An Forschende, Promovierende, aber ebenso an Studierende mit Interesse am Einsatz digitaler Technologien insbesondere in den Geistes-, Kultur-, Sprach- und Gesellschaftswissenschaften richtet sich der 1. Digital Humanities Tag am 11. und 12. Juni.
Die Digital Humanities (DH) – zu Deutsch: digitale Geisteswissenschaften – bringen Methoden der Informatik, Datenanalyse und der Visualisierung in Fächer wie Geschichte, Linguistik, Philosophie oder Kunstgeschichte. „Sie ermöglichen so völlig neue Wege, alte Fragen zu beantworten oder aber auch neue Fragen überhaupt erst zu stellen“, sagt Jonas Kaiser von der Servicestelle Digital Humanities in der Universitätsbibliothek.
Gemeinsam mit dem Oldenburger Historiker Dr. Lucas Haasis, der derzeit als „Gerda Henkel Fellow“ am Deutschen Schifffahrtsmuseum – Leibniz-Institut für Maritime Geschichte (DSM) in Bremerhaven forscht, sowie in Kooperation mit der Graduiertenschule der Uni Oldenburg für Geistes- und Gesellschaftswissenschaften (3GO) hat Kaiser die erste uniinterne Tagung für Digital Humanities organisiert. Nach dem abendlichen Eröffnungsvortrag am 11. Juni bietet der folgende Tag ein umfangreiches Programm mit Kurzvorträgen, Diskussionen und Roundtable.
Das Ziel sei „eine Plattform für den Austausch über aktuelle Projekte, neue Methoden und die Zukunft der Digital Humanities an der Universität Oldenburg – offen für alle Forschenden und Interessierten“, so das Organisationsteam um Kaiser, Haasis und Rea Kodalle, Geschäftsführerin der 3GO. Deren diesjähriger Doktorand*innentag am 11. Juni widmet sich auch bereits den Digital Humanities, ebenfalls im Bibliothekssaal der Universität.
Akademiepräsidentin als Eröffnungsrednerin
Daran schließt sich um 18.00 Uhr unmittelbar die Keynote von Prof. Dr. Andrea Rapp an, seit 2025 Präsidentin der Akademie der Wissenschaften und der Literatur. Die Germanistin, die an der TU Darmstadt unter anderem zum Schwerpunkt Computerphilologie forscht und lehrt, referiert zu „Forschung Digital! Forschungskulturen in den Geisteswissenschaften“.
Der 12. Juni bietet dann prägnante Kurzvorträge von Oldenburger Forschenden aus Sozialwissenschaften, Geschichte, Materieller Kultur, Niederlandistik oder Germanistik sowie einen Roundtable mit Expertinnen und Experten der Uni aus Informatik, Germanistik, Theologie, Pädagogik und Geschichte. Sämtliche Fakultäten mit Geistes-, Kultur-, Sprach-, Gesellschafts- und Informationswissenschaften sind vertreten. Daneben stellt sich die Servicestelle Digital Humanities des Bibliotheks- und Informationssystems (BIS) vor.
Die Universitätsgesellschaft UGO e.V. fördert die Tagung. Interessierte können sich für beide Tage, aber auch für einen einzelnen Tag online kostenlos anmelden. Eine Anmeldung zum vorhergehenden Doktorand*innentag ist über Stud.IP möglich.