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  • Die Protagonisten des 9. Oldenburger Science Slams - in der vorderen Reihe (v.l.): Jonathan Gilbert, Moderatorin Dr. Bianca Brüggen und Dr. Francois Conrad. Hinten: Prof. Dr. Torsten J. Selck, Prof. Dr. Karsten Witt, Prof. Dr. Almut Höfert, Rosanna Schöneich-Argent, Moderator Jens-Steffen Scherer, Nina Gmeiner und Florian Denk. Foto: Universität Oldenburg

  • Preisträger Florian Denk (rechts) lauscht dem Applaus des Publikums, während Julia Dietze das „Slam-o-Meter“ bedient. Foto: Universität Oldenburg

Eine Ode an das Ohr

Zehn Minuten, wissenschaftliche Inhalte und eine Menge Spaß: Das waren die Regeln beim 9. Oldenburger Science Slam. Fünf Nachwuchswissenschaftler traten dieses Jahr in der ausverkauften Exerzierhalle an.

Zehn Minuten, wissenschaftliche Inhalte und eine Menge Spaß: Das waren die Regeln beim 9. Oldenburger Science Slam. Fünf Nachwuchswissenschaftler traten dieses Jahr in der ausverkauften Exerzierhalle an. Am Ende des Abends kürte das Publikum Florian Denk, Doktorand im Department Medizinische Physik und Akustik der Universität Oldenburg, zum Sieger. Er gewann das „Goldene Gehirn“ und ein Preisgeld in Höhe von 150 Euro, das die Graduiertenakademie der Universität Oldenburg stiftete. 

„Schräge Formen, tolle Akustik – Eine Ode an das Ohr“ lautete der Titel von Denks Slam. Der Doktorand verdeutlichte, weshalb die Form des menschlichen Ohres maßgeblich dazu beiträgt, dass es so gut funktioniert. Die 150 Gäste stimmten mittels unterschiedlich dosiertem Applaus über die Vorträge ab, der vom „Slam-o-Meter“ aufgezeichnet wurde. Außer Konkurrenz lieferte der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Torsten J. Selck mit „Die EU, der Brexit und ich“ den ersten Slam des Abends, zum großen Vergnügen des Publikums.

Wie Selck und Denk brachten auch die übrigen Slammer die Stimmung in der Exerzierhalle im wahrsten Sinne des Wortes zum Kochen. Neben Sprachwissenschaftler Dr. François Conrad von der Leibniz Universität Hannover waren drei weitere Oldenburger Doktoranden vertreten. Während der gebürtige Luxemburger erklärte, warum Deutsch für Nichtmuttersprachler so hart klingt, slammte Nina Gmeiner (Department für Wirtschafts- und Rechtswissenschaften) über Samen als Allgemeingut und was philippinische Reisbauern mit ihren wissenschaftlichen Erkenntnissen zu tun haben. Rosanna Schöneich-Argent (Institut für Chemie und Biologie des Meeres) veranschaulichte den Einfluss des kalten Ostwindes auf die Strömungsrichtung der Nordsee mittels Fön und Teetasse. Schon fast ein wenig schaurig wurde es im Spiegelkabinett über die Entfremdung in der serviceorientierten Systemgastronomie, inszeniert von Jonathan Gilbert (Department für Wirtschafts- und Rechtswissenschaften). Die Nachwuchswissenschaftler belegten die Plätze zwei bis fünf und wurden mit Abonnements von Fachzeitschriften belohnt.

Wieder auf dem Programm stand das „Power-Point-Karaoke“. Dabei präsentieren zwei Professoren den Vortrag des jeweils anderen – ohne Vorbereitung oder das Thema zu kennen. In diesem Jahr wagten sich der Neurologe Prof. Dr. Karsten Witt und die Historikerin Prof. Dr. Almut Höfert ins Rampenlicht. Ihre Improvisationskünste wurden mit tosendem Beifall belohnt.

Organisatoren der Veranstaltung sind das Forschungszentrum Neurosensorik, die Graduiertenakademie und die Graduiertenschulen für Gesellschafts- und Geisteswissenschaften (3GO) sowie für Naturwissenschaft, Medizin und Technik (OLTECH) der Universität Oldenburg. Kooperationspartner ist das Oldenburgische Staatstheater.

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(Stand: 05.05.2026)  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p82n3362
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