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  • Unterwegs in Jaipur: Die Studentin Franziska Wolff in der Menschenmenge. Foto:privat

Rollerfahrer und Räucherstäbchen

Die BWL-Studentin Franziska Wolff bewirbt sich bei der Internationalen Studierenden Organisation AIESEC für ein Praktikum in Indien. Fünf Monate lang ist sie vor Ort, arbeitet bei einer Firma für Personalvermittlung. Als sie zurückkehrt, ist sie tief beeindruckt.

Die BWL-Studentin Franziska Wolff bewirbt sich bei der Internationalen Studierenden Organisation AIESEC für ein Praktikum in Indien. Fünf Monate lang ist sie vor Ort, arbeitet bei einer Firma für Personalvermittlung. Als sie zurückkehrt, ist sie tief beeindruckt. 

Wunderschön und wundersam zugleich – das waren die ersten Eindrücke, als Franziska in Indien ankommt. Nach ihrem Bachelor wollte sie praktische Erfahrungen im Ausland sammeln und bewarb sich über die Internationale Studierenden Organisation AIESEC für ein Praktikum. Das lag auf der Hand, denn seit 2010 ist sie aktives Mitglied bei der Oldenburger Sektion von AIESEC (Association Internationale des Etudiants en Sciences Economiques et Commerciales). Als Franziska Wolff schließlich im August 2012 aufbricht, weiß sie bereits eine Menge über Land und Leute – doch die Realität übertrifft alles, was sie sich vorgestellt hat.

Zwischen Faszination und Kulturschock


Hupende Autos, Rollerfahrer, aufgewirbelter Staub und vor allem Menschenmassen erwarten die Studentin in den Straßen der Millionenmetropole Jaipur im Norden Indiens. „Dann und wann eine Kuh oder ein Elefant auf der Straße zu sehen, ist völlig normal, genauso wie extreme Armut und Reichtum nur wenige Meter von einander entfernt liegen“, beschreibt Wolff ihre ersten Eindrücke.

Ihr neues Zuhause ist ein geräumiger Bungalow, den sie mit zehn anderen AIESEC-PraktikantInnen aus aller Welt teilt. „Wir waren schnell eine richtige kleine Gemeinschaft, und es war eine große Hilfe, sich mit den anderen über Erfahrungen und Erlebnisse auszutauschen“, sagt Franziska. Vor Ort organisierte die indische Sektion von AIESEC ihren Aufenthalt, vom Abholen bei der Ankunft am Flughafen bis zur Begleitung am ersten Arbeitstag.

Hektik und Gelassenheit

Neun Stunden am Tag und sechs Tage die Woche – eine ganz normale indische Arbeitswoche erwartet Franziska im Praktikum, das sie in der Startup Firma IC-Services absolviert. Eine Firma, die auf Personalvermittlung spezialisiert ist und Fachpersonal anwirbt. „Ich habe unwahrscheinlich viel telefoniert, Kontakte aufgebaut und meinen Chef regelmäßig zu Firmengesprächen nach Neu Dehli begleitet“, erzählt Franziska. Mit den umgerechnet 130 Euro im Monat, die sie verdient, kann sie in Indien gut leben und sogar noch ein bisschen reisen.

Eine ganz neue Erfahrung war für die Studentin die indische Kultur. „Die Menschen tragen eine innere Ruhe in sich“, sagt Franziska. „Mit dieser Achtsamkeit und Gelassenheit trotzen sie den oft unvorstellbar schwierigen Lebensbedingungen“. Das habe sie tief beeindruckt. Und auch bei der Arbeit durfte das morgendliche Ritual nicht fehlen: in einem kleinen Schrein im Büro zündeten sie Räucherstäbchen an, beteten gemeinsam für einen erfolgreichen Tag.

Curry, Dal, Lassi und Co.

Ein besonderes Erlebnis sei auch die Indische Küche: „Gewürze und Geschmacksrichtungen, so vielfältig, wie es sie bei uns nicht gibt“, schwärmt Franziska. Deshalb hat sie sich einen Vorrat an Gewürzen mitgebracht. Zurück in Oldenburg kocht sie Indisch, lernt Hindi und hat Kontakt zu den indischen Studierenden der Uni aufgenommen. Da scheint es fast schon selbstverständlich, dass sie bei AIESEC nun für die Beratung der „Outgoing Students“ zuständig ist.

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(Stand: 28.05.2026)  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p82n363
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