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Studentische Beratung für M.A. Integrated Media
Projekte von Studierenden
Podcast Feature von Timon Wiese (WiSe 23/24)
"Nie wieder! Der Podcast gegen das Vergessen" ist ein Format, in dem Timon Wiese mit verschiedenen Akteurinnen und Akteuren spricht, die sich im weiten Feld der Erinnerungsarbeit engagieren, sich gegen das Vergessen der nationalsozialistischen Verbrechen einsetzen und das Gedenken an ihre Opfer aufrechterhalten.
Warum immer wieder dieses längst vergangene Thema? Weil es nicht vergangen ist. Schauen wir uns die Krisen der Gegenwart an, hat die Menschheit offenbar nicht genug aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt.
In Russland gibt es einen gefährlichen Diktator, der in einem aggressiven Angriffskrieg Tausende unschuldige Menschen tötet. Die Terrormiliz Hamas hat im Herbst 2023 unter anderem aus antisemitischen Beweggründen hunderte israelische Zivilistinnen und Zivilisten ermordet. Und selbst in den USA steht erneut ein Präsidentschaftskandidat bereit, der offen antidemokratische Politik betreiben will.
Höchste Zeit also für einen Weckruf, der mahnend an die dunkelste Stunde der Menschheitsgeschichte erinnert.
Für diese Folge hat Timon Wiese mit zwei Menschen gesprochen, die genau das in ihrer täglichen Arbeit tun: Marie Zachger, studentische Mitarbeiterin der der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und Marcus Meyer, wissenschaftlicher Co-Leiter des Denkorts Bunker Valentin.
Das Podcast Feature von Timon Wieso entstand im Rahmen der Übung „Podcasts als Feature”. Die Dozentin Magdalene Melchers bietet diese Übung in einem Abstand von zwei Semestern an, entweder als „Podcast als Feature” oder „Visualisierte Features”.
Found Footage Partituren von Amelie Schierenbeck (WiSe 24/25)
In der Found Footage Übung von Anke Fischer experimentierten die Studierenden mit gefundenem Material und eigenem Archivmaterial. Found Footage ist eine künstlerische Methode der Montage und bedeutet eine konzeptionelle Auseinandersetzung mit gefundenem Filmmaterial aus allen denkbaren Filmsparten. Teil dieser Übung war die Arbeit mit Partituren: Studierende zeichneten dabei teils kryptisch anmutende Anweisungen und Skizzen, die von den Partitur-Urheber*innen selbst und den Partner*innen in Videoform umgesetzt werden mussten. Teilweise reagierten die Studierenden auch auf das Videomaterial der Partner*innen wie in dem hier gezeigten Bespiel: Die Splitscreen-Arbeit zeigt Amelie Schierenbecks Umsetzung ihrer eigenen Partitur, sowie Juran Landts Umsetzung von Amelies Partitur.
rechts: Juran Landt
Eine weitere Arbeit zeigt Amelie Schierenbecks Umsetzung einer Fremdpartitur. Dabei nutzte die Studentin verschiedenes Videomaterial, welches sie auf Instagram-Seiten fand, die sich mit verschiedenen Formen der Video- und Medienkunst auseinandersetzen. Das neu montierte Bildmaterial vertonte die Studentin selbst.
Analoge Fotografien von Viktoria Achtelik (Sommersemester 2025)
Viktoria Achteliks analoge Fotografien zeigen Einblicke in den St. Gertruden-Kirchhof und die Stolpersteine der Geschwister Evers. Entstanden sind die Fotografien im Rahmen der Übung Stadtgeschichte fotografisch erinnern – künstlerische und dokumentarische Perspektiven auf Erinnerungsorte in Oldenburg, in Kooperation mit dem Stadtmuseum Oldenburg. In dem Kurs setzten sich die Studierenden mit der Frage auseinander, wie Erinnerungsorte mit fotografischen Mitteln festgehalten und interpretiert werden können. Ziel des Projekts war es, ausgewählte Erinnerungsorte in Oldenburg fotografisch zu dokumentieren und zu erforschen. Die im Kurs entstandenen analogen Schwarzweiß-Aufnahmen werden als Teil der Dauerausstellung im neu eröffneten Stadtmuseum Oldenburg präsentiert.
Noisearcher Satellite von Julian Gummich für die Übung Post Digital Instrument Labs (WiSe24/25)
Im Rahmen der Übung Post Digital Instrument Labs erstellten die Studierenden audiovisuelle Medienkunstwerke. Sie übten sich dabei in der Entwicklung von Ideen und dem Entwurf von Konzepten ebenso wie in der Zusammenarbeit in kreativen Prozessen. In Einzelarbeit oder Kleingruppen programmierten die Studierenden ein eigenes Instrument. Zur Hilfe und zur Steuerung dieses Instruments diente den Studierenden ein Gaming Controller, mit dem sich Tonhöhe, Richtung, Lautstärke, Reverb und vieles mehr der einzelnen Sound- und Bildelemente steuern ließ. Dabei wurde mit verschiedenen Steuerungen und Schnittstellen von Musiksoftware experimentiert: Dr. Jan-Torge Claussen hat mit Studierenden die Möglichkeiten des Programms Max for Live ausgetestet und Klang visualisiert.
Im Projekt Noisearcher von Julian Gummich lässt sich mit Hilfe des im Controller integrierten Gyroskops die Ausrichtung eines Satelliten ändern, welcher je nach Richtung unterschiedliche Klänge empfangen kann. Durch Betätigten der verschiedenen Tasten lassen sich die Sounds verändern und mit Effekten manipulieren.
FakeItTilYouMakeIt von Billie Krause (WiSe 24/25)
Der Song wurde komponiert und alles wurde aufgenommen aber irgendetwas fehlt noch. Der Mix oder die Abmischung ist aus tontechnischer Sicht der wichtigste Schritt in einer Produktion und wird von vielen mit dem Kochen verglichen: Es geht darum, die verschiedenen Klanganteile auszubalancieren, ihnen die richtige Präsenz zu verleihen und sie ins Panorama einzubetten. Dafür bedienen sich Fachleute klassischen Praktiken wie dem Equalizing, Kompression, Sättigung und Automatisierung, greifen aber mit dem Verwenden besonderer Hardwaregeräte auch gern einmal etwas tiefer in die Trickkiste. In der Übung „Mixing & Mastering” von Dozent Moritz Höger durchleuchteten die Studierenden diese Trickkiste und erarbeiteten sich den Weg zu einer Abmischung, die Reif für die digitale Distribution ist.
Zur Verfügung stand den Studierenden ein Song der Musikerin. In Gruppenarbeiten haben die Studierenden einen Song mit dem Programm Ableton komplett abgemischt.
Videoarbeit "How Much Water" von David Flesch (WiSe 25/26)
Die Videoarbeit How Much Water von David Flesch entstand im Zuge des Seminars AI Filmmaking & Future Aesthetics, das an zwei Wochenenden in Form eines Workshops abgehalten wurde. In diesem Workshop erkundeten die Studierenden neue Workflows im Filmemachen mit bildgenerierenden KI-Tools. Untersucht wurde, wie verschiedene Systeme den kreativen Prozess beeinflussen — zum Beispiel durch Zeitlimits, Qualitätsbeschränkungen und spezifische Vorgaben der Software — und wie Schnittstrategien eingesetzt werden können, um mit diesen Eigenheiten zu arbeiten.
Eine zentrale Frage war, wie diese Technologien filmische Ästhetik verändern: Wie gehen wir mit Herausforderungen wie der visuellen Konsistenz und anderen softwarebedingten Grenzen wie maximalen Videolängen um? Welche neuen Möglichkeiten entstehen, etwa flüssige Bildübergänge und daraus resultierende morphende One-Shots, die spezifisch für KI-generierte Bilder sind? Reproduzieren KI-Systeme nur die Ästhetik polierter Werbeclips oder Hollywood-ähnlicher Blockbuster, oder ermöglichen sie neue visuelle Sprachen? Wo liegen die Stärken und Schwächen dieses Mediums? Können wir es auch nutzen, ohne stereotype Darstellungen zu reproduzieren und stattdessen mit absurden oder spekulativen Bildern zu experimentieren?
In kleinen Gruppen oder in Einzelarbeit erstellten die Studierenden kurze Videofilme mit den generativen KI-Tools ihrer Wahl. Kompakte technische Einführungen gewährten einen Überblick über verschiedene Systeme, von browserbasierten Online-Tools bis hin zur lokalen, node-basierten Oberfläche ComfyUI.
Das Seminar entstand in Kooperation mit dem Haus für Medienkunst Oldenburg. Geleitet wurde es von der „(post)digitalen” Video- und Medienkünstlerin Theresa Reiwer.