Marina Bartels von der Zentralen Studien- und Karriereberatung koordiniert das Freiwillige Wissenschaftliche Jahr (FWJ) an der Uni Oldenburg. Ihr liegt besonders am Herzen, dass sich die rund 20 Freiwilligen an der Universität wohlfühlen.
Frau Bartels, was fasziniert Sie an Ihrer Tätigkeit?
Mich begeistert es, junge Menschen auf ihrem Weg ins Berufsleben zu begleiten. Das FWJ ist ja eine wichtige Schnittstelle zwischen Schule, Studium oder Ausbildung. An der Universität können sie Erfahrungen sammeln, ohne Angst vor Fehlern haben zu müssen. Am schönsten ist es für mich zu sehen, wie sie an sich selbst wachsen.
Was genau machen Sie?
Ich bin für die Freiwilligen die erste Ansprechperson außerhalb ihrer Arbeitsgruppen. Egal, ob es um etwas Organisatorisches geht oder ob ihnen etwas auf der Seele brennt. Ich berate und unterstütze sie, so gut ich kann. Außerdem organisiere ich Bildungstage. Dazu kommen alle FWJler zusammen. Wir führen Teambildungsmaßnahmen durch und schärfen ihre persönlichen und beruflichen Fähigkeiten. Mir ist es wichtig, in der Gruppe eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen, in der sich alle wohlfühlen und sie selbst sein können.
Wäre ein Freiwilliges Wissenschaftliches Jahr auch etwas für Sie gewesen?
Jein (lacht). Tatsächlich habe ich vor 20 Jahren ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert. Von daher: Freiwilligendienst – auf jeden Fall. Aber mein Herz schlägt für die Pädagogik. In meiner jetzigen Tätigkeit tue ich genau das, was ich machen möchte: Menschen in prägenden Phasen ihrer Biografie zu unterstützen.
Welche Eigenschaften kommen Ihnen dabei zugute?
Vor allem Geduld. Man darf sich nicht stressen lassen, wenn einmal etwas schiefläuft oder länger dauert. Gerade im Umgang mit jungen Menschen, für die das Arbeitsleben noch neu ist, halte ich das für besonders wichtig. Glücklicherweise bestätigen mir meine Kolleginnen und Kollegen immer wieder, dass ich diese Geduld mitbringe.
Was machen Sie gerne „freiwillig“, wenn Sie nicht für die Uni tätig sind?
Ich habe eine Tochter, mit der ich viel Zeit verbringe. Außerdem backe ich leidenschaftlich gern, wovon meine Kolleginnen und Kollegen regelmäßig profitieren. Im Pilates-Kurs beim Hochschulsport oder beim Besuch im Fitnessstudio kann ich gedanklich abschalten und zugleich neue Energie gewinnen.
Interview: Sophie Bloser