Ihren regelmäßigen Austausch haben die Spitzen von Stadtverwaltung und Universität in dieser Woche auf Rädern fortgesetzt. Auf dem Weg entlang wichtiger Orte der Wissenschaft und gemeinsamer Zukunftsprojekte ging es nicht zuletzt zu mehreren Forschungsstandorten in Wechloy.
Es war bereits das zweite diesjährige Treffen in diesem Kreis, zu dem Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, Universitätspräsident Prof. Dr. Ralph Bruder sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter von Stadt und Uni zusammenkamen. Ihre Fahrradtour führte durch Wechloy und endete auf dem Fliegerhorst.
„Der direkte Austausch ist für die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Universität von großer Bedeutung. Bei unserer gemeinsamen Radtour konnten wir an mehreren Orten ganz konkret erleben, wie Wissenschaft, Stadtentwicklung und Innovation in Oldenburg zusammenwirken“, sagte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.
Start im Innovationsquartier IQON
Startpunkt der Tour war die Wirtschaftsförderung an der Industriestraße. Dort gab Thorsten Schröder, Vertreter des OFFIS Institut für Informatik, zunächst einen kurzen Einblick in den aktuellen Stand des Innovationsquartiers Oldenburg (IQON). Anschließend ging es mit dem Fahrrad in Richtung der universitären Forschungsstandorte weiter.
Exzellente Forschung bei NeSSy
Erste Station war das Forschungszentrum NeSSy – Neurosensorik und Sicherheitskritische Systeme. Auf dem Weg dorthin führte die Route auch an der Freifläche des IQON an der Industriestraße vorbei. Bei NeSSy standen die drei Exzellenzcluster Ocean Floor, NaviSense und Hearing4all im Mittelpunkt. Die Forschenden beschäftigen sich mit unterschiedlichen Zukunftsthemen: von der Bedeutung des Meeresbodens für Biodiversität und Stoffkreisläufe über die Mechanismen der Tiernavigation bis hin zu neuen Lösungen für die Diagnose und Behandlung von Hörverlust. Die Kurzvorträge belegten die große Bandbreite der international ausgerichteten Forschung an der Universität Oldenburg.
Vom Medizin-Campus bis zur Meeresforschung
Weiter ging es in Richtung Technologiepark. Ein kurzer Halt galt der Baufläche des neuen Medizin-Campus der Universitätsmedizin Oldenburg (UMO). Nach dem Spatenstich im August dieses Jahres entsteht dort schrittweise ein eigener Campus für die Medizinerausbildung mit insgesamt rund 12.400 Quadratmetern Nutzfläche. Geplant sind unter anderem Lehr-, Labor- und Büroflächen sowie später Forschungsflächen, ein Lehrgebäude und eine Cafeteria.
Anschließend ging es weiter zum benachbarten Helmholtz-Institut für Funktionelle Marine Biodiversität an der Universität Oldenburg (HIFMB). Hier werden auf rund 2.000 Quadratmetern auf modernen Labor- und Forschungsflächen die marine Biodiversität und ihre Bedeutung für die Funktionsweise von Ökosystemen und für den Menschen erforscht.
Abschluss auf dem Fliegerhorst
Letzte Station der gemeinsamen Radtour war der Fliegerhorst. Axel Müller, Fachdienstleiter des Projekts Fliegerhorst, empfing die Gruppe und informierte bei mehreren Stopps über die Entwicklung des neuen Stadtteils, in dem künftig rund 3.000 Menschen ein Zuhause finden sollen. Auch das Smart-City-Quartier Helleheide und das rund 15 Hektar große Gewerbeareal Hallensichel sind Teil der Entwicklung.
„Schlaglichter der Zusammenarbeit“
Zum Abschluss des Jahresgesprächs richteten Oberbürgermeister Krogmann und Universitätspräsident Bruder ihre Worte an die Teilnehmenden. Unter dem Titel „Schlaglichter der Zusammenarbeit“ blickten sie auf die vielfältigen Verbindungen zwischen Stadt und Universität und auf gemeinsame Perspektiven für die weitere Entwicklung Oldenburgs.