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    Wie lassen sich Stromnetze resilienter machen? Damit befassen sich zwei neue Forschungsprojekte an der Universität. iStock/wx-bradwang

Niedersachsens Energiesystem soll krisenfester werden

Mehr Resilienz für Strom- und Wärmenetze: An zwei von fünf neu geförderten Projekten des Energieforschungszentrums Niedersachsen (efzn) ist die Uni Oldenburg beteiligt. In einem Vorhaben wirkt die Universität Bremen als assoziierter Partner mit.

Mehr Resilienz für Strom- und Wärmenetze: An zwei von fünf neu geförderten Projekten des Energieforschungszentrums Niedersachsen (efzn) ist die Uni Oldenburg beteiligt. In einem Vorhaben wirkt die Universität Bremen als assoziierter Partner mit.

Ob Extremwetter, Unfälle, Terroranschläge oder gar kriegerische Angriffe: Die Energieversorgungssysteme sind vielfältigen Bedrohungen ausgesetzt. Um Strom- und Wärmenetze in Niedersachsen besser gegen Krisen zu wappnen, fördert das Energieforschungszentrum Niedersachsen (efzn) in diesem Jahr fünf kleine, agile Projekte, die sich mit dem Thema „Resiliente Energiesysteme“ befassen. Ziel ist es, disziplinübergreifende Forschung zu stärken und der niedersächsischen Landespolitik Handlungsoptionen aufzuzeigen. Die Universität Oldenburg hat die Federführung an einem der fünf ausgewählten Projekte und ist an einem zweiten beteiligt. Die Uni Bremen wirkt an diesem als assoziierter, aber nicht selbst geförderter Partner mit. 

„Wir freuen uns über das rege Interesse an unserer Projektausschreibung. Es unterstreicht das hohe Verantwortungsbewusstsein der Antragstellenden für die Stärkung der Krisenfähigkeit des Energiesystems in Niedersachsen“, erklärt der efzn-Vorstandssprecher Prof. Dr. Sebastian Lehnhoff, Professor für Energieinformatik an der Universität Oldenburg. 

In dem Projekt mit Oldenburger und Bremer Beteiligung geht es um ein neues Konzept für Verteilnetze. Ein weiteres, von Oldenburger Forschenden geleitetes Vorhaben befasst sich mit dem Weiterbildungsbedarf zum Thema resiliente Energienetze.

Mehr Flexibilität im Stromnetz

Im Projekt „ReKoMi – Resilienz in gekoppelten Mittelspannungsnetzen: leistungs-elektronisch gekoppelte, digitalisierte, zellulare aktive Verteilungsnetze“ wollen die Projektbeteiligten in einer Kurzstudie ermitteln, wie sich ein zellulares Netzkonzept bei der Stromversorgung sinnvoll umsetzen lässt. Die Forscherinnen untersuchen, ob die Verbindung von Mittelspannungszellen über Gleichstromkopplung die Resilienz der Niedersächsischen Stromnetze verbessern könnte. Beteiligt sind die Energieinformatikerin Prof. Dr. Astrid Nieße von der Universität Oldenburg und die Elektrotechnikerin Prof. Dr. Johanna Myrzik von der Universität Bremen. Die Projektleitung liegt bei Prof. Dr. Regine Mallwitz von der Universität Braunschweig. 

Weiterbildungen für unterschiedliche Zielgruppen

Die Kompetenzen, die Fachleute in Verwaltung, Unternehmen, Politik und Wissenschaft in Zukunft benötigen, um Krisen bei kritischen Infrastrukturen und Energiesystemen erfolgreich zu bewältigen, stehen im Mittelpunkt des Projekts „Resilienz-Kompetenzen für ein krisenfestes Energiesystem Niedersachsen: Analyse des Kompetenzbedarfs & Entwicklung einer Weiterbildungs-Map“ unter Leitung von Prof. Dr. Klaus Fichter, Mitglied des Direktoriums des C3L – Center für Lebenslanges Lernen der Universität Oldenburg und Tim Zentner, Geschäftsführer des C3L. 

Das Projektteam ermittelt zum einen, welche Kompetenzen für eine resiliente Energieversorgung von Bedeutung sind und erstellt zum anderen einen Katalog von relevanten Kompetenzen für unterschiedliche Zielgruppen. Ziel ist es, bereits bestehende Weiterbildungsangebote systematisch zu erfassen und Empfehlungen für zukünftige Qualifizierungsprogramme zu formulieren.

Die Förderung der Projekte beginnt am 1. August und ist auf maximal sechs Monate befristet. 

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