus für Medienkunst Oldenburg
Wintersemester 2024/2025
Bei diesem Workshop haben die Studierenden mit dem Künstler Kaensan Rattanasomrerk zusammengearbeitet und einen praxisorientierten Einblick in die Bereiche Storytelling, Storyboard-Entwicklung, Filmen, Schneiden und Colorgrading bekommen.
Die Studierenden haben in Kleingruppen innerhalb eines Wochenendes einen eigenen Kurzfilm konzipiert, gedreht und im Videoschnitt bearbeitet und fertiggestellt. Zuvor hat der Künstler Kaensan Rattanasomrerk in einer Seminarsitzung vermittelt, welche Schritte für die Erstellung eines Kurzfilms notwendig sind.
Die Screenshots zeigen Ausschnitte des Kurzfilms One Last Game. Für den Dreh durfte die Kleingruppe einen Tag lang im Computermuseum Oldenburg verbringen und dort ihren Kurzfilm drehen.
| Veranstaltungsname | Blockseminar: 3.06.306. Moving Image Journaling Workshop |
| Dozent | Kaensan Rattanasomrerk |
| Zeit | Blockseminar im November 2024 |
| Raum | Haus für Medienkunst Oldenburg |
Postdigital Instruments Lab
Wintersemester 2024/2025
Ein eigenes Instrument programmieren? Eigene Sounds erstellen? Und das noch alles mit einem Gaming-Controller?
In dieser Übung wurden individuelle Instrumente, Klanginstallationen und andere „Musikmachdinge” entwickelt. Dazu wurde mit verschiedenen Steuerungen und Schnittstellen von Musiksoftware experimentiert: Dr. Jan Torge Claussen hat mit Studierenden die Möglichkeiten des Programms Max for Live ausgetestet und Klang visualisiert. Entstanden ist dabei unter anderem eine audiovisuelle, mit Controllern gesteuerte Reise durchs Weltall.
| Veranstaltungsname | Seminar: 3.05.509 Postdigital Instruments Lab |
| Dozent | Dr. Jan Torge Claussen |
| Zeit | Mittwoch 10-12 Uhr |
| Raum | A11 1-109 |
American Soundscapes
Wintersemester 2023/2024
Deutsche Gesellschaft für Amerikastudien | 70th Annual Meeting | 23-25 May 2024
Oldenburg, IN | Amerika
Sound Installation
Close to Oldenburg, there is a tiny village called »Amerika«, named after America as a place of longing, as it notably was for many Germans in the late 18th century. On a cold and rainy Saturday in November 2023, a group of students participating in the course »American Soundscape Production – ›Amerika‹ klanggestalterisch erzählen« visits the place in order to make field recordings. Equipped with various recorders and microphones, they pull everything out of the site consisting of little more than a playground and a handful of houses. Spontaneous encounters with
local residents and sportspeople contribute to an instructive and enjoyable experience. At the same time in Oldenburg, Indiana, Brian Knueven, a dedicated teacher for Music and German at the local Oldenburg Academy, sets out on a search for sounds himself. Over the course of several weeks, he gathers together dozens of recordings of sounds that he considers characteristic of the town he is living in. From a basketball game to church bells and the principal’s morning announcement up to the soundscape of Washington Street, his recordings draw a vivid picture of
everyday life in an American small town.
The sound installation displays soundscapes made up of the recordings from both Amerika and Oldenburg, arranged and edited together, resulting in soundscapes of places that don’t exist in the real world but nevertheless tell stories of two places that are somehow related to each other: through the stories of those who have once left their homes to make their fortunes in America, and through the longing, for distant places in one case and for the homeland in the other, that is expressed by names such as »Amerika« and »Oldenburg«.
Concept and Implementation: Sarah-Indriyati Hardjowirogo
Oldenburg, IN Field Recordings: Brian Knueven
Amerika Field Recordings and Soundscape Production: Viktoria Achtelik, Saskia Katharina
Altenschmidt, Finja Baum, Milena Heitmann, Svenja Marschall, Vico Rosenberg, Jonas Roustai,
Amelie Schierenbeck, Philipp Stiller, Timon Wiese
Snippet: American Soundscapes (Viktoria Achtelik & Timon Wiese)
Found Footage Video Übungen (regelmäßig)
Found Footage bedeutet eine konzeptionelle Nutzung und Montage von gefundenem Filmmaterial aus allen denkbaren Filmsparten. Die(Re-)Kombination bereits bestehender medialer Inhalte definiert eine Art „Remix“, der beispielsweise Filmzitate aus Kinofilmen, dokumentarischen Formaten oder privaten Filmaufzeichnungen nutzt. Als Recycling von Film/Video/Audio versteht sich Found Footage als eine künstlerische Methode der Montage, als Wiederverwendung und Aneignung des vorgefundenen Ton- und Bildmaterials.
Innerhalb der Umsetzung von Neuabmischungen, sogenannter „Mash Ups“ oder „Cut Ups“ können Vorlagen abgefilmt sowie eigene performative Episoden vor der Kamera inszeniert werden. Neben der Komposition individueller Videoclips werden Konzepte von Medienkunstvermittlung und filmvermittelnden Filmen reflektiert.
Nach der gemeinsamen Sichtung von Film- und Videobeispielen entwickeln die Teilnehmenden eigene Konzepte für Videos, die aus fremdem und eigenem Videomaterial/Archiven, choreografischen, szenischen Arbeiten und Texten basieren können.
Die Videos werden teils innerhalb der Zusammenarbeit im Zirkel als Miniaturen und Videoskizzen realisiert. Thema und Form des Abgabefilm ist frei wählbar.
Was wird untersucht?
- Wechselwirkungen von: Text - Bild / Bild - Ton / Text -Ton
- Raum-Zeitlogik, Materie und Material in unterschiedlichen Darstellungen und Beziehungen.
- Klauen – Finden – Kontextualisieren
- die ästhetische, formale und inhaltliche Organisation von Ausspielungen
- Wirkungsweisen kontemplativer, experimenteller oder informativer Inhalte im Remix
- analoge wie digitale Medienpraxis