Sie beschäftigten sich mit der antibakteriellen Wirkung von Küchenkräutern, der Energieeffizienz von Smart-Home-Systemen oder der Synthese von Ammoniak: Zwölf Schülerinnen und Schüler aus der Region sind an der Universität für ihre herausragenden Arbeiten ausgezeichnet worden. Zum 16. Mal vergab die Universität gemeinsam mit der Dr. Hans Riegel-Stiftung Fachpreise in den Fächern Biologie, Chemie, Informatik und Physik.
Bei der Verleihung der Dr. Hans Riegel-Fachpreise auf dem Campus Wechloy würdigte Prof. Dr. Anne Frühbis-Krüger vom Institut für Mathematik, Dekanin der Fakultät V Mathematik und Naturwissenschaften, die in diesem Jahr eingereichten Arbeiten. „Es ist wunderbar zu sehen, dass junge Leute ihre Umgebung mit wachem Auge beobachten, eigene Forschungsfragen entwickeln und dann ihrem Forscherdrang freien Lauf lassen. Auch in diesem Jahr wurden wieder viele schöne Arbeiten mit teilweise überraschenden Fragestellungen zum Hans-Riegel-Preis eingereicht“, so die Mathematikerin.
Der Fokus der insgesamt 55 eingereichten Facharbeiten lag auf den sogenannten MINT-Fächern, also den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Eine Jury der Universität bewertete die Arbeiten nach wissenschaftlichen Kriterien, wobei besonders originelle Themenstellungen sowie eine deutlich erkennbare Eigenleistung – etwa in Form von selbstständig durchgeführten Experimenten – einen wichtigen Einfluss auf die Prämierung hatten.
Die Dr. Hans Riegel-Fachpreise sind in jedem Fach dotiert mit jeweils 600 Euro für den ersten Platz, 400 Euro für den zweiten Platz und 300 Euro für den dritten Platz. Zudem erhalten die Schulen der Erstplatzierten einen Sachpreis im Wert von rund 250 Euro. Die Ausgezeichneten im Überblick:
Biologie
- Preis: Melina Bürgel (Helene-Lange-Schule Oldenburg, HLS): „CO2-Fixierung einer Mikroalgengesellschaft in Abhängigkeit von Temperatur und Nährstoffverfügbarkeit“
- Preis: Lena Goetsch (Gymnasium Halepaghen-Schule, Buxtehude): „Untersuchung von Küchenkräutern auf antibakterielle Wirkungen“
- Preis: Rene Hieu-Toan Nguyen (Herbartgymnasium Oldenburg, HGO): „Koffein als Modellsubstanz: Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Wirkung von Pharmaka“
Chemie
- Preis: Paula Schoe (Gymnasium Marianum, Meppen): „Multispektroskopische Analyse eines neuartigen Betanin/Chlorophyll-TiO2-Antennenkomplexes“
- Preis: Anna Pophanken (Altes Gymnasium Oldenburg): „Chemie im Licht betrachtet – Photokatalyse mit Titanoxid“
- Preis: Ibrahim Fares (Gymnasium Sulingen): „Vergleich von Katalysatoren anhand der Synthese von Ammoniak“
Physik
- Preis: Taalke Lübben (HLS): „Modellhafte Untersuchung zur Effizienz von Multirotor-Windkraftanalgen anhand des Betz’schen Gesetzes“
- Preis: Johanna Christin Hoops (Windthorst-Gymnasium Meppen): „Dem Wärmeinseleffekt von Großstädten auf der Spur mit Satelliten“
- Preis: Liam Kapöhn, (Gymnasium Marianum): „Wolkenphänomene und Lichteffekte am Himmel“
Informatik
- Preis: Joost Groen (Europaschule Gymnasium Papenburg): „Automatisierte E-Mail-Klassifizierung im First-Level-Support: Planung, Entwicklung, Implementierung und Evaluierung eines Support-Vector-Machine-Modells“
- Preis: Lennart Derguti (HGO): „Vergleich menschlicher und maschineller Entscheidungen in ausgewählten Anwendungsbereichen“
- Preis: Tom Kloppenburg (HGO): „Inwiefern können moderne Smart-Home-Systeme einen zuverlässig einzuordnenden Beitrag zur Energieeffizienz und zum Klimaschutz leisten, und welche technologischen, ökologischen und sozialen Einschränkungen wirken dabei?“