Sonnenfinsternis über Europa: Am Mittwoch, 12. August, wird dieses Ereignis am Abend auch in Oldenburg zu sehen sein – während einige Stunden später außerdem die Chancen besonders gut stehen, Sternschnuppen am Himmel zu entdecken. Anlässlich dieser astronomischen Ereignisse lädt die Universität Oldenburg gemeinsam mit der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) in Niedersachsen, der Freien Schule Oldenburg und den Oldenburger Sternfreunden zu Aktionen rund um den Utkiek.
Auf dem Schulhof der Freien Schule (Burmesterstr. 5-7, 26135 Oldenburg) öffnet das Tiny Observatorium von LEB und Universität ab 16.30 Uhr seine Türen. Kinder, Jugendliche und Erwachsene können in der mobilen Sternwarte erleben, wie Teleskope und astronomische Beobachtungen funktionieren. „Wir möchten Astronomie nicht nur erklären, sondern gemeinsam erlebbar machen“, sagt Prof. Dr. Björn Poppe von der Universitätssternwarte. Dazu gehört auch, dass Besucher*innen echte Steine aus dem Weltall betrachten können. Außerdem lässt das Team des Tiny Observatoriums kurz vor dem Sonnenuntergang einen Wetterballon steigen, der bis zum Rand der Atmosphäre hinaufsteigen soll, um dort Bilder von der Sonnenfinsternis zu machen.
Besucher*innen können kurze Zeit später vom Schulhof aus auch selbst beobachten, wie sich der Mond vor die Sonne schiebt. „Wir gehen davon aus, dass die Sonne gegen 20.15 Uhr von unserem Beobachtungspunkt aus bis zu 86 Prozent bedeckt sein wird. Eine so eindrucksvolle partielle Sonnenfinsternis wird es in den kommenden Jahren in unserer Region nicht noch einmal geben“, erklärt Poppe. Wie eine totale Sonnenfinsternis aussieht, zeigt das Team im Tiny Observatorium per Videostream aus Spanien, wo der Mond an diesem Abend vollständig die Sonne bedeckt.
Wer den Ereignissen am Himmel noch etwas näher sein möchte, kann nur wenige Gehminuten entfernt den Utkiek erklimmen. Ab 19.00 Uhr laden die Mitglieder der Astronomie-AG der Universität und die Oldenburger Sternfreunde zur gemeinsamen Live-Beobachtung am Helen-Voskuhl-Gipfel. Sie beantworten auch Fragen zum Thema und gewähren einen Blick durch ihre Teleskope. An beiden Standorten gibt das Team kostenlos Schutzbrillen ab – solange der Vorrat reicht.
Etwas mehr Zeit mitzubringen, lohnt sich: Auch wenn die Perseiden erst am 13. August ihren Höhepunkt erreichen, stehen bei klarem Himmel am späten Abend des 12. Augusts die Chancen gut, Sternschnuppen am Himmel zu entdecken. Der bekannte Sternschnuppenstrom entsteht, wenn die Erde durch Staubspuren des Kometen Swift-Tuttle fliegt.
Die Aktionen in Oldenburg finden im Rahmen der Langen Nacht der Astronomie statt, die in ganz Deutschland dazu einlädt, den Kosmos zu entdecken.
Wer vor Ort nicht selbst dabei ist, kann das Ereignis auch über das Live-Bild der Universitätssternwarte auf YouTube unter www.youtube.com/@sternwarteuniversitatolden5698 verfolgen.