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Open Access-Publizieren – auch dank eines Publikationsfonds nutzen mehr und mehr Oldenburger Wissenschaftler diesen Weg. Gerade hat die Universität den Folgeantrag bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gestellt.

Open Access-Publizieren – auch dank eines Publikationsfonds nutzen mehr und mehr Oldenburger Wissenschaftler diesen Weg. Gerade hat die Universität den Folgeantrag bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gestellt.

Open Access steht für einen freien und unmittelbaren Zugang zu wissenschaftlichen Ergebnissen im Internet. Wer ein Dokument unter Open-Access-Bedingungen publiziert, gibt jedem die Erlaubnis, es zu lesen, herunterzuladen, zu speichern, darauf zu verlinken und es entgeltfrei zu nutzen. Kerngedanke ist, dass die Ergebnisse einer mit öffentlichen Geldern finanzierten Forschung auch öffentlich zugänglich sind.

Seit einigen Jahren fördert die DFG das Open Access-Publizieren durch das Finanzieren sogenannter Publikationsfonds. Die Universität nimmt seit 2016 an diesem Programm teil, der Folgeantrag für die nächsten beiden Jahre wurde gerade gestellt. In 2016 wurden 70 Publikationen mit circa 50.000 Euro gefördert. Dabei übernahm das Präsidium die Kosten für Publikationen, die die beantragten Mittel aus dem Fonds überstiegen. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis“, so Bibliotheksdirektor Hans-Joachim Wätjen. Bereits seit zwei Jahren hat die Universität eine Leitlinie, die den Wissenschaftlern das Veröffentlichen in begutachteten Open Access-Zeitschriften empfiehlt.

Von Abos zu Publikationsgebühren

Seit mehreren Jahrzehnten beklagen Wissenschaftler und Bibliothekare die sogenannte Zeitschriftenkrise in den naturwissenschaftlichen, technischen und medizinischen Fächern (STM-Fächer). „Der Markt befindet sich derzeit im Umbruch: Noch dominiert das klassische Modell, in dem Abonnements und Lizenzen der Bibliotheken die Umsätze und die exorbitanten Renditen der STM-Verlage in einer Höhe von 35 Prozent und mehr generieren“, so Wätjen. Das durch Autoren und deren Institutionen finanzierte Open Access-Publizieren könne künftig Kosten im System senken. Dies sei auch das Ziel der bei der Max-Planck-Gesellschaft beheimateten internationalen Initiative OA2020.

Mittlerweile haben zahlreiche Verlage und Fachgesellschaften ihr Angebot an Open Access-Zeitschriften ausgebaut. Sie erheben Artikelbearbeitungs-gebühren, um die Veröffentlichung eines Aufsatzes zu finanzieren. Derzeit sind über 9.000 qualitätsgeprüfte Zeitschriften im Directory of Open Access Journals (DOAJ) nachgewiesen.

Open Access nachhaltig fördern


Seitdem die DFG-Mittel zur Verfügung stehen, melden sich viele Oldenburger Wissenschaftler mit Fragen zur Beantragung und Finanzierungsunterstützung bei der Universitätsbibliothek. „Wir bieten eine professionelle Publikationsberatung an“, so der Open Access-Beauftragte Kim Braun. Zu bedenken gibt es viel – in jedem Fall muss geprüft werden, ob die von den Autoren ausgewählte Open Access-Zeitschrift den strengen Förderkriterien der DFG entspricht. „Beispielsweise dürfen die Publikations- oder Artikelbearbeitungsgebühren die Summe von 2.000 Euro nicht überschreiten und die Zeitschrift muss ausschließlich Open Access publizieren“, betont Braun.

Auch für die erhoffte zweite Förderphase von 2018 bis 2019 rechnet die Universitätsbibliothek mit einer guten Nachfrage nach Mitteln aus dem Publikationsfonds.

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(Stand: 28.05.2026)  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p82n2022
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