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  • An die 1.200 Übungen sind es mittlerweile, die die Sportwissenschaftler speziell zur Mobilisation, Stabilisation, Kräftigung und Dehnung – vor allem des Rückens und Nackens – entwickelt haben. Foto: AndreyPopov_istock. Hinweis: Das Foto dient der Illustration - die gezeigte Übung auf dem Foto bitte nicht nachmachen!

Gegen den Bewegungsmangel

Eine Viertelstunde Bewegung im Arbeits- und Studienalltag – das ist die „Bewegte Pause“. Zurzeit findet das Angebot des Hochschulsports nur noch im virtuellen Raum statt. Ein Überblick.

Eine Viertelstunde Bewegung im Arbeits- und Studienalltag – das ist die „Bewegte Pause“. Zurzeit findet das Angebot des Hochschulsports nur noch im virtuellen Raum statt. Ein Überblick.

„Hampelmann!", „Äpfel pflücken!“, „Richtig strecken!“ – diese Kommandos sind derzeit nicht in der Sporthalle zu hören, sondern ertönen mit etwas sonorer Stimme über heimische Computerlautsprecher. Während der Corona-Pandemie musste auch die „Bewegte Pause“ in den virtuellen Raum verlegt werden.

Eigentlich nichts Neues für das Team des Hochschulsports, das das beliebte Angebot für Studierende und Mitarbeitende schon seit über zehn Jahren im Repertoire hat. Denn auch im „Regelbetrieb“ gibt es entsprechende Online-Angebote. Das Gros der Übungen fand aber bislang in einer angeleiteten Gruppe an der Uni statt. Dr. Martin Hillebrecht, Leiter der Zentralen Einrichtung Hochschulsport der Universität Oldenburg, erklärt die Idee: „Unser 15-minütiges Programm richtet sich an alle, die viel Zeit an Arbeitsplatz und Schreibtisch verbringen. Dafür haben wir gezielte Lockerungs-, Dehn- und Kräftigungsübungen entwickelt, die die Muskeln, Knochen und Bänder trainieren, die Durchblutung anregen und auch die geistige Fitness stärken.“

Sportprogramm für zwischendurch

Jetzt findet diese Pause live per Videokonferenz statt. Wie es geht, macht Thomas Schmidt vor. Der Medizindidaktiker und Physiotherapeut gehörte bereits seit längerem zu einer „Bewegte-Pause-Gruppe“ in der Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften, bis er den Kurs für seine Kolleginnen und Kollegen aus Geschäftsstelle und Studiendekanat der Medizinischen Fakultät übernahm. Nun turnen sie seine Übungen an zwei Tagen in der Woche von Zuhause aus via Big Blue Button, der Videokonferenzplattform der Uni, nach. „Ich versuche insbesondere den Nacken und Rücken zu mobilisieren sowie Dehnübungen für die Muskulatur anzubieten, die besonders bei einer sitzenden Tätigkeit beansprucht wird und zu Verspannungen neigt. Zusätzlich lässt sich die kognitive Leistungsfähigkeit durch regelmäßige Bewegung verbessern“, so Schmidt.

Neben dieser „Live-Online-Variante“ nutzen viele Mitarbeitende und Studierende zudem das reguläre Online-Angebot des Hochschulsports auf der Webseite. Nach einer persönlichen Registrierung können hier individuelle Trainingspläne erstellt werden, die auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmt sind und in ihrer Dauer variieren. An die 1.200 Übungen sind es mittlerweile, die die Sportwissenschaftler speziell zur Mobilisation, Stabilisation, Kräftigung und Dehnung – vor allem des Rückens und Nackens – entwickelt haben. Mit den leicht verständlichen Anweisungen per Text, Bild oder Video können alle Interessierten ihren eigenen sportlichen Plan gestalten. Ein Angebot, das es so auch schon vor der Corona-Pandemie gab, sich aktuell aber besonders großer Beliebtheit erfreut. Schließlich sei auch der Bedarf ungleich höher, weiß Hillebrecht: „Im Homeoffice haben wir alle vergleichbare Sitzzeiten wie vor der Pandemie – es fehlen aber die alltäglichen Bewegungseinheiten wie die Fahrradfahrt zur Uni, der Gang zur Mensa oder das Treppensteigen“, so Hillebrecht.

Gute Gründe für mehr Bewegung

Dass regelmäßige Bewegung wichtig ist, ist kein Geheimnis. Hierbei werden nicht nur Muskeln trainiert und Kalorien verbraucht, sondern auch das Herz-Kreislaufsystem gestärkt, das Immunsystems unterstützt und das allgemeine Wohlbefinden gefördert, sagt Dr. Nina Gaßmann, Geschäftsführerin des Forschungszentrums Neurosensorik. Die positiven Effekte für das Gehirn seien besonders bemerkenswert. „Körperliche Aktivität ist definitiv wichtig für den Prozess der Neurogenese, also der Bildung von Nervenzellen“, so Gaßmann. 20 Minuten tägliche Bewegung sollten es aber mindestens sein, damit sich unsere Neuronen besser vernetzen und sich die Gedächtnisleistung erhöht. Das sind in normalen Zeiten bereits gute Gründe für sportliche Aktivitäten – in Corona-Zeiten fallen sie sicherlich noch mehr ins Gewicht.

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(Stand: 28.05.2026)  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p82n4239
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