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Die Ausstellung „Lost in Transition – Künstlerische Annäherungen an ein Leben im Übergang“ ist noch bis zum 13. November im Landesmuseum Natur und Mensch (Damm 46) zu sehen.

Öffnungszeiten:
Donnerstag, 18:00 bis 21:00 Uhr
(inklusive Gesprächsmöglichkeiten mit den Künstler*innen)
Sa, So; 13:00 bis 17:00 Uhr

Eintritt frei. 

Lost in Transition 

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Franziska von den Driesch 

Institut für Kunst und visuelle Kultur

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  • Mit ihrer aus Abwasserrohren und zugeschnittenen Blättern aus Oldenburger Müll bestehenden Skulptur thematisiert Lara Hübner die von Menschen verursachte Umweltverschmutzung. Universität Oldenburg / Sophie Bloser

  • In „Spuren des Ichs“ zeigt Anna-Lena Moorbeck die flüchtige Präsenz von Erinnerungen im Verlauf einer Demenzerkrankung. Universität Oldenburg / Sophie Bloser

  • Das Foto gibt Einblick in ein inszeniertes Esszimmer, das optisch an sterotypische Esszimmer russlanddeutscher-Familien angelehnt ist. Es liegt ein roter, gemusterter Teppich auf dem Boden. Darauf steht ein Tisch mit Matroschkapuppen. Alles wirkt altmodisch.

    In ihrem Werk „Ich kann net alles in Gedächnis halle“ setzt sich Sophie Hase mit ihrer Russlanddeutschen Identität als Nachfahrin von Spätaussiedler*innen auseinander. Universität Oldenburg / Sophie Bloser

  • Was passiert, wenn Worte unterwegs verloren gehen? Dieser Frage geht Lina Antonia Harms in ihrer Installation nach. Universität Oldenburg / Sophie Bloser

Lost in Transition – Ein Leben im Übergang

33 Kunststudierende setzten sich mit dem Thema „Lost in Transition – Ein Leben im Übergang” auseinander. Noch bis zum 13. November präsentieren sie auf zwei Etagen ihre Werke im Landesmuseum Natur und Mensch.

Ein 60 Meter langer gestrickter Schal, ein Raum voller Photovoltaikanlagen und nebenan ein bunt bestückter Postkartenständer: Was auf den ersten Blick zusammenhangslos erscheint, ist das Ergebnis einer künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema „Lost in Transition – Ein Leben im Übergang“. Im noch unsanierten Nebengebäude des Landesmuseums Natur und Mensch präsentieren 33 Kunststudierende auf zwei Etagen ihre Werke, die noch bis zum 13. November zu sehen sind. 

Unser Leben ist von einem stetigen Wandel geprägt. Sei es das Erwachsenwerden, gesellschaftliche Krisen und Megatrends oder Umweltveränderungen. Wie vielfältig solche Wandlungsprozesse, auch Transitionen genannt, sein können, zeigen aktuell Studierende des Instituts für Kunst und visuelle Kultur im Landesmuseum Natur und Mensch mit ihren Werken. Sie sind das Ergebnis einer zweisemestrigen Projektarbeit im Rahmen des Seminars „Skulptur und Fotografie in der künstlerischen Praxis“, geleitet von den Dozentinnen Anna Holzhauer und Franziska von den Driesch. Zu sehen sind neben skulpturalen und fotografischen Werken auch raumbezogene Video- und Medieninstallationen sowie experimentelle analoge und digitale Techniken. 

„Wir konnten frei entscheiden, wie wir unsere Werke gestalten möchten“, sagt Lara Louise von Hälfen. Sie hat sich für eine Fotoinstallation in Verbindung mit Audioaufnahmen entschieden, in der sie sich mit Tod und Erinnerung auseinandersetzt. Hierzu hat sie zwei junge Frauen befragt, die beide jeweils bereits einen Elternteil verloren haben. „Dabei war mir wichtig, dass mein Projekt etwas Hoffnungsvolles ausstrahlt“, sagt sie. So zeigen die Fotos Erinnerungen an das gemeinsame Leben der Protagonistinnen mit ihren Eltern, wodurch Lara Louise den Übergang zwischen Verlust und Verbundenheit ausdrücken möchte. 

Andere Kommilitoninnen und Kommilitonen entschieden sich dafür, stärker auch ihre eigenen persönlichen Erfahrungen in ihre Werke einzubauen. Leon Branko Čolić beispielsweise stellt in einer Videoinstallation Bilder seines verstorbenen Großvaters nach. „Mir wurde oft gesagt, dass ich ihm ähnele. Dem wollte ich nachgehen“, sagt er. Das Nachspüren der Schauplätze und die Umsetzung hatten für Leon auch etwas Selbstreflexives: „Ich fragte mich, ob wir uns vielleicht auch charakterlich ähnlich sind“, erzählt er.

Wandlungsprozesse bildlich darstellen

Wo Wandel stattfindet, geht mitunter auch etwas verloren. Zwei Installationen, die sich diesem Aspekt widmen, erwarten die Besucherinnen und Besucher im Treppenhaus der zweistöckigen Ausstellung. Mit „Lost in Transition – Lost in Transcription“ deutet Lina Antonia Helms auf den Verlust von Sprache, der mit Wandel einhergehen kann, hin. Dazu hat sie den Ausstellungstitel in verschiedene Sprachen übersetzt und auf die Treppenstufen geklebt. Mit jeder Stufe und jeder Übersetzung verändert sich neben der Sprache auch die Bedeutung der einzelnen Wörter. Ihre Kommilitonin Zoe-Melisande Schulte zeigt mit ihrem Werk „Lost and Found“ alltägliche und skurrile Fundstücke, die sie in Oldenburger Fundbüros fotografiert hat.

Weitere Werke verknüpfen Wandel mit Generationsprozessen. So hat Smilla Berkefeld zusammen mit Frauen aus ihrer Familie einen 60 Meter langen Schal gestrickt, der nun den kahlen Raum des Museumsgebäudes schmückt. Andere Installationen setzen sich kritisch mit der Nutzung von Holz als Ressource auseinander. Viola Keilen stellt beispielsweise auf Öldrucken dar, wie über Jahrzehnte gewachsene Bäume in kurzer Zeit abgeholzt werden.

Die Ausstellung „Lost in Transition – Künstlerische Annäherungen an ein Leben im Übergang“ ist noch bis 13. November immer donnerstags von 18:00 bis 21:00 Uhr sowie samstags und sonntags von 13:00 bis 17:00 Uhr im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg (Damm 46) zu sehen. An den Donnerstagabenden stehen die beteiligten Künstler*innen für Präsentationen und Gespräche zur Verfügung. Der Eintritt ist frei.

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