• Zwei Männer stehen vor einem Aufsteller und halten ein Blatt Papier in die Kamera.

    Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (links) und Universitätspräsident Ralph Bruder stellten den Kooperationsvertrag vor. Stadt Oldenburg

Neues Kapitel der Zusammenarbeit

Die Stadt Oldenburg und die Universität wollen in Zukunft enger kooperieren. In einer Vereinbarung haben sich Stadtverwaltung und Hochschule auf fünf strategische Schwerpunkte verständigt.

Die Stadt Oldenburg und die Universität wollen in Zukunft enger kooperieren. In einer Vereinbarung haben sich Stadtverwaltung und Hochschule auf fünf strategische Schwerpunkte verständigt.

Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Oldenburg und der Universität ist eine Erfolgsgeschichte. Nun schlagen beide Partner ein neues Kapitel auf: Kurz vor den Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Universität, die am 5. Dezember mit einem Festakt beginnen, haben sich Stadtverwaltung und Hochschule im Rahmen einer neuen strategischen Kooperationsvereinbarung auf gemeinsame künftige Schwerpunkte verständigt. Erstmals soll die Zusammenarbeit in fünf Kernbereichen in jährlichen Arbeitsprogrammen gesteuert und regelmäßig evaluiert werden, um Ergebnisse sichtbar zu machen.

„Die Universität Oldenburg ist über die gesamten vergangenen 50 Jahre ein besonderer Glücksfall für Oldenburg gewesen. Mit der neuen Vereinbarung zentrieren wir unsere gemeinsamen Aktivitäten und richten sie ergebnisorientiert aus. Dies ist die Grundlage für ein weiteres Wachstum von Stadt und Universität“, sagte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann bei der Vorstellung des Strategiepapiers im Rathaus. Universitätspräsident Prof. Dr. Ralph Bruder betonte: „Universität und Stadt Oldenburg sind seit vielen Jahrzehnten eng verbunden, unsere Partnerschaft zeichnet sich durch Vertrauen, Wertschätzung und gegenseitige Unterstützung aus. Aufbauend auf diesem Fundament wollen wir die Zukunft von Stadt und Universität noch gezielter gemeinsam denken und vorausschauend gestalten.“

Das Strategiepapier soll dem Rat der Stadt noch im November zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Der Senat der Carl von Ossietzky Universität hat das Strategiepapier bereits zur Kenntnis genommen, eine Beschlussfassung war im Senat nicht erforderlich. Das neue Strategiepapier ersetzt eine erste Kooperationsvereinbarung von November 2002, die der damalige Oberbürgermeister Dietmar Schütz und der damalige Unipräsident Prof. Dr. Siegfried Grubitzsch unterzeichnet hatten.

Kontinuierliche Zusammenarbeit

Krogmann und Bruder verwiesen darauf, dass es bereits jetzt eine kontinuierliche Zusammenarbeit beider Einrichtungen gebe, unter anderem in sogenannten „Jahresgesprächen“ auf Spitzenebene mit allen Dezernentinnen und dem Oberbürgermeister sowie allen Präsidiumsmitgliedern der Universität. Dieses seit 2016 bestehende Format habe zu einem engen und vertrauensvollen Austausch und konkreter Projektzusammenarbeit geführt. So sei der gemeinsame Einsatz für die Entwicklung der Universitätsmedizin Oldenburg in solchen Jahresgesprächen verabredet worden.

Fünf Kernbereiche

Die strategische Kooperationsvereinbarung bildet fünf Kernbereiche ab, in denen die Zusammenarbeit in den kommenden fünf Jahren konsolidiert, gestärkt und weiterentwickelt werden soll:

  1. Klimaneutralität: Universität und Stadt setzen sich gemeinsam aktiv für den Klimaschutz ein und unterstützen sich gegenseitig bei ihren ehrgeizigen Zielen, beispielsweise beim Erreichen von Klimaneutralität, die die Universität bis 2030 anstrebt, die Stadt bis zum Jahr 2035.
  2. Weiterentwicklung der Universität Oldenburg: Ihren Wissenstransfer stärken Universität und Stadt ebenso wie die inhaltliche Zusammenarbeit auf Themenfeldern der Zukunft, beispielsweise bei der Qualifizierung von Beschäftigten und dem Lebenslangen Lernen.
  3. Campus Oldenburg: Die Sichtbarkeit der Universität in der Innenstadt wird weiter erhöht, unter anderem durch gemeinsame Veranstaltungen von Universität und Stadt.
  4. Gründungskultur: Stadt und Universität entwickeln ihre Gründungsförderung gemeinsam weiter, beispielsweise in den Bereichen Nachhaltigkeit und Energie, Digitalisierung, Gesundheit und Pflege.
  5. Internationalisierung: Beide Seiten bauen gemeinsam ihre internationalen Partnerschaften aus und betreiben unter anderem aktives Personalrecruiting.

Es ist gemeinsames Ziel von Stadt und Universität, aufbauend auf diesen Kernbereichen die Zusammenarbeit maßnahmenorientiert und damit konkret zu gestalten sowie kontinuierlich im Rahmen jährlich vorzunehmender Arbeitsprogramme auch in ihrem jeweiligen Umsetzungsstand zu bewerten. Sowohl Krogmann als auch Bruder hoben hervor, dass die Zusammenarbeit auch über die fünf Kernbereiche hinaus in anderen Feldern schon bestehender oder künftiger Kooperationen weiterentwickelt werden soll. Dafür wie auch für die Umsetzung des Strategiepapiers werde man auf beiden Seiten jeweils eine koordinierende Ansprechperson benennen.

Oberbürgermeister: Universität macht Oldenburg attraktiv

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann: „Die Universität hat die Stadtentwicklung maßgeblich beeinflusst, wenn ich an die Wissenschaftsachse im Westen und den Stadtteil Wechloy denke. Institute und Ausgründungen wie OFFIS und die Informatik, die Hörforschung, das Windforschungszentrum und natürlich die Universitätsmedizin haben die Stadt nachhaltig und strukturell geprägt. Nicht zu vergessen sind die Kernkompetenzen in der Pädagogik und Weiterbildung, die Oldenburg bundesweit so attraktiv für Studierende machen. Die Weiterbildungskompetenz der Universität ist für die Bewältigung des Fachkräftemangels überregional von entscheidender Bedeutung.“

Unipräsident: Voneinander profitieren

Universitätspräsident Bruder: „Ich bin mir sicher, dass wir auf allen Themenfelder davon profitieren, uns gegenseitig in Projekte einzubinden und Expertise zu teilen. Ich danke der Stadtspitze und insbesondere Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, dass wir eine solche maßnahmenorientierte und konkrete Zusammenarbeit vereinbaren können.“

Historische Verbundenheit

Krogmann und Bruder unterstrichen, dass eine historische Verbundenheit die Universität und die Stadt präge. Den Beschluss, eine wissenschaftliche Hochschule einzurichten, fasste der Rat der Stadt Oldenburg bereits im Jahr 1959. In den 50 Jahren ihres Bestehens hat die Universität einen großen Beitrag zum gesellschaftlichen, kulturellen und auch wirtschaftlichen Leben in Oldenburg und in der gesamten Region Nordwest geleistet. Ein weiteres Beispiel dafür ist die bundesweit und international beachtete Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse KIBUM, die Stadt und Universität seit 1975 gemeinsam veranstalten.

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